30. Dezember 2016

Großserie ab 2021 Autonomer Ford Fusion mit neuer Sensortechnologie

Der Ford Fusion Hybrid erhielt neue Technologien.
Der Ford Fusion Hybrid erhielt neue Technologien. © Ford

Ford will im Jahr 2021 autonom fahrende Modelle in Großserie bauen. Nun hat der US-Autobauer das Modell Fusion Hybrid mit einer neuen Sensor-Technologie vorgestellt.




Der US-Autobauer Ford arbeitet mit Nachdruck an autonom fahrenden Fahrzeugen. Nun hat Ford einen neuen Forschungsträger auf Basis des Fusion Hybrid mit einer höheren Rechnerleistung und besseren Sensoren vorgestellt. Wie der Autobauer mitteilte, seien die elektrischen Steuerungen deutlich näher an der Serienreife als die bisherigen Forschungsfahrzeuge.

Aufgrund der neuen Lidar-Sensoren und deren Platzierung sei eine bessere Umfelderkennung erzielt worden. Aufgrund der neuen Sensorgeneration werden nur noch zwei statt bislang vier Sensoren benötigt.


Ohne Fahrer unterwegs

Durch die erweiterte Sensor- und Rechenleistung hätte das sogenannte virtuelle Fahrersystem einen Sprung nach vorn gemacht. Unter dem virtuellen Fahrersystem wird ein Fahrzeug der Autonomiestufe 4 auf einer sechsstufigen Skala auf dem Weg zum vollautonomen Fahren verstanden. Ein solches Fahrzeug benötigt keinen Fahrer mehr. Dessen Aufgabe wird von einer Vielzahl von Technologien wie Lidar-Sensoren, Kameras und Radar-Algorithmen für die Lokalisation und Routen-/Streckenplanung übernommen.

An dem Ford Fusion sind an den A-Säulen zwei Lidar-Sensoren jeweils von der Größe eines Eishockey-Pucks befestigt. Diese Laser ermöglichen eine 360-Grad-Rundumsicht und erfassen eine Fläche mit der Größe von ungefähr zwei Fußballfeldern. Sie sind in der Lage, nicht nur zu erkennen, wo sich ein Objekt befindet, sondern auch wie groß es ist. Im Kofferraum des Ford Fusion ist ein Computer untergebracht, der pro Stunde eine Datenmenge von einem Terabyte verarbeitet.

Auf dem Weg zur Serienreife wird Ford seine Testflotte in den USA im kommenden Jahr von jetzt 30 auf 90 Fahrzeuge verdreifachen. Unterwegs sein werden die Fahrzeuge in Kalifornien, Arizona und Michigan. In Europa soll in 2017 ebenso ein Testbetrieb aufgenommen werden. (AG)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Autonomes Fahren



Mehr zur Marke Ford

Achte Generation des KleinwagensFord preist Fiesta neu ein

Ford stellt ab Juli den neuen Fiesta ins Schaufenster. Die Basisvariante ist dabei geringfügig teurer geworden, dagegen geht es bei den stärker motorisierten Varianten zum Teil günstiger zu.


Kleinwagen mit 200 PSFord Fiesta ST: Warten auf die Rennsemmel

Auf dem Autosalon in Genf enthüllt Ford den Sportler der neuen Fiesta-Generation. Doch bis die kleine Rennsemmel auf den Straßen zu sehen ist, wird erst einmal noch Weihnachten gefeiert.


Messen der FahrtüchtigkeitFord feiert Karneval auch ohne Hangover

Weiberfastnacht hat den ein oder anderen heute schon mit Kopfschmerzen aufstehen lassen. Ford misst im so genannten Hangover-Anzug, ob die Fahrtüchtigkeit schon wieder hergestellt ist.



Mehr aus dem Ressort

Autonomes Fahren Bosch
Kooperation mit NvidiaBosch steuert autonome Fahrzeuge mit künstlicher Intelligenz

Bosch will autonom agierenden Fahrzeugen das «Gehirn» einpflanzen. Dank künstlicher Intelligenz sollen die Autos selbstständig Verkehrssituationen interpretieren.


1360 PS treiben den Nio Eve an
Auto als NebensacheNio Eve: Lebensraum statt Luxuslimousine

Mit dem Elektro-Supersportwagen Eve will Nio die Welt ein bisschen besser gestalten. Dabei gerät das eigentliche Fahrerlebnis in der Studie des chinesischen Startups in den Hintergrund.


Volvo XC90 Uber autonom neu Aufmacher Volvo
Zunächst für zwei FahrzeugeUber darf in Kalifornien autonom fahren

Uber hat die Erlaubnis erhalten, in Kalifornien mit Roboterwagen unterwegs zu sein. Der Fahrdienstvermittler will zudem eine täuschende App-Attrappe nicht mehr einsetzen.