4. Februar 2011

Fahrbericht Auf Distanz zum Zwillingsbrunder Seat Exeo: Hinten mehr Platz

Der überarbeitete Seat Exeo
Der überarbeitete Seat Exeo © Foto: Seat

Seinen kürzlich überarbeiteten Mittelklasse-Eroberer Exeo bietet Seat jetzt mit Multitronic-Automatik in Verbindung mit dem 2,0-Liter-Turbodiesel an. Und mehr Platz hat er auch.




Von Markus Henrichs

Technisch betrachtet ist der Exeo nichts anderes als der alte Audi A4. Und als solcher steht er permanent im Schatten seines Zwillingsbruders. Allerdings haben sich die Spanier nach der kürzlich erfolgten Modellpflege um mehr Eigenständigkeit bemüht. Ausdruck dessen sind unter anderem die Rückleuchten in LED-Optik und die rundlichere, weniger aggressive Frontpartie. Die vielfach diagnostizierte mangelnde Kopf- und Beinfreiheit im Fond ist kuriert. Durch Neukonstruktion der Rückbank und Überarbeitung der Vordersitze ist das Raumangebot bei gleichen äußeren Maßen um 4,4 Zentimeter verbessert worden. So haben fortan auch Passagiere bis 1,80 Meter Körperlänge genügend Platz.


Motoren aus dem Konzernregal

Bei den Motoren bedienen sich die Spanier traditionell aus dem prall gefüllten Regal von Konzernmutter VW. Was schon beim effizienten Turbobenziner prima funktioniert, klappt auch beim 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel. Dieser wird im Exeo in der zweithöchsten Leistungsstufe mit 105 kW/143 PS erstmals an ein stufenloses Multitronic-Automatikgetriebe gekoppelt, was die Spanier als exklusive Innovation für sich reklamieren.

Für den Alltagsbetrieb im Stadtverkehr ist die stufenlose CVT-Automatik eine enorme Erleichterung: Auf Überlandfahrten beschleunigt der angenehm geräuscharme Mittelklässler souverän in 9,3 Sekunden von null auf 100 km/h. Nach Erreichen der Reisegeschwindigkeit bleibt das TDI-Triebwerk im verbrauchsoptimalen Bereich diesseits von 1.500 U/min. Entsprechend moderat ist der mit 5,8 Litern Diesel pro 100 Kilometer angegebene Normverbrauch. Geht man die Sache sportlich an, lässt sich die Schaltung über einen Wählhebel in ein siebenstufiges Automatikgetriebe verwandeln, dessen fest programmierte Gangstufen per Schaltwippen gewechselt werden können.

Solide Basisausstattung

Mehr Platz auf der Rückbank
Mehr Platz auf der Rückbank © Foto: Seat

Mit Zweizonen-Klimaanlage, ESP, diversen Airbags, Geschwindigkeitsregelung und Achtlautsprecher-System in der Basisversion "Reference" hat der Exeo einiges im Gepäck. Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion und dynamischer Leuchtweitenregulierung sind ab der höchsten Ausstattungslinie "Sport" serienmäßig an Bord, sonst kosten sie 1.180 Euro extra. Moderne Fahrerassistenzsysteme wie Müdigkeitswarner, Spurhalteassistent und Co., die in der automobilen Mittelklasse inzwischen fast standardmäßig angeboten werden, fehlen sucht man bei den Extra vergebens.

Einstiegspreis ab 27.690 Euro

Foto: Seat
Foto: Seat © Der überarbeitete Seat Exeo

Beim Preis dürfte man mit dem Exeo TDI gut bedient sein. Das gilt gleichermaßen für die viertürige Limousine wie auch für die maximal 1.354 Liter Gepäck fassende Kombiversion "ST". Trotz der genannten Ausstattungsdefizite gibt es bei Einstiegspreisen von 27.690 Euro für die Limousine respektive 28.590 Euro für den Kombi für Minderwertigkeitskomplexe keinen Grund. (mid)






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