2. Februar 2017

Pkw-Sparte brummt Daimler plant vorsichtig neues Rekordjahr

Daimler-Chef Dieter Zetsche vor einem Mercedes EQ Concept
Daimler-Chef Dieter Zetsche vor einem Mercedes EQ Concept © Mercedes

Die starke Pkw-Sparte von Mercedes hat im vergangenen Jahr die Verluste der Lkw-Sparte auffangen können. Auch in diesem Jahr rechnet Daimler mit einem Rekordjahr bei allerdings nur leichten Zuwächsen.




Das brummende Pkw-Geschäft dürfte das Wachstum des Autobauers Daimler auch in diesem Jahr stützen. Im Automobilgeschäft habe Daimler seine Zielrendite erreicht, sagte Finanzchef Bodo Uebber am Donnerstag in Stuttgart. «Und wir sind zuversichtlich, die bei Daimler erreichten Bestmarken im Jahr 2017 noch einmal nach oben entwickeln zu können.» Dennoch plant Daimler 2017 vorsichtig - mit einem leichten Absatz- und Umsatzplus und einem leichten Wachstum beim operativen Gewinn.

Schon im vergangenen Jahr steigerte der Konzern dank seiner starken Pkw-Sparte den Umsatz um drei Prozent auf 153,3 Milliarden Euro gesteigert. Das Wachstum bremste die Lkw-Sparte, die unter anderem in Nordamerika und Brasilien schwächelte. Unterm Strich verdiente der Konzern 8,5 Milliarden Euro, nach 8,4 Milliarden Euro im Vorjahr.


Hoffnungsträger E-Klasse

Der Autokonzern hatte im Vorjahr 2,2 Millionen Autos verkauft - ein Plus von knapp 12 Prozent. Im Oberklassesegment überholte Daimler den Rivalen BMW beim Absatz. In diesem Jahr rechnet Daimler allerdings nur noch mit einem leichten Plus bei den Verkäufen. Neben einer Überarbeitung des Flaggschiffs S-Klasse stehen nur neue Modellvarianten und ein neuer kleiner kompakter Geländewagen auf dem Plan.

Daimler rechnet aber damit, die Profitabilität der Sparte weiter zu steigern, weil unter anderem die wichtige E-Klasse in der neuen Version das ganze Jahr über in China verfügbar ist. Weltweit schwächen sich die Pkw-Märkte nach Daimlers Erwartung allerdings etwas ab.

Stabilisierung bei der Lkw-Sparte

In der Lkw-Sparte dürften sich die Verkäufe nach dem Rückgang im vergangenen Jahr stabilisieren. 2016 waren die Verkäufe um knapp 90.000 Einheiten auf 415.100 zurückgegangen. Im vergangenen Jahr hatte die Schwäche des Geschäfts Daimler dazu gebracht, seine Absatz und Umsatzerwartungen für den gesamten Konzern zurückzunehmen.

Wichtige Märkte wie Nordamerika, Brasilien und Indonesien schwächelten. In Brasilien rechnen die Stuttgarter mit einer allmählichen Markterholung, allerdings dürfte der Absatz dennoch auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres liegen. (dpa)



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