24. November 2010

Fahrbericht Viel Platz, gute Fahrleistungen Großraumatmosphäre im kleinen Skoda Fabia

Der neue Skoda Fabia
Der neue Skoda Fabia © Skoda

Dass der Kauf eines Kleinwagens nicht mit Kompromissen behaftet sein muss, dafür ist der Skoda Fabia das beste Beispiel. Das Modell der VW-Tochter bietet nicht nur ausreichend Platz, sondern auch gute Fahrleistungen.




Von Frank Mertens

„Nein, ein Kleinwagen ist nichts für mich. Einfach zu wenig Platz, ich möchte nicht beengt sitzen.“ Es gibt immer noch Kunden, die wegen eines solchen Arguments den Kauf eines Kleinwagens ablehnen. Doch damit wird man vielen der heute auf dem Markt befindlichen Kleinwagen nicht gerecht, vor allem nicht dem Skoda Fabia.

Fabia hat 300 Liter Kofferraumvolumen

Denn das Modell der tschechischen VW-Tochter bietet in dieser Klasse ein beachtliches Raumangebot. Der Kofferraum fasst 300 Liter – ein Spitzenwert für diese Klasse. Auch im Innenraum kommt im Fabia keine Platzangst auf, auch für Großgewachsene nicht. Sie sitzen auch im Fond bequem. Selbst Mitfahrer mit einer Körpergröße von 1,90 Metern brauchen keine gymnastischen Übungen vollziehen, um auf der Rückbank Platz zu nehmen.

Das Cockpit des Skoda Fabia
Das Cockpit des Skoda Fabia © Skoda

Und wenn man erst einmal sitzt, wird man überrascht: Da ist selbst noch etwas Luft über dem Kopf und auch die Knie drücken dem Vordermann nicht in den Rücken. Angesichts dieser Wohlfühlmaße ist das Raumangebot also kein Grund, einen Kauf eines Kleinwagens abzulehnen – selbst dann nicht, wenn es nur ein Auto in der Familie gibt.

Doch können auch die Fahrleistungen des Fabia diesen ersten guten Fahreindruck bestätigen? Sie können! Kein Wunder, ist der Skoda doch mit VW-Technik unterwegs. Neuerdings verfügt der Kleinwagen auch über den neuen 1.6 Liter TDI mit 105 PS aus dem Konzernregal. Ein Motor, der einen hervorragenden Job macht. Angesichts des Gewichts von 1,2 Tonnen beschleunigt der Vierzylinder-Commonrail-Diesel den Fabia fast schon sportlich.

Im Skoda Fabia kommt eine TDI-Motor zum Einsatz
Im Skoda Fabia kommt eine TDI-Motor zum Einsatz © Skoda

Gut, um in Schwung zu kommen, muss der Fabia erst einmal Luft holen, aber dann spurtet er dynamisch nach vorn. In flotten 10,9 Sekunden gelingt der Einstieg in den dreistelligen km/h-Bereich, die Spitzengeschwindigkeit ist bei 188 Stundenkilometern erreicht. Das maximale Drehmoment von 250 Newtonmetern stellt der Fabia zwischen 1500 bis 2500 Umdrehungen zur Verfügung.

Hoher Verbrauch

Zwar werkelt unter der Haube des Fabia ein moderner Common-Rail-Motor, doch ein Leisetreter ist der Kleine deshalb nicht gerade. Der Motor hämmert deutlich vernehmlich vor sich hin. Der Durchschnittsverbrauch soll nur bei 4,2 Litern liegen. Doch dieser Wert wurde bei den Testfahrten deutlich verpasst. Hier standen am Ende 5,9 Liter auf dem Bordcomputer. Allerdings, das sei angemerkt, hatte unser Testwagen gerade erst etwas mehr als 3000 Kilometer hinter sich. Hier ist also noch Luft nach unten.

Die Seitenlinie des Skoda Fabia
Die Seitenlinie des Skoda Fabia © Skoda

Sieht man von der Präsenz des Motors und dem Verbrauch ab, hinterlässt der Fabia einen hervorragenden Eindruck. Das manuelle Fünfganggetriebe verrichtet einen guten Job, die Gänge lassen sich fast schon knackig sportlich einlegen. Komplettiert wird dieser gute Eindruck von einer direkten Lenkung, die einem eine wirklich gute Rückmeldung bietet. Das Fahrwerk lässt auch kaum Kritik aufkommen. Fast: Denn sie ist fast schon einen Hauch zu straff eiungestellt. Doch das ist Geschmackssache.

Der Rest des Fabia ist VW-Like. Die Sitze bieten einen guten Seitenhalt und ausreichend Auflagefläche für die Oberschenkel. Die Instrumente sind sachlich – ohne Firlefanz – gestaltet und entsprechend übersichtlich. Auch die Haptik lässt keine Kritik aufkommen. Die Materialien sehen nicht nur wertig aus, sondern fühlen sich auch so an. Das alles hat jedoch seinen Preis. Unser Testwagen mit der 1.6er TDI-Motorisierung mit 105 PS kostet in der Ausstattungsvariante Exklusive mindestens 17.480 Euro.

Das Heck des Skoda Fabia
Das Heck des Skoda Fabia © Skoda

Der Einstieg in die Fabia-Welt beginnt übrigens bei 10.5000 Euro für den 1.2 Liter mit 44 kW. Wer einmal in einem Fabia Platz genommen hat und einige Testkilometer zurückgelegt hat, wird feststellen, dass ein Kleinwagen längst nicht mehr Verzicht bedeuten muss.






Mehr zur Marke Skoda

Weltweites AbsatzplusSkoda legt im Januar um fünf Prozent zu

Skoda ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Die VW-Tochter konnte im Januar ihre weltweiten Auslieferungen trotz des Markteinbruchs in Russland um über fünf Prozent steigern.


Skoda-Chef Bernhard Maier«Erst kommt ein Plug-in-Hybrid, dann ein Elektroauto»

Skoda prüft mit Blick auf weiteres Wachstum den Eintritt in neue Märkte, wie Vorstandschef Bernhard Maier sagt. Daneben setzt die VW-Tochter perspektivisch auf alternative Antriebe.


Fragen an den Autopapst im Februar 2016

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Skoda Octavia.



Mehr aus dem Ressort

Toyota hat den Prius zur vierten Generation völlig erneuert.
Urvater des Hybrid-AntriebsToyota Prius: Runderneuert zum Jubiläum

Die vierte Generation ist auch knapp 20 Jahre nach dem Marktstart weiterhin als Prius deutlich erkennbar. Doch ansonsten haben die Toyota-Ingenieure die bisherigen Schwachstellen des Hybrid-Vorreiters gut kaschiert.


VW Caddy Alltrack
Optionaler AllradantriebVW Caddy Alltrack: Auf zu neuen Zielen

Sieht der neue VW Caddy Alltrack schön aus? Das ist wie so vieles im Leben Geschmacksache. Doch eines steht fest: dieser Hochdachkombi ist praktisch und verfügt über einen hohen Nutzwert – insbesondere mit Allradantrieb.


Volvo XC90 T8 Hybrid
Zehn Prozent Anteil an VerkäufenVolvo XC90 T8: Schweden-Hybrid kommt an

Volvo-Kunden stehen der Plug-In-Hybrid-Technik scheinbar aufgeschlossener gegenüber als die Anhänger anderer Premium-Marken. In Deutschland wird schon jeder zehnte XC 90 mit dem Kombi-Antrieb bestellt.