GM ruft erneut Autos zurück

Probleme mit Gangschaltung

Firmenzentrale von GM in Detroit. © dpa

Erst Probleme mit den Zündschlössern, nun ist es die Gangschaltung: Der US-Autobauer GM startet erneut eine Rückrufaktion. Diesmal sind 60.000 Modelle in den USA und Kanada betroffen.

Die Rückruf-Serie bei General Motors (GM) nimmt kein Ende. Nun beordert der Opel-Mutterkonzern annähernd 60.000 Wagen in den USA und Kanada wegen Problemen mit der Gangschaltung in die Werkstätten. Man wisse von 28 Unfällen in den vergangenen sieben Jahren, erklärte das Unternehmen am Dienstag in Detroit. Es habe dabei vier Verletzte, aber keine Toten gegeben.

Ermittlungen der US-Behörden laufen

GM leidet seit Jahresbeginn unter millionenfachen Rückrufen wegen diverser Mängel. Der Autohersteller muss sich im Fall defekter Zündschlösser den Vorwurf anhören, das Problem ein Jahrzehnt lang ignoriert zu haben. Es kam zu Unfällen mit mindestens 13 Toten. Nun ermitteln die US-Behörden, GM sieht sich Schadenersatzforderungen von Unfallopfern und Autobesitzern gegenüber.

Von dem neuerlichen Rückruf ist die Limousine Saturn Aura aus den Modelljahren 2007 und 2008 betroffen. Hier kann der Seilzug der Automatikschaltung reißen. Der Schalthebel lässt sich dann nicht mehr in die Park-Stellung bringen und der Wagen kann wegrollen, wenn der Fahrer vor dem Aussteigen die Bremse nicht anzieht. GM ruft deshalb in den USA insgesamt 56.214 Autos zurück, in Kanada 3 414. Das Modell wird nicht mehr gebaut. (dpa)