10. Januar 2017

46.000 Fahrzeuge mehr verkauft Opel mit bestem Absatz seit 2011

Der neue Opel Astra legte um 25 Prozent zu
Der neue Opel Astra legte um 25 Prozent zu © Opel

Opel/Vauxhall hat 2016 den besten Absatz seit 2011 erzielt. Und auch auf das gerade begonnene Jahr sehen die Verantwortlichen aufgrund der Modelloffensive sehr zuversichtlich.




Opel/Vauxhall hat im vergangenen Jahr den Absatz auf den höchsten Wert seit 2011 gebracht. Rund 1,16 Millionen Einheiten wurden in Europa verkauft, was einem Zuwachs von 46.000 mehr verkauften Fahrzeugen oder gut vier Prozent entspricht, wie der Hersteller aus Rüsselsheim mitteilte.

„In einem schwierigen Umfeld haben wir uns 2016 gut behauptet und unsere Verkäufe weiter gesteigert“, sagte Opel-Vertriebschef Peter Christian Küspert.


Brexit macht zu schaffen

Auch wenn Opel das Verkaufsvolumen in 18 von 22 Einzelmärkten steigern konnte, blieb der Marktanteil am europäischen Gesamtfahrzeugmarkt bei nahezu unveränderten 5,73 Prozent. Opel macht dafür die Brexit-Entscheidung verantwortlich, die deutlich geringere Verkäufe im Königreich nach sich zog.

Das meist verkaufte Modell des Unternehmens war der Astra. Das „Auto des Jahres“ wurde 285.000 Mal in Kundenhand übergeben, was einem Anstieg über 25 Prozent entspricht.

Sieben neue Opel-Modelle in 2017

Opel setzt auf X
Opel setzt auf X © Opel

Von den Neuen wird auch 2017 einiges erwartet. Inmitten der größten Modelloffensive mit 29 neuen Modellen zwischen 2016 und 2020 kommen in diesem Jahr sieben Neulinge auf den Markt. Neben der neuen Generation des Insignia als fünftürige Limousine, als Kombi sowie als Crossover-Version sollen auch der Crossland X und Grandland X für Zuwachs im trendigen CUV-Segment (Crossover Utility Vehicle) sorgen.

Mehr als Imageträger denn Volumenmodell wird der Ampera-e ab Frühjahr mit 500 Kilometern Reichweite neue Akzente im Bereich der Elektromobilität setzen. Zudem kommt eine neue Variante des leichten Nutzfahrzeugs Vivaro auf den Markt.

„Wir blicken zuversichtlich auf das Jahr 2017, in dem wir dank unserer Produktoffensive mit attraktiven, neuen Modellen unseren Wachstumskurs fortsetzen werden. Insbesondere durch unsere Modelle Crossland X und Grandland X werden wir uns im stark wachsenden CUV-Segment hervorragend aufstellen“, so Küspert weiter. (AG/TF)




Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Opel

Mögliche Übernahme von Opel/VauxhallBetriebsräte begrüßen klares Bekenntnis von PSA

Im Zuge der möglichen Übernahme von Opel/Vauxhall durch PSA Peugeot Citroen wollen die Betriebsräte gemeinsam für gute Bedingungen eintreten. Zugleich schickten die Arbeitnehmervertreter Grüße an die Opel-Mutter.


Tavares versprichtPSA will Opel nicht zu französischem Autobauer machen

Opel soll auch nach einer möglichen Übernahme ein deutsches Unternehmen bleiben. Das versprach PSA-Chef Carlos Tavares bei der Vorlage der Jahreszahlen in Paris. Schließlich würde es Kunden geben, die kein französisches Auto fahren wollten.


Nach Gesprächen mit PSA-SpitzeOpel-Arbeitnehmervertreter vertrauen Tavares Aussagen

PSA-Chef Carlos Tavares will im Zuge einer möglichen Übernahme Opel als eigenständiges Unternehmen belassen. Auch die bestehenden Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern sollten unangetastet bleiben.



Mehr aus dem Ressort

Mini BMW Oxford Fabrik
Wegen BrexitBMW überdenkt Produktionsstandort für Elektro-Mini

BMW denkt über eine Verlegung der Produktion des elektrischen Mini aus dem Stammwerk im britischen Oxford nach. Mögliche Zölle als Folge des Brexit könnte die BMW-Tochter auf diesem Weg umgehen.


Gehaltsobergrenzen für Topmanager VW-Chef muss sich zukünftig mit 10 Millionen Euro begnügen

Der VW-Aufsichtsrat hat Obergrenzen für seine Topmanager beschlossen. Danach soll der Vorstandschef maximal zehn Millionen Euro verdienen, die Vorstände maximal 5,5 Millionen. Dafür wird das Grundgehalt deutlich angehoben.


Matthias Müller
Sitzung des AufsichtsratsManagerbezüge stehen bei VW auf dem Prüfstand

Der Aufsichtsrat des VW-Konzerns berät an diesem Freitag über eine Reform des Vergütungssystems bei dem Autobauer. Der Vorstandschef soll demnach nur noch zehn Millionen Euro jährlich kassieren. Es wird aber auch noch wegen anderen Themen spannend.