Porsche elektrisiert Cayenne

Neuer Sechszylinder

Der Porsche Cayenne ist mit Schummel-Software unterwegs.
Der Porsche Cayenne ist mit Schummel-Software unterwegs. © Porsche

Porsche hat den Cayenne modernisiert. Neben einem geschärften Auftritt lag das Hauptaugenmerk der Zuffenhausener auf der Senkung des Verbrauchs.

Der Porsche Cayenne wandelt auf hybriden Pfaden. Nach dem Panamera und dem 918 Spyder ist das SUV als drittes Modell des Unternehmens als Plugin-Hybrid erhältlich. Die Zuffenhausener geben den Verbrauch mit 3,4 Litern an, was einem CO2-Ausstoß über 79 Gramm pro Kilometer entspricht. Insgesamt hat Porsche bei allen fünf zur Verfügung stehenden Motorvarianten an der Verbrauchsschraube gedreht. Premiere feiert das erfolgreichste Modell des Sportwagenbauers, das in den vergangenen zwölf Jahren fast 580.000 Mal verkauft wurde, auf dem Autosalon in Paris im September, bevor im Oktober der Verkauf beginnt.

Verdoppelte Elektro-Kraft für den hybriden Porsche

Für das SUV verdoppelten die Ingenieure die Leistung der Elektromaschine im Vergleich zum Cayenne S Hybrid. So greift der Cayenne S E-Hybrid auf die Kraft von 10,8 kW/h zurück, der Elektromotor verfügt nun über 70 kW/95 PS statt zuvor 34 kW/47 PS. Je nach Fahrweise sei mit dem neuen Plugin-Hybriden eine rein elektrische Fahrtstrecke zwischen 18 und 36 Kilometern möglich, teilte der Hersteller mit.

Gemeinsam mit dem 245 kW/333 PS starken Sechszylinder-Kompressors erreicht der Cayenne S e-Hybrid eine Systemleistung von 306 kW/416 PS und ein maximales Drehmoment 590 Newtonmetern zwischen 1250 und 4000 Umdrehungen in der Minute. Innerhalb von 5,9 Sekunden hat das SUV Tempo 100 erreicht und wird erst bei 243 km/h eingefangen. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit endet bei 125 km/h.

Fünf Motoren beim Porsche Cayenne zur Wahl

13.000 Porsche Cayenne sind manipuliert unterwegs.
Der Verbrauch des Porsche Cayenne wurde bei allen Motoren gesenkt. Porsche

Zudem spendiert Porsche dem Cayenne S einen komplett von Porsche entwickelten 3,6-Liter-V6-Biturbo-Motor mit 309 kW/420 PS, der sich mit 9,5 bis 9,8 Litern zufrieden geben soll und damit ein Liter weniger benötigt als das Vorgängermodell mit acht Zylindern. Dabei verfügt der Sechszylinder über 20 PS mehr und schafft den Sprint in 5,5 Sekunden fast eine halbe Sekunde schneller als der Vorgänger.

Acht Zylinder und 4,8 Liter Hubraum hat weiterhin der Cayenne Turbo, der auf eine Leistung von 382 kW/520 PS kommt und den Sprint in 4,5 Sekunden absolviert. Der Verbrauch wurde auf dem Neuen Europäischen Fahrzyklus mit 11,2 bis 11,5 ermittelt. Zwei Diesel mit 193 kW/262 PS und 283 kW/385 PS runden die Auswahl ab.

Porsche Cayenne ab 66.260 Euro

Porsche bringt den Cayenne erstmals als Plugin-Hybrid.
Geringfügige Veränderungen gab es im Cockpit des Porsche Cayenne. Porsche

Dagegen fielen die optischen Änderungen des Fünfsitzers eher klein aus, auch wenn das Bugteil, die vorderen Kotflügel und die Motorhaube komplett neu gestaltet sind. Die so genannten Airblades rechts und links an der Fahrzeugfront leiten effizient Kühlluft auf die Ladeluftkühler und setzen einen starken optischen Akzent. Beim Heck wurden die Heckleuchten in sich dreidimensional gegliedert und die Kennzeichenmulde, Griffleiste und Beleuchtung in die Heckklappe integriert.

Die Preise für den neuen Cayenne beginnen bei 66.260 Euro für den Diesel. Für den Cayenne S müssen mindestens 80.183 Euro investiert werden, beim Cayenne S Diesel und dem Cayenne S E-Hybrid sind es jeweils 82.087 Euro. Der Turbo kostet mindestens 128.378 Euro. (AG/TF)