Kia Rio nimmt Anlauf in neue Sphären

Vierte Generation des Kleinwagens

Kia-COO Michael Cole (im Hintergrund) bei der Premiere des Rio in Frankfurt
Kia-COO Michael Cole (im Hintergrund) bei der Premiere des Rio in Frankfurt © AG/Flehmer

Auf dem Autosalon in Paris feiert Kia mit dem Rio Weltpremiere. In der Europazentrale in Frankfurt wurde die vierte Generation des Kleinwagens schon einmal gezeigt.

Von Thomas Flehmer

Noch nicht vorgestellt und schon auf Aufholjagd. Die vierte Generation des Kia Rio feiert zwar erst auf dem Autosalon in Paris Anfang Oktober seine Weltpremiere, doch in der Europazentrale in Frankfurt am Main lupfte Michael Cole, COO von Kia Europe, schon mal das Tuch von dem Kleinwagen.

„Der neue Rio stößt in neue Dimensionen vor. Die dritte Generation hat Kia neue Kunden an die Marke herangeführt. Der neue Rio baut auf diesen Stärken auf und bietet ein noch reizvolleres Design, mehr Fahrfreude und die modernen Sicherheitsassistenten in seiner Klasse.“

Kia-typische Tigernase darf nicht fehlen

Die Kia-Designzentren in Frankfurt und dem kalifornischen Irvine sowie des Hauptdesignzentrums im koreanischen Namyang haben dank erhöhter Maße in der Länge (4,07 Meter) sowie einer flacheren Linie in der Höhe (1,45 Meter) den neuen Rio sportlicher auf seine vier Reifen gestellt. Neue Scheinwerfer und der für Kia unvermeidliche „Tigernasen“-Frontgrill sowie der typischen Lichtsignatur deuten auf die Zugehörigkeit zur Kia-Familie hin.

Scharf gezeichnete Linien auf der Motorhaube sowie ein kurzer Hecküberhang sorgen für einen kompakten Auftritt. Pfeilförmige LED-Rückleuchten bilden einen dynamischen Abschluss des ausschließlich als Fünftürer angebotenen Rio, der in neuen verschiedenen Außenfarben sowie mit Leichtmetallfelgen zwischen 15 und 17 Zoll erhältlich ist.

Kia wertet Innenraum stark auf

Auch in das Innendesign ist die Moderne eingezogen. Hielt sich der Innenraum des Vorgängers noch dezent zurück, so ist das in Schwarz gehaltene Armaturenbrett mit der zum Fahrer geneigten Zentralkonsole deutlich wertiger.

Der sieben Zoll große Touchscreen beherbergt das Infotainment-System, über das natürlich das Smartphone mit Apple-Car-Play oder Android gesteuert werden kann. Weitere Bedienelemente wie die Klimaanlage können praktisch unterhalb des Screens gesteuert werden.

Dank eines längeren Radstandes von 2,58 Metern ist nunmehr für die Insassen mehr Platz vorhanden, um auf den schwarzen oder grauen Stoffsitzen bequem Platz zu finden, wie eine erste Sitzprobe ergab. Da die C-Säulen schlanker gestaltet wurden, verspricht Kia mehr Übersicht.

Kia Rio peilt fünf Sterne beim EuroNCAP-Crashtest an

Die vierte Generation des Kia Rio feiert Premiere
Auch ohne Tuch präsentiert sich der Kia Rio attraktiv AG/Flehmer

Laut Kia verfügt der neue Rio als erstes Modell im B-Segment über einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung. Zum Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) genannten Pakte ist auch noch ein Spurhalteassistent enthalten.

Mit einer hochstabilen Karosserie und passiver Sicherheitsausstattung streben die Korea die Höchstwertung von fünf Sternen beim EuroNCAP-Crashtest an.

Dreizylinder feiert Premiere im Kia Rio

Drei Benziner und ein Diesel mit zwei Leistungsstufen finden sich im Programm. Neben dem bekannten 1.2 und 1.4-Benziner kommt erstmals ein ein Liter großer Dreizylinder unter die Motorhaube des Rio – ebenfalls in zwei Stärken mit 100 und 120 PS.

Kia rechnet damit, dass sich der 1.0 T-GDI, der im vergangenen Jahr im neuen Ceed seine Premiere feierte, gleich an die Spitze der Käufergunst setzen wird.

100.000 Rio-Verkäufe als Ziel

Überhaupt steht die Käufergunst im Vordergrund. Die vierte Auflage steht von Beginn an unter Druck, auch wenn das B-Segment in Europa ein besonders hart umkämpfter Bereich ist, wie Cole weiter ausführte.

Mit 100.000 Verkäufen pro Jahr soll der neue Rio zu den europäischen Spitzenreitern von Kia – dem Sportage und Ceed – aufschließen. Nicht nur vom Design oder den Assistenten kann das dem Polo-Konkurrenten gelingen, zudem Kia bei dem im ersten Quartal 2017 startenden Rio noch den speziellen Trumpf in der Hand hält: Mit sieben Jahren Garantie begibt sich auch die vierte Generation auf Aufholjagd.