Deutscher Automarkt weiter rückläufig

Opel mit starkem Zuwachs

Das SUV-Segment boomt. Das merkt auch der Opel Mokka, der sich für die GM-Tochter zu einem wahren Bestseller entwickelt.
Opel ist in Deutschland im Aufwind. © Opel

Die Kaufzurückhaltung bei Neuwagenhält in Deutschland weiter an. Dabei verzeichnete Opel den kräftigsten Zuwachs der deutschen Marken, Ford, Porsche, Mercedes und Audi blieben dezent im Plus.

Der deutsche Automarkt befindet sich weiter auf Talfahrt. Zwar wurden mit 247.199 verkauften Einheiten im September die Werte des Vorjahresmonats fast erreicht, unterm Strich blieb aber ein Minus über 1,2 Prozent, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit. Nach neun Monaten liegt der Markt mit glatten sechs Prozent im roten Bereich.

Opel mit starkem Zuwachs

Mit 13,2 Prozent wies dabei Opel den stärksten Zuwachs unter den deutschen Herstellern auf. Auch Ford und Porsche mit 1,2 Prozent blieben ebenso wie Mercedes (+0,9 Prozent) und Audi (+0,7 Prozent) schrieben schwarze Zahlen. Dagegen brach der Absatz bei der BMW-Tochter mit 33,8 Prozent ein. Auch bei Smart gab es mit einem Minus über 6,6 Prozent ebenso rückläufige Tendenzen wie bei BMW (-3,9 Prozent) und VW (-2,2 Prozent). Die Wolfsburger bleiben aber mit einem Neuzulassungsanteil von 20,3 Prozent im September die zulassungsstärkste Marke.

Bei den Importeuren baute Skoda seinen Vorsprung an der Spitze mit 6,5 Prozent aus. Dank einer Steigerung von 18,7 Prozent folgt Hyundai mit einem Marktanteil über 4,0 Prozent auf dem zweiten Rang. Der jahrelange Importeursprimus Renault nimmt mit einem Marktanteil über 2,9 Prozent den letzten Platz auf dem Podium ein.

Kleiner Aufschwung bei Elektrofahrzeugen

Mit einem Segmentanteil von 25,7 Prozent ist die Kompaktklasse immer noch am stärksten vertreten, musste aber auch Abstriche machen. Denn als einzige Segmente konnten die SUVs mit 4,6 Prozent sowie die Wohnmobile mit 2,9 Prozent nach den ersten neun Zulassungsmonaten Zuwächse vermelden.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im September 2013 Elektrofahrzeuge stark nachgefragt. Hier gibt es zwar ein Plus über 197,2 Prozent, doch letztendlich bekamen nur 532 Elektro-Pkw neue Eigentümer, was einem Anteil von 0,2 Prozent an den Neuzulassungen bedeutet. Ebenso in der Nische befindet sich weiterhin der Erdgasantrieb, auch wenn 713 neu zugelassene Erdgas-Pkw ein Plus von 77,8 Prozent bedeuteten. Insgesamt ging der CO2-Ausstoß um 3,7 Prozent zurück.

Dagegen verzeichnete der Gebrauchtfahrzeugmarkt mit 653.080 verkauften Einheiten ein Plus über 6,6 Prozent. Wie bei den Neuzulassungen waren auch gebrauchte Kraftomnibusse stark nachgefragt und erzielten ein Plus über 36,1 Prozent. (AG/TF)