Opel legt Zukunftsplan vor

Nach Übernahme durch PSA

Zentrale von Opel in Rüsselsheim.
Zentrale von Opel in Rüsselsheim. © dpa

Nach der Übernahme durch den PSA-Konzern legt Opel seinen Zukunftsplan vor. Der Rüsselsheimer Autobauer hält damit die beim Vertragsabschluss hierfür vorgesehene Frist von 100 Tagen ein.

Der vom französischen PSA-Konzern übernommene Autohersteller Opel verliert auf seinem Sanierungskurs keine Zeit. Der neue Chef Michael Lohscheller will seinen «Zukunftsplan» am kommenden Donnerstag in Rüsselsheim vorstellen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit wird die beim Vertragsabschluss Anfang August angekündigte Frist von 100 Tagen eingehalten.

PSA-Chef Tavares nimmt teil

An der Veranstaltung soll auch PSA-Konzernchef Carlos Tavares teilnehmen, der dem verlustreichen Unternehmen strenge Renditeziele gesetzt und die mangelhafte Produktivität der Opel-Werke scharf kritisiert hat. In der Zwischenzeit hat Tavares zudem eine neue Elektro-Strategie angekündigt, die auf Plattformen und Plug-In-Hybriden aus der PSA-Entwicklung basiert. Der noch unter dem alten Mutter-Konzern General Motors entwickelte Elektrowagen «Ampera-E» soll dabei keine Rolle spielen.

Erwartet werden auch Aussagen zur Zukunft der rund 38.000 Arbeitsplätze in Europa, von denen zumindest die rund 19 000 in Deutschland bis Ende des kommenden Jahres tarifvertraglich geschützt sind. Experten wie der Leiter des Car-Instituts der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer, rechnen mit dem Abbau tausender Jobs in den Werken wie auch in dem Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, das bei einer engeren Zusammenarbeit mit den PSA-Ingenieuren weniger Aufgaben erhalten könnte. Tavares hat allerdings angekündigt, die Rüsselsheimer Ingenieure «zu 110 Prozent» auszulasten. (dpa)

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