14. Februar 2017

Elektroauto schafft 520 Kilometer NEFZ zertifiziert Reichweite des Opel Ampera-e

Offiziell kommt der Opel Ampera-e 520 Kilometer weit Fotos ▶
Offiziell kommt der Opel Ampera-e 520 Kilometer weit © Opel

Opel kann beim Ampera-e jetzt mit einer offiziellen Reichweite aufwarten. Zudem offerieren die Rüsselsheimer für das Elektroauto eine neu entwickelte App für die Fern-Beziehung zum Fahrzeug.




Opel kann nun offiziell die Reichweite des Ampera-e anpreisen. Das Elektroauto wurde von Neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) zertifiziert und schaffte auf der Rolle 520 Kilometer mit einer Ladung.

„Wir bringen mit dem Ampera-e ein hundertprozentig alltagstaugliches Elektroauto auf den Markt. Der Ampera-e ist kein Öko-Luxus, kein Spielzeug, kein reiner Zweitwagen“, sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann.


Batterie im Unterboden

Der 4,17 Meter lange Stromer, der bereits in Norwegen seit dem Marktstart am 14. Dezember über 3400 Mal bestellt wurde, bleibt auch bei den Messungen nach dem Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure (WLTP) mit 380 Kilometern voll alltagstauglich.

Angetrieben wird der Ampera-e von einer aus 288 Zellen bestehenden Lithium-Ionen-Batterie mit 60 kWh, die im Unterboden angebracht ist und über eine Garantie über acht Jahre und 160.000 Kilometer verfügt. Zudem engt die Batterie nicht den Platz im Kofferraum ein, sodass zwischen 381 und 1274 Liter hineinpassen.

Opel Ampera-e in 3,2 Sekunden auf Tempo 50

Zu Ladezeiten an der heimischen Steckdose macht Opel noch keine Angaben, an einer öffentlichen 50 kW-Gleichstromladesäule lassen sich 150 Kilometer Reichweite in nur 30 Minuten nachladen, wie der Hersteller mitteilte.

Für die Fahrt greift der 150 kW/204 PS starke Ampera-e auf 360 Newtonmeter Drehmoment zurück, mit denen die ersten 50 Meter innerhalb von 3,2 Sekunden bewältigt werden. Bis Tempo 100 sollen lediglich 7,3 Sekunden vergehen. Doch der kontinuierlich beherzte Tritt aufs Strompedal kostet natürlich Reichweite.

Neue App kontrolliert aus der Ferne

Zahlreiche Fahrassistenten tragen zur Sicherheit bei. Ein 10,2 Zoll großer Farbmonitor beherbergt neben dem Infotainment-System IntelliLink-e auch die Smartphone-Anbindungen. Und das Telematiksystem OnStar darf natürlich auch nicht fehlen.

Ganz neu dabei ist die myOpelApp, mit der Ampera-e-Besitzer auch aus der Ferne – wie bei allen Opel-Modellen mit Opel OnStar an Bord – die Kontrolle über ihr Auto behalten. So kann das Fahrzeug aus der Ferne vorgeheizt oder die Fahrtroute mit Stopps an der Ladesäule schon vor der Fahrt eingegeben werden. (AG/TF)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Elektro



Mehr zur Marke Opel

Friedhelm Engler, Design-Vorausentwicklung Opel«Für junge Designer ist das wie Candy-Shop»

Der Wandel der Automobilindustrie in Richtung Elektromobilität verschafft den Designern einen enormen Freiraum. Im Interview mit der Autogazette spricht der Opel-Design-Direktor Friedhelm Engler über die Priorität des Innenraums und unspannende Leistungsgedanken.


Doppelfunktion für KüspertOpel legt Marketing und Vertrieb zusammen

Nach dem Abschied von Marketingchefin Tina Müller wird Opel-Vertriebschef Peter Küspert diese Aufgabe zusätzlich übernehmen. Die Managerin wechselt zu Douglas.


Wechsel zu ParfümerieketteMarketing-Vorstand Tina Müller verlässt Opel

Marketing-Vorstand Tina Müller verlässt Opel. Auch das Aufsichtsratsmandat beim Pharma-Hersteller Stada legte die 49-Jährige nieder. Müller übernimmt den Vorstandsvorsitz bei einer Parfümeriekette.



Mehr aus dem Ressort

Der hinten fahrende Lkw ist führerlos
Oberleitung und PlatooningVW-Nutzfahrzeuge auf dem Weg in die elektrische Zukunft

Auch bei den Nutzfahrzeugen wird der Weg in die Elektromobilität gelegt. Die Nutzfahrzeugsparte von VW sowie deren Konzernmarken haben diverse Pfeile im Köcher.


Elektroauto
Porsche, BMW, Daimler und FordDeutsche Autohersteller bauen eigene Ladestationen

Mit einem Gemeinschaftsunternehmen wollen deutsche Autohersteller die Elektromobilität in der Heimat vorantreiben. Zunächst sind europaweit 400 Ladestationen geplant, von denen die ersten noch 2017 installiert werden sollen.


Ladestation Elektroauto
Forderung nach AusbauDeutschlandweit 10.700 Ladepunkte für Elektroautos

Die Ladeinfrastruktur in Deutschland für Elektroautos ist lückenhaft. Derzeit gibt es nur 10.700 öffentliche Ladepunkte. Der BDEW forderte einen schnellen Ausbau