18. Juli 2011

Optionales Ausstattungspaket Greentec Skoda setzt verstärkt auf Spritsparmodelle

Der Skoda Yeti Greenline.
Der Skoda Yeti Greenline. © Skoda

Die VW-Tochter Skoda setzt zukünftig verstärkt auf verbrauchsgünstige Modelle. Spritspartechnologien sind aber nicht nur für die sogenannten Greenline-Fahrzeuge erhältlich.




Zum Start ins Modelljahr 2012 präsentiert sich die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda besonders umweltfreundlich. So ist die verbrauchsreduzierende Technik Greenline inzwischen für alle fünf Baureihen erhältlich. Ein auf äußerste Sparsamkeit getrimmter Diesel wird hierbei mit Start-Stopp-Automatik, Rekuperation und rollwiderstandsoptimierten Reifen kombiniert, beim kompakten Octavia kommen noch eine verbesserte Aerodynamik sowie eine längere Getriebeübersetzung hinzu.


Skoda Fabia verbraucht 3,4 Liter

Die Modelle Fabia und Roomster rollen mit dem 55 kW/75 PS starken 1,2 -Liter-TDI Greenline daher, mit dem sich bei entsprechender Fahrweise Durchschnittsverbräuche von 3,4 Litern respektive 4,2 Litern Diesel je 100 Kilometer erreichen lassen. Octavia, Superb und Yeti kommen in der Greenline-Version mit dem 77 kW/105 PS starken 1,6-Liter-Selbstzünder auf einen Normverbrauch zwischen 3,8 und 4,6 Litern Kraftstoff je nach Modell. Trotz aller Knauserigkeit beim Spritverbrauch bleibt der Fahrspaß mit den genügsamen, aber durchzugsstarken Motoren nicht auf der Strecke.

Die grüne Vernunft beschränkt sich nicht nur auf die Greenline-Modelle. Mit dem 399 Euro teuren Ausstattungspaket Greentec, das außer für den Octavia jetzt auch für Fabia und Roomster erhältlich ist, kann auch in anderen Motorisierungen Kraftstoff gespart werden. Start-Stopp-System, Bremsenergierückgewinnung und rollwiderstandsarme Pneus wirken auch hier zusammen. Während bei den Greenline-Modellen Sonderausstattungen zugunsten eines niedrigen Fahrzeuggewichts nur bedingt wählbar sind, gibt es diese Einschränkungen bei Greentec nicht.

Auf LPG-Fahrzeuge im Angebot

Skoda Fabia Greenline
Skoda Fabia Greenline © Skoda

Neu aufgelegt hat Skoda auch den Octavia LPG für mindestens 18 240 Euro. Er erfüllt jetzt die Euro 5-Norm. Limousine und Kombi verfügen über einen 44 Liter fassenden Flüssiggastank, der in der Reserveradmulde untergebracht ist, und einen zusätzlichen 55 Liter großen Benzintank. Der 1,6-Liter-Ottomotor leistet 75 kW/102 PS im Benzin- und 72 kW/98 PS im Gasbetrieb. Im Flüssiggasbetrieb kommt der Octavia LPG auf eine Höchstgeschwindigkeit von 186 km/h, der Verbrauch liegt bei 9,2 Liter Autogas je 100 Kilometer. Verglichen mit gleichstarken Benzinern verringert sich der CO2-Ausstoß um 15 Prozent.

Besonders sparsam soll auch das viersitzige City Car unterhalb des Fabia werden, das Skoda Mitte nächsten Jahres auf dem deutschen Markt einführen will. Der rund 3,50 Meter lange Stadtfloh mit Genen des Volkswagen Up will vor allem preissensible junge Familien begeistern. Für Ende nächsten Jahres hat das Unternehmen zudem eine brandneue Kompaktlimousine angekündigt, die zwischen Fabia und Octavia angesiedelt ist und von 2013 an auch in China produziert werden soll. (mid)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Spartechnik



Mehr aus dem Ressort

Opel erweitert sein Erdgas-Angebot
Weltpremiere auf der IAAOpel stattet Astra mit Erdgasantrieb aus

Opel reagiert auf die Diskussionen um den Dieselmotor. Auf der IAA Mitte September in Frankfurt feiern die Rüsselsheimer mit einem Erdgas-Astra Premiere.


Der VW Caddy ist auch als Erdgasmodell unterwegs
Volkswagen probiert neuen Anlauf «Erdgas ist mehr als eine Brückentechnologie»

Der Elektroantrieb kommt trotz Prämie nicht ins Laufen, der Wasserstoffantrieb lässt noch eine Weile auf sich warten. Volkswagen will nun den Erdgasantrieb vorantreiben, der jahrelang als hässliches Entlein in der Nische dahin vegetierte.


Skoda Octavia G-Tec Erdgas
Trotz aller VorteileBosch zweifelt Erfolg der Erdgasinitiative von VW an

Erdgas bietet als Kraftstoff eine Vielzahl von Vorteilen. Doch Erfolg für CNG blieb bisher aus. Nun will VW mit einer neuen Initiative Erdgas zum Durchbruch verhelfen. Dass das gelingt, sieht der Zulieferer Bosch skeptisch.