2. September 2016

Weltpremiere des Kodiaq in Berlin Skoda-Chef Maier: Unsere Zukunft beginnt heute

Skoda-Chef Bernhard Maier mit dem neuen Kodiaq. Fotos ▶
Skoda-Chef Bernhard Maier mit dem neuen Kodiaq. © Skoda

Mit einer großen Feier in der Berliner In-Location Kraftwerk hat Skoda die Weltpremiere des Kodiaq gefeiert, einem siebensitzigen SUV. Mit ihm will die Marke weiter wachsen und startet damit in die Strategie 2025, wie Skoda-Chef Bernhard Maier sagte.




Von Frank Mertens

Ein neues Modell ist für einen Autobauer immer wichtig. Doch der Skoda Kodiaq hat für die VW-Tochter eine besondere Bedeutung. Mit dem siebensitzigen SUV leitet der tschechische Autobauer seinen nächsten Wachstumsschritt ein – und weitere werden folgen.

Am Donnerstagabend feierte Skoda in der Berliner In-Location Kraftwerk vor 600 internationalen Gästen aus 31 Ländern die Weltpremiere des Kodiaq. Am 8. September wird im Kraftwerk übrigens die Rock-Superband Red Hot Chili Peppers ihren ersten 360 Grad Live-Auftritt feiern. Mit dem Kodiaq wird Skoda ab März des kommenden Jahres ein Modell anbieten, das in einem wahren Boom-Segment unterwegs ist.


Marktstart im März

Derzeit wächst kein anderes Segment so stark wie das der kompakten SUVs. „Mit dem Skoda Kodiaq gehen wir neue Wege und erschließen neue Märkte. Mit unserem ersten großen SUV erobern wir ein neues Segment für die Marke – und damit neue Kundengruppen“, sagte Skoda-Vorstandschef Bernhard Maier. Wie der Manager sagte, habe man in dieses Auto alle seine Erfahrungen gelegt, um es zu einem Erfolg werden zu lassen.

Wie Vertriebsvorstand Werner Eichhorn hinzufügte, bringe man mit dem Kodiaq ein Modell im März des kommenden Jahres auf den Markt, das im Kompakt-SUV-Segment unterwegs sei, dem derzeit am stärksten wachsenden Segment in der Autoindustrie. „Der Kodiaq wird die Basis sein für unser zukünftiges profitables Wachstum und die Entwicklung neuer Märkte“, sagte Eichhorn. Zur Entwicklung neuer Märkte gehöre auch die Prüfung des Markteintritts in den USA, wie Maier betonte. Es wäre fahrlässig einen derart großen Markt nicht in seine Überlegungen einzubeziehen, betonte der Skoda-Chef. Mit einer Entscheidung, ob Skoda seine Autos auch zukünftig in den USA verkauft, sei in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres zu rechnen.

Es bleibt nicht beim Kodiaq und Yeti

Maier, der den Blick nicht zurück, sondern nach vorn richtet, bezeichnet den Kodiaq vor diesem Hintergrund auch nicht als die wichtigste Modellneuheit der zurückliegenden Jahre, aber es sei mit Blick auf die Zukunft der Marke ohne Frage das wichtigste Auto. Vor dem Hintergrund der großen Nachfrage bei den SUVs werde es auch nicht beim Kodiaq und dem Yeti bleiben, der im kommenden Jahr eine Modellüberarbeitung erhält. Es werden weitere SUVs folgen.



Insgesamt sollen es am Ende fünf SUVs sein, die Skoda seinen Kunden anbieten will und mit denen man sich nach und nach seinem mittelfristigen Absatzziel von weltweit 1,5 Millionen Fahrzeugen annähern will. „Durch sein Konzept, sein markantes Design und als erster Skoda, der auf Wunsch jederzeit online ist und damit noch mehr Komfort, Sicherheit und Informationen in Echtzeit bietet, macht er die Marke noch attraktiver. Er ist der Pionier einer breit angelegten SUV-Offensive von Skoda“, so Maier.

Mit dem Skoda Kodiaq spricht Skoda nicht nur Privat- sondern auch Gewerbekunden an. Allein in Deutschland entfallen auf sie rund 40 Prozent des Absatzes, der im Vorjahr bei rund 180.000 Fahrzeugen lag. „Der Kodiaq ist ein weiterer Meilenstein für Skoda – und für mich ein hervorragender Start in meinen neuen Job“; sagte Frank Jürgens, der am Donnerstag sein neues Amt als Deutschlandchef der Marke antrat und Imelda Labbé nachfolgt, die das globale Aftersales-Geschäft von Volkswagen verantwortet.

Ausreichend Platz im Innenraum

Der Kodiaq ist 4,70 Meter lang
Der Kodiaq ist 4,70 Meter lang © AG/Mertens

Mit seiner Länge von 4,70 Metern, optional sieben Sitzen und einem üppigen Kofferraumvolumen ist der Kodiaq aber natürlich auch ein ideales Auto für Familien. Sie finden im Kodiaq Platz für mindestens 720 Liter Gepäck. Mit umgelegter Rückbank sind es sogar 2065 Liter. Wer im Kodiaq den Beifahrersitz umlegt, kann Gegenstände mit einer Länge bis zu 2,90 Metern transportieren werden.

So groß das Raumangebot im Kofferraum, ist auch der Platz für die Fondpassagiere. Dafür sorgt nicht nur die Breite von 1,88 Meter, eine Höhe von 1,67 Meter, sondern vor allem der Radstand von 2,79 Meter. Mit seinem Basis TSI-Motor und Frontantrieb wiegt der Kodiaq nur 1452 Kilo, beim 1,4 TSI mit 4×4-Antrieb sind es 1540 kg. „Allein die optionale dritte Sitzreihe und der größte Kofferraum im Vergleich zum Wettbewerb machen unser neues SUV zum idealen Wegbegleiter für jede Anforderung des Tages“, sagte Skoda-Entwicklungschef Christian Strube.

Wie es sich für eine Modellneuheit gehört, wird der Kodiaq ab dem kommenden Jahr mit einer Vielzahl von modernen Fahrassistenzsystemen vorfahren. Dazu zählt neben dem einem Spurhalteassistenten, einer Notbremsfunktion und einer adaptiven Geschwindigkeitskontrolle auch ein Trailer-Assist, der das Einparken mit Anhänger wesentlich erleichtern soll. Zu den Features gehört auch ein Area View: dank Weitwinkelobjektiven lässt sich damit das Umfeld des Autos beobachten und sich auf dem Bordmonitor anzeigen, um beispielsweise das Parken zu erleichtern.

Verstellbare Sitze

Der optional als Siebensitzer erhältliche Kodiaq verfügt über längs- und neigungsverstellbare Sitze. Mit ihnen kann auf die unterschiedlichsten Sitz- und Ladungsanforderungen reagiert werden. Natürlich dürfen die mobilen Dienste im Kodiaq nicht fehlen. Beim Skoda Connect stehen sowohl die Services von Infotainment Online mit Navigation in Echtzeit sowie der Fahrzeugfernzugriff von Care Connect samt Notruf zur Verfügung. Der Preis des Kodiaq wird sich um die 25.000 Euro bewegen.

„Im Kodiaq ist man immer always on“, so Maier. „Bei den Fahrerassistenzsystemen, beim Infotainment und bei der Konnektivität beweist der Skoda Kodiaq die Innovationskraft der Marke. Hier bietet er die Technik höherer Klassen und setzt sich damit an die Spitze seines Segments“, so Strube. Erstmals kommt im Kodiaq auch ein so genannter Trailer Assist zum Einsatz. Es sind allesamt Features, die man sonst nur in höheren Klassen vorfindet. „Ein Skoda muss immer etwas mehr Auto, das Beste in seinem Segment bieten“, sagte Maier. Das will man auch mit dem Kodiaq, deshalb startet man mit ihm auch in die Strategie 2025. „Unsere Zukunft beginnt heute.“



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