Mercedes-AMG: Für die schnörkellose Sportwagenfamilie

Auf E-Klasse-Basis

Daimler-Chef Dieter Zetsche vor dem Mercedes-AMG GT Concept
Daimler-Chef Dieter Zetsche vor dem Mercedes-AMG GT Concept © dpa

Mercedes-AMG hat auf dem Autosalon in Genf das GT Concept präsentiert. Die Coupé-Limousine gibt dabei nicht nur einen seriennahen Ausblick auf das neue Mitglied der GT-Familie.

Mercedes-AMG stellt auf dem Genfer Autosalon eine viertürige, coupéartige Sportwagen-Studie namens GT Concept vor. Das auf E-Klasse-Basis entwickelte Fahrzeug gibt einen seriennahen Ausblick auf ein zukünftiges Luxusmodell der GT-Familie. Zugleich dürfte die Coupé-Limousine die Formensprache der dritten CLS-Generation andeuten.

Anders als beim aktuellen CLS mit seinem barock anmutenden Sickenspiel setzt Mercedes beim GT Concept auf einen schnörkellosen, kraftvoll wirkenden Fahrzeugkörper mit großen, glatten Flächen. Als neues Mitglied der GT-Familie trägt der Viertürer einen Panamericana-Kühlergrill mit vielen vertikalen Streben sowie eine Frontschürze mit großen Luftöffnungen. Eine Besonderheit des GT ist seine große Heckklappe, was einen großzügigen Zugang zum variabel nutzbaren Kofferraum erlaubt.

Mercedes-AMG GT Concept mit einer Sprintzeit unter drei Sekunden

Wie der auf expressiven Riesenrädern stehende Sport-CLS bereits optisch andeutet, steckt unter der Blechhaut ein Hochleistungsantrieb. Dabei kombinieren die Stuttgarter einen Vierliter-V8-Biturbo-Benziner mit einer E-Maschine. Gemeinsam sollen beide Aggregate den großen GT mit 600 kW/816 PS anschieben, was eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h in unter drei Sekunden erlaubt.

Die Kraft des Benziners wird per Allradantrieb an alle vier Räder geleitet, der E-Motor wirkt zusätzlich allein auf die Hinterachse. Neben ihrer Boost-Funktion erlaubt die elektrische Antriebseinheit auch emissionsfreies Fahren. Mercedes hat hierfür ein skalierbares Batteriekonzept entwickelt, welches sich auf Reichweite, Kundenwünsche oder Märkte anpassen lässt.

Viel Mühe hat sich Mercedes bei der Gestaltung der Scheinwerfereinheiten gegeben. Sie beherbergen neben einem LED-Hauptscheinwerfer zusätzliche Stablichter, die die Fahrbahn direkt vorm Fahrzeug ausleuchten. Im oberen Rand wurde zudem ein farblich variables LED-Lichtband mit Lauflichtblinker-Funktion integriert. (SP-X)

Premieren auf dem Autosalon Genf 2017

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete zehn Jahre in einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin. Nebenbei arbeitete er in die Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. In dieser Zeit berichtete er über die Fußball-Nationalelf und war u.a. Berichterstatter von den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City,, ehe er ins Autoressort der Autogazette wechselte. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist tätig.