1. Dezember 2015

Normverbrauch sinkt Porsche 911-Topmodelle mit mehr Turbo-Power

Der Porsche 911 Turbo S greift nun auf 580 PS zurück.
Der Porsche 911 Turbo S greift nun auf 580 PS zurück. © Porsche

Porsche verstärkt die Leistung bei seinen Topmodellen der 911-Baureihe. Dank Turbo-Power stehen nun 20 Pferde mehr zur Verfügung und der Sprint beim Turbo S ist in weniger als drei Sekunden absolviert.




Porsche legt noch einen drauf. Die beiden Spitzenmodelle der 911-Baureihe erhalten ein Plus von 20 PS bei einem Minderverbrauch von 0,6 Litern. Premiere feiern die beiden Straßenboliden auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit im kommenden Januar.


Porsche 911 Turbo S in 2,9 Sekunden auf 100

Der 3,8-Liter-Boxer entwickelt nun mindestens 397 kW/540 PS - 20 PS mehr als zuvor. Das stärkere Turbo-S-Modell kommt nach dem Lifting auf 427 kW/580 PS, ebenfalls ein Plus von 20 PS. Der Leistungszuwachs resultiert aus geänderten Einlasskanälen im Zylinderkopf, neuen Einspritzdüsen und höherem Kraftstoffdruck. Beim Turbo S gibt es außerdem neue Turbolader mit größeren Verdichtern.

In beiden Fällen schlägt der Kraftzuwachs messbar auf die Fahrleistungen durch. Die schwächere Version sprintet in 3,0 statt in 3,4 Sekunden von null auf Tempo 100, die stärkere in 2,9 statt 3,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit steigt um fünf auf 320 km/h, beziehungsweise um zwölf auf 330 km/h. Der Normverbrauch sinkt indes um 0,6 Liter: Der Turbo soll 9,1, der Turbo S 9,3 Liter auf 100 Kilometern benötigen. Grund für den geringeren Durst sind laut Hersteller vor allem Modifikationen an Motor- und Getriebesteuerung.

Porsche 911 Turbo ab 174.669 Euro

Änderungen gibt es auch beim Fahrwerk. Neu ist zum Beispiel ein weiterer Sportmodus für das ESP, der die Eingriffsschwelle weiter in Richtung Grenzbereich verschiebt. Unabhängig davon, welches Fahrprogramm gerade gewählt ist. Die adaptiven Dämpfer sollen zudem eine größere Spannbreite von Komfort bis zu extremer Sportlichkeit abdecken.

Die optischen Überarbeitungen fallen dezent aus. So gibt es leichte Änderungen und neue LED-Lichter an der Front, umgestaltete 20-Zoll-Räder und dreidimensional wirkende Heckleuchten. Außerdem präsentiert sich der Heckdeckel nun dreiteilig und mit neu angeordneten Lamellen. Im Cockpit findet sich unter anderem ein neues Lenkrad im Stil des Supersportwagens 918. Dazu gibt es ein überarbeitetes Infotainment-System mit Online-Navigation und verbesserter Smartphone-Einbindung.

Die Preise steigen mit dem Facelift. Für das Turbo Coupé werden 174.669 Euro fällig, für das Turbo S Coupé 202.872 Euro. Bislang lagen die Modelle bei rund 165.000 Euro und 197.000 Euro. Die Cabrio-Versionen kosten 187.759 Euro beziehungsweise 215.962 Euro. (AG/SP-X)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Neuwagen



Mehr zur Marke Porsche

Alfa Romeo Spider im TrendWertentwicklung von Young- und Oldtimern: Geheimtip Saab

Der Saab 900 der ersten Generation wird in den kommenden Jahren enorm an Wert zulegen. Dagegen scheint die Preisexplosion bei luftgekühlten Porsche-Modellen vorbei zu sein.


Prognosen bleiben unverändertVW-Hauptaktionär Porsche SE steigert Gewinn um 49 Prozent

Die Porsche SE hat vom Aufschwung bei Volkswagen profitiert. So stieg das Konzernergebnis nach Steuern um 49 Prozent auf 986 Millionen Euro an.


Jubiläum der Sportwagen-IkonePorsche macht 911er zum Millionär

In Zuffenhausen rollt der einmillionste Porsche 911 vom Band. Das in Grün gehaltene Jubiläumsmodell spannt dabei den Bogen von 1963 bis heute.



Mehr aus dem Ressort

Der neue BMW 8 wird ab 2018 das 6er Coupé ablösen
Serienmodell ab 2018BMW Concept 8 Series: Comeback in der Coupé-Oberklasse

BMW gibt auf dem Concorso d‘Eleganza einen Ausblick auf das neue Coupé der Oberklasse. Das Concept 8 Series wird das Sechser-Coupé beerben, die sportliche Variante eine Rückkehr nach Le Mans vorbereiten.


Mercedes frischt die S-Klasse auf
Facelift der Luxus-LimousineMercedes S-Klasse mit Abstandhaltern zur Konkurrenz

Das Beste oder nichts heißt der Slogan von Mercedes-Benz. Mit der Überarbeitung der S-Klasse sollen die beiden jüngeren Konkurrenten aus dem Freistaat Bayern auf Distanz gehalten werden.


Nissan hat den Micra völlig neu aufgestellt
Drei Motoren zur AuswahlNissan Micra erhält neuen Einstiegsbenziner

Nissan setzt einen vorläufigen Schlussstrich unter das Motorenangebot des Micra. Der neue Einstiegsbenziner komplettiert das Motorentrio des Kleinwagens – vorerst.