10. April 2013

Premiere in Shanghai Maserati Ghibli: Kleiner Quattroporte

Der Ghibli soll die Maserati-Verkäufe kräftig ankurbeln.
Der Ghibli soll die Maserati-Verkäufe kräftig ankurbeln. © Maserati

Maserati führt ein neues Einstiegsmodell Ende April auf der Messe in Shanghai ein. An den kleinen Ghibli werden hohe Erwartungen gestellt.




Die italienische Nobelmarke Maserati will wachsen und setzt dazu auf ein kleineres Modell. Mit dem Ghibli stellt die Ferrari-Verwandtschaft eine aus ihrer Sicht kompakte Limousine in der Größe eines 5er BMW oder einer Mercedes E-Klasse vor. Premiere feiert der Viertürer, der sich optisch stark an den geschwungenen Formen der Luxus-Limousine Quattroporte orientiert, auf der Shanghai Motorshow Ende April. Erste Bilder zeigen eine Limousine mit stark ausgeprägten Kotflügeln, einer akzentuierten Motorhaube und dem markanten Grill, wie auch der Quattroporte trägt.


Maserati hatte Ghibli schon einmal im Angebot

Für den Antrieb sorgt ein Dreiliter-V6-Turbo, der seine Kraft mittels Achtgangautomatik wahlweise an die Hinterachse oder an alle vier Räder überträgt. Erstmals bieten die Italiener auch einen Dieselmotor an. Auch dabei handelt es sich um einen Dreiliter-Sechszylinder. Über die Leistungsdaten der Motorenschweigt sich das Unternehmen noch aus. Um dem Markenanspruch zu entsprechen, dürften aber beide in der 300-PS-Klasse angesiedelt sein.

Ein Modell namens Ghibli hatte Maserati schon zweimal im Angebot. Zwischen 1966 und 1973 wurden insgesamt 1250 Coupés und Cabrios unter diesem Namen gebaut. In der ersten Version handelte es sich um einen Supersportwagen, der damals in der Preis- und Leistungsklasse von Lamborghini Miura und Ferrari Daytona spielte. Der zweite Ghibli wurde 1992 vorgestellt, gehörte zur sogenannten Bi-Turbo-Familie und hatte weder formal noch technisch etwas mit dem Supersportler der sechziger Jahre zu tun. Mit Hilfe des neuen Ghibli will Maserati im Jahr 2015 bis zu 50.000 Einheiten weltweit absetzen. (SP-X)



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Maserati

Fünf Brüder gründeten 1914 die Marke mit dem Dreizack, der eine Hommage an die Heimatstadt Bologna ist und im richtigen Leben den Neptunbrunnen der Stadt ziert. Bereits zur Gründung hatten sich die Brüder ausschließlich dem Rennsport verschrieben, die größten Erfolge kamen allerdings erst in den 50er Jahren. Der Argentinier Juan Manuel Fangio gewann 1957 auf einem Maserati sein fünftes Championat. Nachdem Citroen Ende der 60er Jahre 60 Prozent an dem italienischen Unternehmen hielt, übernahm Fiat 1993 das Kommando und gliederte vier Jahre später Maserati bei Ferrari ein. Seit 2005 ist Maserati aber wieder ein eigenständiges Unternehmen im Fiat-Konzern, arbeitet aber weiterhin eng mit Ferrari zusammen.



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