2. März 2016

Mini und Smart im Minus Deutscher Automarkt weiter im Aufwind

Der Astra trieb das Wachstum bei Opel kräftig voran
Der Astra trieb das Wachstum bei Opel kräftig voran © Opel

Der Automarkt in Deutschland hat seine Fahrt beschleunigt. Besonders Opel, Mercedes, Ford und Audi legten im zweiten Monat des Jahres kräftig zu.




Der deutsche Automarkt hat im Februar deutlich zugelegt. 250.302 Neuzulassungen bedeuteten ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit.

Bis auf die Oberklasse mit einem Minus von 2,2 Prozent lagen alle Segmente über dem Strich, die Sportwagen mit 42,7 Prozent, Wohnmobile mit 39,2 Prozent und SUV mit 33,2 legten dabei am meisten zu. Der Dieselanteil lag bei 47,2 Prozent, die Benziner bei 50,9 Prozent. 751 Batterieelektrische Pkw wurden zugelassen, darunter allein 91 Tesla, was einen Sprung von 250 Prozent gegenüber dem Februar 2015 bedeutet, sowie 3532 Hybride, darunter 1239 Plugin-Hybride.


Auto des Jahres 2016 treibt an

Von den deutschen Marken legten Opel, Mercedes, Ford und Audi zweistellig zu. Die Rüsselsheimer konnten ihren Absatz gleich um 28,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern und kommen damit auf einen Marktanteil von 7,7 Prozent, dem höchsten Februar-Wert seit 2012. Besonders der neue Astra - am Montag erst zum "Auto des Jahres" gekürt, trieb das Wachstum voran. „Nach einem ohnehin schon guten Januar haben wir im Februar noch stärker zugelegt. Der neue Opel Astra, das europäische Auto des Jahres 2016, kommt hervorragend an und verzeichnet im Februar ein Plus von 84 Prozent“, sagte Opel Deutschland-Chef Jürgen Keller.

Mercedes legte um 23,3 Prozent zu und liegt damit 0,4 Prozentpunkte hinter Audi, die mit einem Absatzplus von 14,5 Prozent die Premium-Spitze verteidigten. Ford wuchs um 16,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, musste bei einem Marktanteil von 71, Prozent den zuvor direkten Kontakt zu Opel abreißen lassen.

VW und Skoda auf dem Thron

Dagegen scheint sich Volkswagen wieder zu fangen. Mit 52.282 Neuzulassungen verließen 4,3 Prozent mehr Pkw die Höfe als im Februar 2015. Nach zwei Monaten liegen die Wolfsburger aber immer noch mit 2,4 Prozent im Minus, behalten mit einem Marktanteil von 20,8 Prozent die unangefochtene Führung in Deutschland. Mini mit sieben und Smart mit zwei Prozent lagen als einzige deutsche Marken im Minus.

Bei den Importeuren legten im kleinen Zahlenbereich Jaguar mit 96,5 Prozent, Ssangyong mit 66,7 Prozent und Honda mit 60,5 Prozent am besten zu. Die Importeurspitze behauptet weiter unangefochten Skoda. Die tschechische VW-Tochter kommt auf einen Marktanteil von 5,9 Prozent. Renault mit einem Marktanteil von glatten drei Prozent und Hyundai mit 2,9 Prozent folgen auf den Plätzen. (AG)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Opel

Synergien für den Grandland XErste IAA unter französischer Flagge: Bonjour Opel

Opel feiert auf der IAA in Frankfurt seine Premiere als Teil des PSA-Konzerns. Opel-Chef Michael Lohscheller betonte, dass die Marke mit dem Blitz ein deutsches Traditionsunternehmen bleibe.


Sportlicher Mittelklasse-KombiOpel Insignia GSi auch als Sports Tourer

Opel stellt der Limousine des Insignia GSi nun auch die Kombivariante zur Seite. Beide sportlichen Mittelklassemodelle kommen im November auf den Markt.


Dritte Personen-Variante des TransportersOpel wandelt Vivaro in Freizeitmobil um

Nach dem Tourer und Combi+ schickt Opel eine dritte Personenvariante des Vivaro ins Rennen. Als Vivaro Life bietet der Transporter die Möglichkeit zur Übernachtung.



Mehr aus dem Ressort

VW Auspuff Diesel
Verpflichtende UmrüstungVW-Kunden sollten auf Gewährleistungsansprüche achten

Kunden von VW sollten sich mit Blick auf die verpflichtenden Umrüstungen im Abgasskandal ihre Gewährleistungsansprüche sichern. Darauf macht die Verbraucherzentrale Sachsen aufmerksam.


Streit eskaliertHändler fühlen sich von VW im Stich gelassen

Die VW- und Audi-Händler liegen mit dem Autobauer im Streit. Sie fühlen sich wegen der Dieselkrise im Stich gelassen.


Renault-Nissan-Präsident Carlos Ghosn
Neue Strategie «Alliance 2022»Renault-Nissan-Allianz strebt in Richtung weltgrößter Autohersteller

Die Renault-Nissan-Allianz will bis 2022 14 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Gemeinsam mit Mitsubishi sollen in diesem Zeitraum zehn Milliarden Euro an Synergien pro Jahr eingespart werden.