29. September 2017

Britische Sportwagenmarke unter chinesischer Führung Geely übernimmt Mehrheit bei Lotus

Der Lotus Evora GT430 erhält Zuwachs durch neue Modelle
Der Lotus Evora GT430 erhält Zuwachs durch neue Modelle ©

Geely hat sich nach Volvo eine zweite europäische Automarke gesichert. Der chinesische Autobauer übernahm die Mehrheit bei Lotus und besetzte auch gleich die Führungsmannschaft neu.




Die chinesische Zhejiang Geely Holding Group hat die Mehrheit bei Lotus übernommen. Der Autobauer aus dem Reich der Mitte hält nun 51 Prozent der Anteile der britischen Kultmarke. Die restlichen 49 Prozent entfallen auf die Etika Automotive Group aus Malaysia.

“Wir wollen mit der Übernahme die Marke Lotus zu einem globalen Führer im Sportwagenmarkt führen.“, sagte Daniel Donghui Li. Der Vizepräsident und Finanzchef von Geely übernimmt auch den Vorsitz bei Lotus und wird von seinen Geely-Vorstandskollegen Feng Qing Feng sowie Nathan Yu Ming unterstützt.


Neue Modelle angekündigt

Von Etika, das Lotus bereits seit Jahren unterstützt hat, wird Dato‘ Sharil Tarmizi abgestellt. Die Führungsriege komplettiert Jean-Marc Gales. Der frühere Direktor von Opel und Saab sowie PSA-Präsident leitet die britische Sportwagenschmiede seit 2014 und strebt nun auch unter der neuen Führung den Turnaround an, nachdem in den vergangenen Jahren kontinuierlich Millionendefizite erwirtschaftet wurden und die Abgesänge auf die Marke schon schreibfertig in der Schublade lagen.

„Wir sind jetzt perfekt für das Wachstum aufgestellt“, sagt Gales, „denn wir produzieren derzeit die besten Autos in der Unternehmensgeschichte.“ Zugleich kündigte der 55 Jahre alte Luxemburger neue Modelle an, die der Leichtbauphilosophie der Vergangenheit folgen.“ Sollte Lotus den Weg einlegen, den Volvo unter der chinesischen Führung eingelegt hat, hätte Gales wohl nichts dagegen. Seit 2010 geht es für die Schweden ständig bergauf. (AG/TF)



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