Oldtimerpreise verlieren an Tempo

VDA-Index 2016

Der Mercedes Ponton gewann 2016 am stärksten an Wert
Der Mercedes Ponton gewann 2016 am stärksten an Wert © Mercedes

Die Preise für Oldtimer sind in Deutschland im vergangenen Jahr langsamer angestiegen als 2015. Einige Klassiker legten dafür überproportional an Wert zu.

Die Oldtimerpreise in Deutschland steigen – allerdings langsamer als zuletzt. Der vom Automobilherstellerverband VDA ermittelte Oldtimerindex hat 2016 um 4,4 Prozent auf 2516 Punkte gegenüber 2015 zugelegt. Im Vorjahr lag das Plus noch bei 5,6 Prozent, im zehnjährigen Mittel sogar bei 5,8 Prozent.

Einige Klassiker haben jedoch auch im vergangenen Jahr deutlich an Wert gewonnen. Am stärksten gegenüber 2015 legte der lange Zeit wenig beachtete Mercedes 190 „Ponton“ aus dem Zeitraum von 1956 bis 1959 zu.

Bulli und Ente vorn bei der Langzeitentwicklung

Ebenfalls im Kommen sind der zwischen 1985 und 1987 gebaute Sportwagen Toyota MR-2 und der zwischen 1955 und 1963 produzierte Mercedes 190 SL. Die Oldtimer-Experten des VDA vermuten im letzteren Fall die große Ähnlichkeit mit dem Super-Klassiker 300 SL als Grund.

Absoluter Spitzenreiter bei der Langzeit-Wertentwicklung seit 1999 bleibt der VW Bulli T2 (1967 bis 1972). Auf Rang zwei folgt der Citroen 2 CV („Ente“) aus den Jahren 1969 bis 1976, den dritten Platz belegt der Mercedes 300 SL Flügeltürer aus den Jahren 1954 bis 1957. Einziger Aufsteiger in die Top Ten der automobilen Geldanlage ist der Mercedes W 123, ein von 1975 bis 1986 gebautes Volumenmodell, das sich auch heute noch als Alltagsauto eignet. Jüngstes Fahrzeug unter den Wertmeistern ist der zwischen 1979 und 1986 gebaute BMW 735i. (SP-X)