16. August 2016

Gewinn pro Neuwagen Ferrari ist der Margen-Primus

Ferrari verdient am besten pro verkauftem Neuwagen.
Ferrari verdient am besten pro verkauftem Neuwagen. © Ferrari

Welcher Autobauer verdient beim Neuwagenverkauf am meisten? Nach einer aktuellen Studie des Center Automotive Research (CAR) ist es Ferrari. Die Italiener streichen18 Prozent vom Kaufpreis als Gewinn ein. Und wie schaut es bei anderen Herstellern aus?




Ferrari ist der Margen-Primus unter den Autoherstellern. Bei jedem verkauften Neuwagen streichen die Italiener 18 Prozent vom Kaufpreis als Gewinn ein. Bei einem durchschnittlichen Fahrzeugpreis von 310.250 Euro macht das 56.000 Euro je Sportwagen, wie aus einer Studie des Center Automotive Research (CAR) hervorgeht.
Rang zwei auf der Liste der margenstärksten Automarken geht an Porsche mit 16,7 Prozent beziehungsweise 15.641 Euro. Rang drei sichert sich nach absoluten Zahlen Jaguar-Landrover (4.068 Euro), bei der Marge liegt BMW besser (9,5 Prozent).


Ford bei Volumenherstellern vorn

Unter den Volumenherstellern verdient der Ford-Konzern das meiste Geld pro Fahrzeug. Das US-Unternehmen lag im ersten Halbjahr 2016 mit einem Gewinn von 1652 Euro pro Neuwagen sowie einer Profit-Marge von 8,7 Prozent branchenweit klar an der Spitze. Die erfolgsverwöhnten Asiaten und der deutsche Marktführer haben da das Nachsehen. Galten etwa Toyota und Hyundai-Kia bis vor wenigen Jahren noch als Geldruckmaschinen, rangieren sie mittlerweile bei der Gewinnmarge nur noch im Mittelfeld. Toyota streicht Fahrzeug 1602 Euro ein, das macht acht Prozent Marge.

Die koreanische Konkurrenz kommt gar nur auf 755 Euro und sechs Prozent. Beim Volkswagen-Konzern lauten die entsprechenden Zahlen 801 Euro und 4,5 Prozent, die Marke VW kommt gar nur auf 395 Euro und 1,7 Prozent. Dabei sind die Effekte des Diesel-Skandals nicht berücksichtigt. Generell wertet die Studie ausschließlich Gewinne aus dem Autogeschäft und rechnet keine Effekte aus den Finanzdienstleistungs- oder Zulieferersparten der Konzerne ein. (SP-X)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Ferrari

Niederlage vor GerichtFerrari muss auf Modellnamen Testarossa verzichten

Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. Doch für Ferrari und die Nutzung des Modellnamens Testarossa sieht es nicht gut aus.


Ferrari für 36 Millionen DollarTeure Oldtimer der Spitzenklasse

Der Oldtimer-Markt hat sich nach Jahren der ansteigenden Preise stabilisiert. Allerdings werden für Spitzenfahrzeuge immer höhere Spitzenpreise geboten.


488 Spider als BasisFerrari feiert Japan-Jubiläum

Ferrari ist im kommenden Jahr ein halbes Jahrhundert auf dem japanischen Markt präsent. Die Italiener feiern das Jubiläum mit dem streng limitierten Sondermodell J50, von dem es deutlich weniger als 50 Einheiten geben wird.



Mehr aus dem Ressort

VW-China-Chef Jochem Heizmann
In Indien und ChinaVolkswagen bringt Billigauto ab 2020

Der Volkswagen-Konzern wird in Indien und China trotz geplatzter Kooperationen den Einstieg ins Segment der Billigautos vollziehen. In etwa drei Jahren kämen dann zwei neue Modellgruppen zum Einsatz.


Keine Veränderungen für SkodaVW-Betriebsratschef: Elektroauto-Produktion in nur einem Werk

Bernd Osterloh will die Risiken beim Neuanlauf der Produktion von Elektroautos minimieren. Zudem werden markenübergreifend die Kapazitäten einzelner Standorte überprüft.


Der Polestar 1 kommt 2019 auf den Markt
Erste Modelle ab 2019Volvo setzt Polestar unter Strom

Volvo elektrisiert seinen sportlichen Ableger Polestar. Mit dem Polestar 1 startet die Tuning-Tochter des schwedischen Autoherstellers in eine elektrische Zukunft. Zwei weitere Modelle stehen bereit.