24. Februar 2015

Zuverlässiges Mini-SUV Nissan Juke: Auch gebraucht polarisierend

Der Nissan Juke fällt einfach auf.
Der Nissan Juke fällt einfach auf. © AG/Flehmer

Auch als Gebrauchtwagen hat der Nissan Juke nichts von seiner Extravaganz verloren. Auch bei der Qualität weiß der kleine Crossover vier Jahre nach Markteinführung zu überzeugen.




Mit dem Juke hatte Nissan 2010 den Trend zu immer kleineren SUVs früh erkannt. Mittlerweile boomt das Segment der hochbeinigen Autos auf Kleinwagenbasis und Nissan verbucht den Juke als Erfolg. Das Design kann man getrost als mutig bezeichnen, wie auch die Tatsache, dass er sich mit seinem recht spärlichen Platzangebot praktischen Erwägungen eher verschließt. Zuverlässig aber ist der kleine Crossover.


Nissan Juke mit nur wenigen Pannen

Die meisten Juke mussten bislang erst einmal zur Hauptuntersuchung (HU) vorfahren, und bei der haben die Prüfer laut dem «TÜV Report 2015» wenig zu mäkeln. Das Fahrwerk zeigt sich solide, Lenkung, Fußbremse oder Beleuchtung sind auch weitgehend fehlerfrei. Weniger schön: Der Ölverlust am Motor liegt nach zwei bis drei Jahren etwas höher als bei anderen Fahrzeugen gleichen Alters.

Öfter mal liegenzubleiben - darum müssen sich Juke-Fahrer im Allgemeinen auch keine Sorgen machen. Der ADAC notiert nur wenige Pannen. Wenn die Helfer doch einmal ausrücken mussten, dann bei Modellen bis zum Baujahr 2012, wo die Batterien keinen Saft mehr hatten. Einen Rückruf gab es Anfang 2012, weil der Ladedrucksensor bei Dieseln der Baujahre 2010 bis 2011 Startprobleme verursachen konnte. Im März 2014 wurden Diesel-Juke des Bauzeitraums November 2009 bis Juli 2010 wegen Problemen am Steuerriemen in die Werkstatt beordert.

Crossover-Form birgt Nachteile für Nissan Juke

Das Design des Juke sticht ohne Frage heraus im Straßenbild. Doch die Form des Crossovers mit kleiner Fahrerkanzel, ausladenden Kotflügeln und knappen Fensterflächen hat auch Nachteile. So ist die Übersicht in alle Richtungen nicht besonders gut, auch das Platzangebot auf der Rückbank ist überschaubar. Das Kofferraumvolumen immerhin wuchs beim Facelift im Sommer 2014 bei den Fronttrieblern von 251 auf 354 Liter.

Die Aggregate des Juke stellen zwischen 69 kW/94 PS und 147 kW/200 PS bereit. Das Diesel-Angebot ist dabei auf eine Variante beschränkt, die 81 kW/110 PS aus 1,5 Litern Hubraum schöpft. Anders als bei den Benzinern gibt es den Diesel nicht in Kombination mit Allradantrieb. Wobei Nissan diese Option auch nur für die starken Ottomotoren mit 140 kW/190 PS und 147 kW/200 PS anbietet und sie immer an ein stufenloses Automatikgetriebe koppelt.

Nissan Juke ab rund 9000 Euro

Frühe Benziner wie der Juke 1.6 Visia mit 86 kW/117 PS sind laut Schwacke ab etwa 9150 Euro erhältlich. Dafür bekommt man laut den Marktbeobachtern ein Exemplar von 2010 mit rund 58.000 Kilometern auf dem Tacho. Nicht viel teurer ist ein Juke 1.6 DIG-T Acenta mit ähnlicher Laufleistung desselben Baujahrs. Hier gibt Schwacke 9900 Euro als Richtpreis an. Das ab 2013 erhältliche Einstiegsmodell mit 69 kW/94 PS kostet in der Ausstattung Visia Plus etwa 11.300 Euro (22.000 Kilometer).

Für einen Diesel-Juke von 2010 zahlt man laut Schwacke 11.450 Euro, wenn er die Tekna-Ausstattung hat und rund 85.000 Kilometer auf dem Zähler. Ein Juke 1.5 dCi Visia Plus von 2013 ist mit 12.550 Euro gelistet (36.550 Kilometer). Das Topmodell Juke Nismo mit 147 kW/200 PS, Allradantrieb und stufenloser Automatik kostet noch rund 19.250 Euro (22.000 Kilometer).

Wer es ganz sportlich möchte, kann beim gerade erst nachgeschärften Topmodell zugreifen. Der Juke Nismo RS erhielt bis zu 18 PS mehr. (AG/dpa/tmn)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Gebrauchtwagen



Mehr zur Marke Nissan

Nach Skandal um SicherheitschecksNissan-Chefs verzichten auf Teil ihres Gehalts

Das Vorgehen ist nicht überall üblich. Nach einem Skandal um Sicherheitschecks bei Nissan stellen sich die Mitglieder der Chefetage der Verantwortung – auch im finanziellen Bereich.


Premiere des Elektroautos in TokioNeuer Nissan Leaf teilautonom unterwegs

Nissan verknüpft mit dem neuen Nissan Leaf die Elektromobilität mit dem autonomen Fahren. Zudem erhöhten die Japaner die Reichweite des bislang meist verkauften Elektroautos.


Premiere am 6. SeptemberNissan Leaf mit intelligentem Pedal

Der neue Nissan Leaf wird nicht nur mit erhöhter Reichweite ab September vorfahren. Das Elektroauto kann auch mit nur einem Pedal auskommen.



Mehr aus dem Ressort

Ein BMW X3 der ersten Generation
SUV startete 2003Zwei Generationen BMW X3: Großer Wurf mit kleinen Schwächen

Während in diesen Tagen die dritte Generation des BMW X3 auf den Weg gebracht wird, bieten sich auch die ersten beiden Auflagen an. Das an sich solide SUV leidet allerdings an kleinen typischen Schwächen.


Audi schickt noch in diesem Jahr den neuen TT RS ins Rennen. Dabei flossen zahlreiche Gene in den leistungsmäßig verstärkten Sportwagen.
Musterknabe beim TÜVAudi TT: Nicht nur schön, auch zuverlässig

Der Audi TT ist nicht nur ein schickes Auto, sondern es ist als Gebrauchter auch ein zuverlässiges. Beim TÜV ist er unauffällig.


Der Kia Sportage weist schon früh Mängel auf
SUV mit frühen MängelnKia Sportage: Zweifelhafte Tradition

Der Kia Sportage hat sich im Laufe seiner Jahre zum astreinen SUV gewandelt. Seine zahlreichen Probleme sind aber auch bei jüngeren Modellen erhalten worden.