11. Januar 2016

Einbruch im Dezember Porsche legt 2015 kräftig zu

Der Porsche Macan ist zum internen Bestseller aufgestiegen.
Der Porsche Macan ist zum internen Bestseller aufgestiegen. © Porsche

Porsche hat 2015 einen neuen Verkaufs-Rekord eingefahren. Die erstmals geknackte Marke von 200.000 Verkäufen nahm die VW-Tochter aus Zuffenhausen ganz locker - trotz eines schlechten Dezembers.




Porsche hat das vergangene Jahr mit einem kräftigem Wachstum und einem neuen Verkaufsrekord abgeschlossen. Dank weltweit 225.121 ausgelieferten Fahrzeugen übertraf die VW-Tochter den Vorjahresrekord mit 189.849 Neuzulassungen mit einem Plus von 19 Prozent ganz locker. „Die Zahlen spiegeln die Zugkraft unserer Marke wider und reflektieren die Attraktivität unserer Produkte, die wir in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht haben“, sagte der neue Porsche-Chef Oliver Blume.

Allerdings musste der Hersteller im Dezember herbe Einbrüche hinnehmen. Besonders in der Asien-Region und China notierte Porsche ein Minus über 44 und 42 Prozent und auch in Europa gingen die Verkäufe um 24 Prozent zurück. Auf das Gesamtjahr wirkte sich der schlechte Dezember mit einem Gesamtminus über 26 Prozent aber nicht aus.


Porsche Macan setzt sich vor den Cayenne

Besonders die Geländewagen des Sportwagenherstellers sorgten für den erneuten Anstieg. Dabei setzte sich der Macan in seinem ersten vollen Verkaufsjahr mit mehr als 80.000 Einheiten an die interne Spitze vor dem größeren Bruder Cayenne, der 73.119 Mal in Kundenhand gegeben wurde. Während die SUV gleich zweistellig zulegten, gingen die Verkäufe von Panamera und Boxster zurück. Aufgrund des anstehenden Modellwechsels erwartet der Hersteller 2016 wieder einen Anstieg der beiden Modellreihen.

Der Absatz ist laut Blume dabei ein untergeordnetes Ziel. „Viel wichtiger sind für uns Kundenbegeisterung, Rendite und sichere Beschäftigung.“

Besonders begeistert waren die Kunden in China. Mit 58.009 verkauften Fahrzeugen stieg das Reich der Mitte bei einem Plus von 24 Prozent erstmals zum größten Einzelmarkt auf. Der Markt in den USA nahm um zehn Prozent zu und belegt mit 51.756 Einheiten den zweiten Platz. Auf dem Heimatmarkt wurden 28.593 Einheiten abgesetzt, was einem Zuwachs von 21 Prozent entspricht. (AG)



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