24. März 2016

Premiere in New York Mercedes im Jahr der Traumwagen

AMG-Chef Tobias Moers im C 63 Cabrio. Fotos ▶
AMG-Chef Tobias Moers im C 63 Cabrio. © Daimler

2015 war für Mercedes das „Jahr der SUV“. Mit fünf Premieren auf der New York International Auto Show soll 2016 zum „Jahr der Traumwagen“ avancieren.




Von Thomas Flehmer

Der Ort strahlte die eigentlich vorgegebene Tradition nur bedingt aus. Vor 62 Jahren feierte Mercedes mit dem SL Premiere in New York und kreierte damit die Ikone, die für viele viele Autofahrer zum Traumwagen erwuchs. 62 Jahre später begeben sich die Stuttgarter erneut auf Kurs.

„2016 ist unser Jahr der Traumwagen'“, sagte Vertriebschef Ola Källenius auf der New York International Auto Show (NYIAS) bei der Premiere von gleich fünf neuen Modellen, die damit das Erbe des „Jahr des SUV“ antreten, das Daimler-Chef Dieter Zetsche im vergangenen Jahr ausgerufen hatte.


Musikalische Mercedes-Premiere mit Grace Capristo

Zum Star der fünf Traumwagen avancierte dabei das GLC Coupé, deren Premiere musikalisch von der Sängerin und Freundin von Fußball-Weltmeister Mesut Özil Grace Capristo, die vor zwei Tagen noch Mandy hieß, eingeleitet wurde. Der kleinere Vertreter des GLS Coupé zieht dabei die Brücke zwischen den Mottojahren SUV und Traumwagen. „Das GLC Coupé sieht auf der Straße aus als würde man sich in einer Kunstgalerie befinden“, so Källenius.

Wie der Mitbewerber BMW X4 verfügt auch das GLC Coupé elegantere Linien als der größere Bruder. Zwei Vierzylinder-Diesel sowie ein Vierzylinder Benziner mit einem Leistungsspektrum zwischen 170 und 211 PS stehen zum Marktstart im Herbst bereit, weitere und potentere Antriebe werden ebenso folgen wie auch eine Plugin-Version.

Offener Mercedes-AMG C 63 mit 510 PS

Die Sängerin Grace Capristo vor dem Mercedes GLC Coupe
Die Sängerin Grace Capristo vor dem Mercedes GLC Coupe © Daimler

Nicht minder aufregend fuhr Tobias Moers mit dem AMG C 63 Cabrio vor. Der Chef von Mercedes-AMG kündigte mit dem potenten Cabrio zugleich eine groß angelegte Offensive der potenten Serienableger an. „Bis zum Ende des Jahres werden wir nicht weniger als 48 Modelle im Programm haben sowie bis zu 425 AMG-Performance Center weltweit.“

In den beiden Leistungsstufen mit 476 und 510 PS schafft der Achtzylinder-Biturbo den Sprint in 4,1 respektive 4,2 Sekunden. Dank der großen Räder und dem ausgefeilten Design sieht die offene C-Klasse nach mehr als nur Mittelklasse aus.

Insgesamt fünf Premieren

Ein wenig ruhiger lässt es der AMG E 43 angehen, den USA-Chef Dietmar Exler auf die Bühne pilotierte und der die neue 43-Reihe aus Affalterbach erweitert. Das Performance-Fahrzeug gibt sich mit 401 PS zufrieden, die der Sechszylinder Biturbo unter der Haube beherbergt.

Um die Offensivgelüste der Performance-Spezialisten zu unterstreichen, flankieren der AMG GLC 43 sowie der neue GLA die drei Premieren-Stars, die vor allem in Nordamerika auf eine hohe Käuferschicht hoffen können und das neue Rekordjahr von Mercedes forcieren sollen.

Mercedes auf Rekordkurs

„Wir sind nach dem Rekordjahr 2015 mit zwei Rekordmonaten in das neue Jahr gezogen“, so Källenius, „ich habe keinen Zweifel daran, dass unsere neue Traumwagen uns noch mehr Schwung bringen werden.“

Die Preise für die neuen Modelle hat der Vertriebschef noch nicht genannt. Für die potente Kundschaft werden die Preise und Aufpreise keine Ausreißer bedeuten. Für den großen Rest werden CLC Coupé oder das C 63 Cabrio unerreichte Traumwagen bleiben.



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