PSA weist Betrugsvorwurf zurück

Einsatz illegaler Software?

PSA-Chef Carlos Tavares sieht sein Unternehmen mit Vorwürfen konfrontiert.
PSA-Chef Carlos Tavares sieht sein Unternehmen mit Vorwürfen konfrontiert. © dpa

Der PSA-Konzern soll nach einem Medienbericht 1,9 Millionen Dieselautos mit einer Betrugssoftware verkauft haben. Das wies der Autobauer zurück und sagt, dass man keine betrügerische Strategie verfolge.

Der Autohersteller PSA mit den Marken Citroën und Peugeot soll laut einem Medienbericht in Frankreich über 1,9 Millionen Dieselautos mit einer Betrugssoftware verkauft haben. Ähnlich wie bei VW sollen so die Abgaswerte manipuliert worden sein. Das berichtete die Tageszeitung «Le Monde» am Freitag unter Berufung auf ein Dokument der Pariser Antibetrugsbehörde DGCCRF. Diese Fahrzeuge seien von September 2009 bis September 2015 auf den Markt gebracht worden.

Keine betrügerische Strategie

Der PSA-Konzern, der inzwischen auch die deutsche Marke Opel führt, wies den Bericht zurück. Man verfolge keine «betrügerische Strategie» und halte in allen Ländern die Vorschriften ein. Der Konzern habe seine Fahrzeuge niemals mit einer Software ausgestattet, die Abgastests erkenne und dabei eine Abgasreinigung einschalte, die sonst inaktiv sei.

PSA steht seit April wegen möglicher Täuschung bei Diesel-Abgaswerten im Visier der französischen Justiz. Zuvor hatte die Antibetrugsbehörde ein Dossier mit ihren Erkenntnissen zu PSA an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Die Wettbewerbshüter riefen auch bei VW, Renault und Fiat Chrysler die Justiz an, die jeweils Ermittlungen aufnahm. (dpa)