15. September 2016

Vierte Generation des Kleinwagens Kia Rio nimmt Anlauf in neue Sphären

Kia-COO Michael Cole (im Hintergrund) bei der Premiere des Rio in Frankfurt
Kia-COO Michael Cole (im Hintergrund) bei der Premiere des Rio in Frankfurt © AG/Flehmer

Auf dem Autosalon in Paris feiert Kia mit dem Rio Weltpremiere. In der Europazentrale in Frankfurt wurde die vierte Generation des Kleinwagens schon einmal gezeigt.




Von Thomas Flehmer

Noch nicht vorgestellt und schon auf Aufholjagd. Die vierte Generation des Kia Rio feiert zwar erst auf dem Autosalon in Paris Anfang Oktober seine Weltpremiere, doch in der Europazentrale in Frankfurt am Main lupfte Michael Cole, COO von Kia Europe, schon mal das Tuch von dem Kleinwagen.

„Der neue Rio stößt in neue Dimensionen vor. Die dritte Generation hat Kia neue Kunden an die Marke herangeführt. Der neue Rio baut auf diesen Stärken auf und bietet ein noch reizvolleres Design, mehr Fahrfreude und die modernen Sicherheitsassistenten in seiner Klasse.“


Kia-typische Tigernase darf nicht fehlen

Die Kia-Designzentren in Frankfurt und dem kalifornischen Irvine sowie des Hauptdesignzentrums im koreanischen Namyang haben dank erhöhter Maße in der Länge (4,07 Meter) sowie einer flacheren Linie in der Höhe (1,45 Meter) den neuen Rio sportlicher auf seine vier Reifen gestellt. Neue Scheinwerfer und der für Kia unvermeidliche „Tigernasen“-Frontgrill sowie der typischen Lichtsignatur deuten auf die Zugehörigkeit zur Kia-Familie hin.

Scharf gezeichnete Linien auf der Motorhaube sowie ein kurzer Hecküberhang sorgen für einen kompakten Auftritt. Pfeilförmige LED-Rückleuchten bilden einen dynamischen Abschluss des ausschließlich als Fünftürer angebotenen Rio, der in neuen verschiedenen Außenfarben sowie mit Leichtmetallfelgen zwischen 15 und 17 Zoll erhältlich ist.

Kia wertet Innenraum stark auf

Auch in das Innendesign ist die Moderne eingezogen. Hielt sich der Innenraum des Vorgängers noch dezent zurück, so ist das in Schwarz gehaltene Armaturenbrett mit der zum Fahrer geneigten Zentralkonsole deutlich wertiger.

Der sieben Zoll große Touchscreen beherbergt das Infotainment-System, über das natürlich das Smartphone mit Apple-Car-Play oder Android gesteuert werden kann. Weitere Bedienelemente wie die Klimaanlage können praktisch unterhalb des Screens gesteuert werden.

Dank eines längeren Radstandes von 2,58 Metern ist nunmehr für die Insassen mehr Platz vorhanden, um auf den schwarzen oder grauen Stoffsitzen bequem Platz zu finden, wie eine erste Sitzprobe ergab. Da die C-Säulen schlanker gestaltet wurden, verspricht Kia mehr Übersicht.

Kia Rio peilt fünf Sterne beim EuroNCAP-Crashtest an

Auch ohne Tuch präsentiert sich der Kia Rio attraktiv
Auch ohne Tuch präsentiert sich der Kia Rio attraktiv © AG/Flehmer

Laut Kia verfügt der neue Rio als erstes Modell im B-Segment über einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung. Zum Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) genannten Pakte ist auch noch ein Spurhalteassistent enthalten.

Mit einer hochstabilen Karosserie und passiver Sicherheitsausstattung streben die Korea die Höchstwertung von fünf Sternen beim EuroNCAP-Crashtest an.

Dreizylinder feiert Premiere im Kia Rio

Drei Benziner und ein Diesel mit zwei Leistungsstufen finden sich im Programm. Neben dem bekannten 1.2 und 1.4-Benziner kommt erstmals ein ein Liter großer Dreizylinder unter die Motorhaube des Rio – ebenfalls in zwei Stärken mit 100 und 120 PS.

Kia rechnet damit, dass sich der 1.0 T-GDI, der im vergangenen Jahr im neuen Ceed seine Premiere feierte, gleich an die Spitze der Käufergunst setzen wird.

100.000 Rio-Verkäufe als Ziel

Überhaupt steht die Käufergunst im Vordergrund. Die vierte Auflage steht von Beginn an unter Druck, auch wenn das B-Segment in Europa ein besonders hart umkämpfter Bereich ist, wie Cole weiter ausführte.

Mit 100.000 Verkäufen pro Jahr soll der neue Rio zu den europäischen Spitzenreitern von Kia – dem Sportage und Ceed – aufschließen. Nicht nur vom Design oder den Assistenten kann das dem Polo-Konkurrenten gelingen, zudem Kia bei dem im ersten Quartal 2017 startenden Rio noch den speziellen Trumpf in der Hand hält: Mit sieben Jahren Garantie begibt sich auch die vierte Generation auf Aufholjagd.



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Neuwagen



Mehr zur Marke Kia

Kleines SUV kommt im HerbstKia preist Stonic ein

Kia hat die Preise für den Stonic bekannt gegeben. Das kleine SUV der Koreaner kommt Ende September nach Deutschland.


Schwestermodell des Hyundai KonaKia Stonic: Das nächste SUV

Der Trend ist klar vorgegeben: Das Segment der SUV wird sich in den kommenden drei Jahren verdoppeln. Kia will mit einem weiteren Vertreter mit Geländeoptik ein weiteres großes Stück vom Kuchen abhaben.


Plug-in-Hybrid kostet 38.940 EuroKia gibt Preis für Optima Sportswagon PHEV bekannt

Kia hat den Preis der Plug-in-Hybrid-Variante des Optima Sportswagon bekannt gegeben. Nach Abzug der Kaufprämie kostet er unter 39.000 Euro



Mehr aus dem Ressort

Der Lotus Evora GT430 ist der stärkste Lotus aller Zeiten
Auf 60 Einheiten limitiertEvora GT430 stärkster Straßen-Lotus aller Zeiten

Lotus hat den Evora auf Diät gesetzt und zugleich eine Kraftkur verpasst. Der GT430 wird man aber nicht nur aufgrund seiner Schnelligkeit kaum auf den Straßen sehen.


Limousine mit 260 PSOpel Insignia GSi: Zurück zu alter Sportlichkeit

Opel bringt den neuen Insignia als GSi. Damit ist die Mittelklasse-Limousine mit einem 2.0 Turbobenziner mit 260 PS unterwegs. Und das verspricht einiges.


Mercedes feiert Premiere mit der X-Klasse
Nissan Navara als Gen-SpenderMercedes X-Klasse: Aufbruch in die Pickup-Welt

Mercedes fährt in ein neues Segment. Die neue X-Klasse soll den Stuttgartern ebenso eine neue Welt eröffnen wie vor genau 20 Jahren die M-Klasse.