12. April 2017

Weltpremiere des GLC 63 S 4Matic+ Mercedes setzt auf die Kraft seiner SUVs

Das Mercedes-AMG GLC 63 S 4Matic Coupé und der GLC 63 Fotos ▶
Das Mercedes-AMG GLC 63 S 4Matic Coupé und der GLC 63 © Daimler

Daimler hat am Vorabend der New York Autoshow die Weltpremiere zweier neuer SUVs gefeiert: des Mercedes-AMG GLC 63 S 4Matic+ und des GLC 63 als Fünftürer und Coupé. Sie sollen die Verkäufe in diesem Segment weiter in die Höhe treiben – vor allem in den USA.




Von Frank Mertens

Mercedes eilt Monat für Monat zu neuen Absatzbestwerten. Entscheidenden Anteil an diesem Erfolgskurs haben die SUVs. Auf dieses Segment entfielen im Vorjahr fast ein Drittel des Gesamtabsatzes der Marke mit dem Stern. G, GLA, GLC, GLE und GLS samt der Coupés sind ein Verkaufsrenner bei den Kunden – und dieses Wachstum setzt sich auch in diesem Jahr unvermindert fort.

„Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres haben wir weltweit annähernd 190.000 Einheiten unserer SUVs abgesetzt, ein Zuwachs von 16 Prozent“, sagte Mercedes-Vertriebsvorstand Britta Seeger am Vorabend der heute beginnenden New York Motorshow. Dort gab Mercedes nicht nur einen Ausblick auf die neue S-Klasse (sie feiert in einer Woche in Shanghai ihre Weltpremiere), sondern stellte auch gleich zwei neue Performance-SUV als Fünftürer als auch als Coupé vor: den Mercedes-AMG GLC 63 4MATIC+ und den GLC 63 S 4MATIC+.


Sonderstellung im Segment

Wie es sich für Fahrzeuge aus Affalterbach gehört, nehmen sie im Segment der Midsize-Performance SUV eine Sonderstellung ein, wie AMG-Chef Tobias Moers sagte. Für diese Sonderstellung verantwortlich ist der „4,0-Liter-V8-Biturbomotor – der erste und einzige Achtzylinder im gesamten Segment“, wie der AMG-Chef hinzufügte. Er leistet im GLC 63 476 PS und bringt es auf ein Drehmoment von 650 Nm, in der S-Variante sind es 510 PS und 700 Nm.
Damit legen die beiden neuen Modelle den Sprint auf Tempo 100 in vier beziehungsweise 3,8 Sekunden zurück, bevor das Ende der Glückseligkeit bei abgeregelten 250 km/h erreicht wird.

„Damit bietet der GLC 63 herausragende Fahrleistungen unter allen Bedingungen - unterstützt von zahlreichen weiteren Hightech-Features, darunter unser AMG 9-Gang-Sportgetriebe sowie unser neu entwickelter Allrad-Antrieb“, so Moers. Zu erkennen ist der GLC 63 am AMG-Panamericana-Grill, der bislang der GT-Familie vorbehalten war.

„Essenz automobiler Freiheit“

Dietmar Exler, Britta Seeger und Tobias Moers (v.l.)
Dietmar Exler, Britta Seeger und Tobias Moers (v.l.) © Daimler

Für Vertriebschefin Seeger bilden die „neuen SUV von Mercedes-AMG die Essenz automobiler Freiheit und Unabhängigkeit. Unsere SUV zeigen, dass sich Mercedes-Benz außerhalb der ausgetretenen Pfade zuhause fühlt. Dieser Sinn für das Abenteuer ist einer der Gründe, warum Kunden unsere Marke so sehr schätzen“. Diese Wertschätzung ist besonders in den USA besonders groß. Hier machen die SUVs der Schwaben je nach Monat sogar zwischen 45 bis 50 Prozent am Gesamtabsatz aus, wie US-Chef Dietmar Exler im Gespräch mit der Autogazette sagte.

Besonders beliebt ist bei den US-Kunden dabei der GLC. Entsprechend verspricht sich der Länderchef von den beiden neuen Topmodellen einen weiteren Absatzschub – auch wenn der sich erst im kommenden Jahr bemerkbar machen dürfte. Die beiden neuen SUVs werden erst Ende des Jahres in den USA auf den Markt kommen. Doch auch ohne den GLC 63 ist Mercedes in den USA gut unterwegs. So konnte der Absatz im März mit rund 29.100 Einheiten um 3,3 Prozent gesteigert werden. Nach drei Monaten liegt der Zuwachs bei 4,5 Prozent. Vor diesem Hintergrund sieht sich der Länderchef in der Spur, in diesem Jahr ein neues Allzeithoch beim Absatz zu erreichen. Im Vorjahr hatte Mercedes in den USA 340.000 Einheiten abgesetzt, lag damit aber 0,8 Prozent unter dem Jahr 2015. Im Vergleich dazu kam die BMW Group auf über 365.000 Einheiten.

BMW stark unterwegs

Mit Blick auf die starke Performance von BMW im ersten Quartal mit 81.933 (+ 0,6 Prozent) an Kunden ausgelieferte Fahrzeuge wird es spannend, wer Ende des Jahres die Nase bei den Premiumanbietern vorn hat. Derzeit kommt Mercedes nach drei Monaten auf 79.141 Einheiten (plus 4,5 Prozent). Exler jedenfalls ist überzeugt, dass Mercedes Ende des Jahres vorn liegen wird. Man darf gespannt sein.

In den Spring Studios in NYC gab Mercedes auch einen ersten Ausblick auf die S-Klasse. Allerdings darf über das neue Flaggschiff der Stuttgarter noch nicht allzu viel geschrieben werden, denn die offizielle Weltpremiere findet erst in einer Woche in China statt, dem wichtigsten Markt des Aushängeschilds der Schwaben. Die neue S-Klasse soll neue Benchmarks beim Komfort, der Effizienz und vor allem dem autonomen Fahren sorgen. „Mit der umfangreichsten Modellpflege in der langen Geschichte der S-Klasse eröffnet der Erfinder des Automobils eine neue Dimension des Autofahrens“, verspricht Mercedes vollmundig.



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