12. März 2016

Start-Up gekauft GM beschleunigt Entwicklung von autonomen Autos

GM-Präsident Dan Ammann (rechts) mit den Gründern von Cruise Automation.
GM-Präsident Dan Ammann (rechts) mit den Gründern von Cruise Automation. © General Motors

General Motors treibt die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen voran. Mit dem Kauf des Start-Up-Unternehmens Cruise Automation sieht sich die Opel-Mutter technologisch im Vorteil.




Die Opel-Mutter General Motors will die Entwicklung ihrer selbstfahrenden Autos mit dem Kauf eines Start-ups aus San Francisco beschleunigen. Die 2013 gegründete Firma Cruise Automation entwickelte zunächst Nachrüst-Bausätze, die herkömmliche Autos zu selbstfahrenden Fahrzeugen machen. „Voll autonome Fahrzeuge bringen unseren Kunden enorme Vorteile. Sie profitieren bei ihren täglichen Fahrten von höherem Komfort, geringeren Kosten und einer verbesserten Sicherheit“, sagt GM President Dan Ammann.

Die erste Version zum Preis von 10.000 Dollar mit einem Sensor-Block fürs Auto-Dach war für Audi-Modelle gedacht. Danach habe das Unternehmen aber die Geschäftsidee geändert und sich grundsätzlich auf die Entwicklung von Technologie zum autonomen Fahren konzentriert, sagte Mitgründer und Chef Kyle Vogt dem Technologieblog "The Verge". Über die Fortschritte wurde nichts bekannt.


GM gründet neue Entwicklungssparte

GM-Manager Mark Reuss erklärte jetzt aber ohne nähere Details, der Zukauf verschaffe dem Autoriesen "einen einzigartigen technologischen Vorteil". Der Standort von Cruise in San Francisco soll erhalten bleiben.

Bereits zu Jahresanfang hatte GM mit der Mitfahrplattform Lyft eine strategische Partnerschaft gegründet. Unter der Marke Maven wird in einigen US-Städten eine eigene Car-Sharing-Flotte betrieben. Zudem hat der einstmals größte Automobilbauer eine neue Sparte für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge aufgestellt.

Die Autobauer liefern sich gerade einen Wettstreit bei der Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge. Experten rechnen damit, dass sie zum Jahr 2020 regulär auf die Straßen kommen dürften. (AG/dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Autonomes Fahren



Mehr zur Marke Opel

Technisch verwandt mit Peugeot 3008Opels drittes X: Grandland X feiert Premiere auf der IAA

Opel fährt auf der IAA in Frankfurt im Herbst das bisher größte Mitglied der X-Familie vor. Der Grandland X ist weniger auf das Gelände als für Fahrten auf dem Boulevard vorgesehen.


Betriebsversammlungen an deutschen StandortenNach Übernahme: Opel bündelt europäische Geschäfte

Opel organisiert sich nach der vollzogenen Übernahme durch PSA Peugeot Citroen neu. Wie es nach dem Auslaufen der Job- und Standortgarantien aussehe, ist noch nicht klar – Optimismus herrscht aber vor.


Spitzenrunde in BerlinTavares verspricht Einhaltung der Opel-Garantien

PSA-Chef Carlos Tavares hat in Berlin versichert, bei der Übernahme von Opel die Standort- und Jobgarantien zu übernehmen. Was nach den bis Ende 2018 geltenden Tarifverträgen geschehe war nicht Thema des Treffens mit deutschen Politikern.



Mehr aus dem Ressort

GM Detroit Opel neu Aufmacher dpa
Im Silicon ValleyGM investiert in Entwicklungszentrum für Roboterautos

General Motors investiert 13 Millionen Euro in ein Entwicklungszentrum für Roboterautos im Silicon Valley. Dort sollen in den kommenden fünf Jahren 1100 Mitarbeiter eingestellt werden.


Domino schickt die Pizza autonom zum Kunden
In AmsterdamRoboter liefert aus: Einmal Pizza Autonomi

Eine Pizzakette liefert in Amsterdam die Bestellungen per selbstfahrenden Roboterwagen aus. Auch in Deutschland soll ein Versuch gestartet werden.


Autonomes Fahren
Unfallzahlen sinkenRoboterautos auch bis Ende 2030 kein Alltag

Der Weg ins autonome Fahren ist ein langer. Experten der Versicherungsbranche glauben nicht, dass Roboterautos auch Ende des nächsten Jahrzehntes zum Alltag auf deutschen Straßen gehören werden. Dafür werden die Unfallzahlen sinken.