21. März 2016

Neue Organisationseinheit Daimler vernetzt Lkw zum «Päckchen»

Daimler will die Lkw miteinander vernetzen
Daimler will die Lkw miteinander vernetzen © Daimler

Daimler will die Effizienz im Lkw-Verkehr steigern. Durch die Vernetzung werden nicht nur Wartezeiten minimiert, sondern kann auch der Verbrauch gesenkt werden.




Der Autohersteller Daimler will bis 2020 rund 500 Millionen Euro in Internettechnologien für Lastwagen investieren. "Zum 1. April gründen wir eine neue Organisationseinheit für Mercedes Benz Trucks mit 200 Mitarbeitern", kündigte Daimlers Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard am Montag in Düsseldorf an.

Dazu arbeiten etwa 100 Mitarbeiter beim US-System Detroit Connect. Daimler plane eine offene Plattform, an der sich auch andere Hersteller beteiligen können. Umsatzerwartungen konnte Bernhard nicht nennen, aber: "Das Geschäft ist heute schon profitabel."


Verbrauchssenkung dank "Päckchen"

Weltweit seien bereits 365.000 Fahrzeuge über Daimlers Systeme FleetBoard in Europa und Detroit Connect in den USA vernetzt. Sie können ihren Zustand, Standort, aber auch Beladung an Disponenten, Flottenbetreiber oder Werkstätten funken. Gleichzeitig erhalten die Fahrer Informationen über Verkehr und Wetter oder Rastplätze.

Die digitale Dauerbeobachtung soll mehr Effizienz bringen: "Ein Lastwagen fährt heute nur ein Drittel der Zeit, die übrige Zeit wartet er an Grenzen oder aufs Entladen", erläuterte Bernhard. In Europa seien 25 Prozent aller gefahrenen Lkw-Kilometer Leerfahrten. Durch die Übermittlung der Ankunftszeit ließen sich beispielsweise Wartezeiten beim Entladen oder in der Werkstatt senken. Am Montag führte Daimler vor, wie miteinander vernetzte Lastwagen "im Päckchen" fahren können. Sie können näher auffahren, dadurch verringert sich der Luftwiderstand und sie verbrauchen weniger Kraftstoff. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Mercedes

B-Klasse nur noch bis HerbstMercedes legt Elektro-Pause ein

Mercedes nimmt sein einziges rein elektrisches Fahrzeug aus dem Modellprogramm. Die Nachfolger des Stromers stehen schon fast bereit. Die Elektro-Pause füllt bis dahin Smart mit zwei Modellen.


Editions-Paket zum MarktstartMercedes E-Klasse Cabriolet kehrt an den Ursprung zurück

Mercedes hat das Cabrio der E-Klasse neu aufgelegt. Der vollwertige Viersitzer erinnert dabei an seinen Start vor 25 Jahren – allerdings mit neuster Technik und den dazu gehörigen Preisen.


Mittelklasse-SUV in zwei LeistungsstufenMercedes-AMG toppt GLC-Familie

Mercedes-AMG hat dem GLC mehr Power verliehen. Wie üblich gibt es auch für das Mittelklasse-SUV zum Marktstart ein Sondermodell.



Mehr aus dem Ressort

VW USA
Verstoß gegen UmweltrichtlinienUS-Justiz schreibt frühere VW-Manager zur Fahndung aus

Fünf frühere VW-Manager und Entwickler sind von der US-Justiz zur Fahndung ausgeschrieben worden. Ihnen wird wegen des Dieselskandals Betrug und Verstoß gegen Umweltvorschriften vorgeworfen.


Takata
Nach Spekulationen um InsolvenzantragTakata-Aktien brechen massiv ein

Nach Spekulationen um einen möglichen Insolvenzantrag sind die Aktien des japanischen Zulieferers Takata massiv eingebrochen. Das Unternehmen steht vor enormen Verbindlichkeiten.


Auf Druck von AnteilseignernUber-Chef Kalanick gibt Amt nach massiver Kritik auf

Eigentlich wollte sich Uber-Chef Travis Kalanick nur eine Auszeit nehmen. Doch nun ist der Manager nach massiver Kritik von seinem Amt zurück getreten.