23. August 2016

Fahrbericht Preis des Bestsellers bleibt gleich VW Beetle: Zartes Facelift für den Käfer

Der VW Beetle wurde leicht überarbeitet.
Der VW Beetle wurde leicht überarbeitet. © VW

VW hat den Beetle überarbeitet. Nun ja, zumindest ein wenig. So muss man auch zweimal hinschauen, um die Neuerungen zu erkennen. Positiv: der Preis wird nicht angehoben.




Volkswagen hat die „Sunshine-Tour“ in Travemünde, das große Käfer- und Beetle-Treffen mit über 600 Fahrzeugen aus ganz Europa, genutzt, um die überarbeitete Version der zweiten Generation des neuzeitlichen Beetle öffentlich vorzustellen. Im Kreise der insgesamt rund 2000 Fans des mobilen Krabbeltiers war der Marketing-Chefin Martina Biene der Beifall natürlich sicher, obwohl die Facelift-Maßnahmen mit „Feinschliff im Detail“ schon sehr wohlwollend beschrieben sind.

Die besonders in den USA sehr beliebte, moderne Ausgabe der VW-Ikone bleibt zum Modelljahr 2017 im Großen und Ganzen unverändert, was zumindest in einem Punkt auf die ungeteilte Zustimmung potenzieller Kunden stoßen dürfte: Die Preise wurden nicht angehoben. Das Coupé wird für mindestens 18.375 Euro angeboten, der Einstieg in die Cabrio-Welt liegt bei 22.800 Euro.


Neue Stoßfänger, neue Rückleuchten

Mal ehrlich, wo hätte man denn auch einschneidende Veränderungen vornehmen sollen. An der Form? Um Gottes Willen nein. Die eingeschworene Beetle-Gemeinde, die sich an der Ostsee-Strandpromenade versammelt hatte, ist der beste Beweis dafür. Bloß keine zu starke Entfremdung. Die neu gezeichneten Stoßfänger vorn und hinten für die Basis-Ausstattung und die darüber angesiedelte Design-Linie sowie der neue Diffusor am Heck und die abgedunkelten Rücklichter sind da gerade genug.

Bei Volkswagen habe man erkannt, dass die Käfer-Klientel sich bereits werksseitig mehr Individualisierungsmöglichkeiten wünscht. Ein Beetle sei schließlich ein Statement. Und vor allem: „Ein Beetle ist nichts für Spießer“, sagt Martina Biene und zählt deshalb auf, welche neuen Wahlmöglichkeiten sich auftun, damit künftige Käufer sich ihre ganz eigene Kombination zusammenstellen können.

Es gibt zwei neue Metallic-Lackierungen, White Silver und das wirklich sehr vornehm-schicke Bottle Green, ein umfangreicheres Angebot an Stoffen sowie für die beiden Ausstattungslinien „Design“ und „R-Line“, die bisher „Sport“ hieß, allein acht neu konzipierte Design- und Style-Pakete an. Doppel- und Rallyestreifen gehören dazu, selbst mit Kosenamen und dem Wolfsburg-Wappen kann die Optik verfeinert werden. Auch besonders umfangreich ausgestattete Exclusiv-Varianten werden für die beiden Niveaus angeboten.

Jeans-Käfer kehrt zurück

Das Heck des Beetle
Das Heck des Beetle © VW

Darüber hinaus lässt VW auch den Jeans-Käfer wieder aufleben. Das Sondermodell „Denim“ (ab 23.600 Euro) ist in einem „Stonewashed Blue Metallic“ lackiert, besitzt natürlich Sitzbezüge aus Jeans-Stoff und erinnert auch in manch anderem Detail wie aufgenähten Taschen an das gängige Beinkleid. Der Denim-Beetle kann ebenso wie die Sonderserie „Allstar“ (ab 22.775 Euro) für Coupé und Cabrio geordert werden, während die Karmann-Edition (ab 26.300 Euro) als Hommage an den Cabrio-Spezialisten ausschließlich in der offenen Variante zu haben ist.

Eine eigenständige Rolle innerhalb der Modellreihe spielt der Dune als Allterrain-Käfer. Zu erkennen ist das Crossover-Modell an seiner erhöhten Bodenfreiheit, der verbreiterten Spur, den schwarzen Radlauf- und Schwellerverbreiterungen, 18- Zoll-Leichtmetallfelgen und den speziellen Stoßfängern mit Diffusoren für die Front- und Heckpartie.

Während die bisher eher bescheidene Liste an Assistenzsystemen um den Totwinkelwarner und den Ausparkassistent erweitert wurde, die Smartphone-Einbindung ins Infotainment-System nun auch mit Apple und Google funktioniert, hat sich an der Motorenpalette nichts verändert. Fünf Triebwerke, drei Benziner und zwei Diesel, mit einem Leistungsband von 77 kW/105 bis 162 kW/220 PS stehen zur Wahl, wobei der turbogedopte 2,0-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 220 PS unbestritten den meisten Fahrspaß beschert. Bei den jeweils gleichstarken Otto- und Selbstzünder-Aggregaten mit 77/105 und 110 kW/150 PS sprechen allein schon die höheren Drehmoment-Werte für die Dieselversionen. (SP-X)






Mehr zur Marke VW

Studie am WörtherseeVW Up macht auf GTI

Sportliche Studien sind beim GTI-Treffen am Wörthersee Tradition. Doch die sportliche Variante des VW Up wird im kommenden Jahr sogar ganz real vom Band laufen.


Für Fahrzeuge mit Dreiliter-MotorUS-Richter stimmt Vergleich im Dieselskandal zu

Bundesrichter Charles Breyer hat dem Vergleich für die rund 80.000 vom Dieselskandal in den USA betroffenen Fahrzeuge mit Dreiliter-Motor zugestimmt. Damit ist der VW-Konzern bei der Aufarbeitung des Dieselskandals einen wichtigen Schritt vorangekommen.


Probleme mit dem LichtVW ruft in China mehr als eine halbe Million Fahrzeuge zurück

VW und der chinesische Partner FAW müssen im Reich der Mitte 577 590 Fahrzeuge in die Werkstätten beordern. Den Modellen des Golf und Sagitar macht hohe Luftfeuchtigkeit zu schaffen.



Mehr aus dem Ressort

Honda bringt den Civic auch als Viertürer
Limousine mit großem KofferraumHonda Civic Stufenheck: Auf der Suche nach Accord-Kunden

Honda hat den neuen Civic auch als Stufenheck-Limousine im Angebot. Die Japaner hoffen dabei auf mittlerweile heimatlose Kunden des früheren Schwestermodells.


Der Opel Crossland X tritt an die Stelle des Meriva
Crossover mit SUV-AnleihenOpel Crossland X: Neue Aussichten

Kleinere SUV verdrängen immer mehr die Mini-Vans aus dem Markt. Opel bringt mit dem Crossland X einen äußerst attraktiven Nachfolger für den biederen und bereits ausgelaufenen Meriva.


Der VW T6 Multivan bietet Platz und Wohlfühlatmosphäre
Praktischer FamilientransporterVW T6 Multivan: Unerfüllte Liebe

Der VW T6 ist auch nach mehr als 65 Jahren der Familientransporter überhaupt. Der praktische Multivan verwandelt sich auch in der sechsten Generation in ein rollendes Wohnzimmer.