25. Januar 2017

Fahrbericht 2.0 TDI mit 150 PS Skoda Yeti: Auch im Alter nicht zu verachten

Der Skoda Yeti ist immer für Überraschungen gut. Fotos ▶
Der Skoda Yeti ist immer für Überraschungen gut. © AG/Mertens

Der Skoda Yeti bekommt im September einen Nachfolger. Also sollte man bis dahin warten, bevor man sich Gedanken über einen Kauf macht? Mitnichten. Denn derzeit lässt sich dank des Sondermodells Drive viel Geld sparen. Und der alte Yeti hat ja einiges zu bieten.




Von Frank Mertens

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) Mitte September ist es so weit. Dann setzt Skoda seine große SUV-Offensive mit dem neuen Yeti fort. Das SUV der Tschechen fährt dann nicht nur optisch geschärft vor, sondern hat im Vergleich zu seinem Vorgänger auch die neuesten Technologien mit Blick auf Vernetzung und Fahrassistenzsystemen an Bord.

Doch was ist, wenn Sie jetzt Interesse an einem Yeti haben? Sollten Sie bis zum Modellwechsel im September warten? Nein, müssen Sie nicht. Wenn es Ihnen nicht darauf ankommt, immer die neuste Technologie an Bord zu haben, dann können Sie bereits jetzt getrost den Weg zum Händler antreten. Und das gleich aus zwei Gründen: Erstens ist auch der alte Yeti kein schlechtes Auto (ganz und gar nicht), sondern Sie können jetzt beim Kauf sogar viel Geld sparen – nämlich bis zu 4450 Euro. Denn die VW-Tochter hat vor dem Modellwechsel das Sondermodell Drive aufgelegt – und bietet dafür gleich auch noch mit „Best of Entertainment“ und „Best of Function“ zwei Ausstattungspakete an. Es war also nie günstiger Yeti zu fahren als jetzt.


Unterwegs mit dem 2.0 TDI mit 150 PS

Wir sind den Yeti als 2.0 TDI mit Allradantrieb und Direktschaltgetriebe Probe gefahren. Als Sondermodell Drive steht er mit 31.888 Euro in der Preisliste. Klar, es muss nicht immer Allrad sein, auch braucht es nicht unbedingt das DSG. Doch beides macht den Yeti noch attraktiver. Vor allem der Allradantrieb sorgt gerade jetzt im Winter für ein gutes Gefühl, lässt einen mit sichererem Gefühl über schneebedeckte Straßen fahren.

Der von uns gefahrene TDI bringt es auf eine Leistung von 150 PS und ein maximales Drehmoment von 340 Newtonmetern, das zwischen 1750 bis 3000 Umdrehungen anliegt. 150 PS für ein fast 1,6 Tonnen schweres Auto hört sich gut an – ist es auch, denn mit soviel Leistung fühlt man sich in diesem Auto gut aufgehoben, wenn es auch mal etwas schneller vorangehen soll wie bei Überholvorgängen auf der Landstraße oder auf der Autobahn. Für den Sprint auf Tempo 100 benötigt der Yeti 9,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 192 km/h erreicht.

Doch wie fährt sich dieser kompakte SUV denn nun? Gut, wirklich gut, vor allem in der Stadt. Hier kommt ihm seine kompakte Form zu Gute. Mit einer Länge von 4,22 Metern ist er nicht zu groß, um auch in der Stadt noch irgendwo einen Parkplatz zu finden. Fürs Einparken empfohlen wird übrigens eine Rückfahrkamera (ab 240 Euro) – sie macht einem das Leben dann doch deutlich leichter und schont einem in engen Lücken die Nerven. Der Vierzylinder-Diesel im Yeti ist übrigens im Stadtverkehr deutlich wahrnehmbar – sein Nageln vor allem im kalten Zustand nicht zu überhören. Doch daran gewöhnt man sich schnell. Ansonsten gibt es wenig zu meckern. Das DSG macht ebenso einen guten Job wie die direkt ansprechende Lenkung, die dem Fahrer eine gute Rückmeldung gibt. Wie schaut es mit dem Verbrauch aus? Der wird mit 5,5 Litern angegeben. Doch in der wirklichen Welt lag er bei 7,4 Litern. Die Karosserieform mit einem cW-Wert von 0,365 fordert halt an der Zapfsäule ihren Tribut.

Ausreichend Platz im Innenraum

Das Heck des Skoda Yeti
Das Heck des Skoda Yeti © AG/Mertens

Im Innenraum findet sich für Fahrer und Beifahrer ausreichend Platz – und auch im Fond können selbst großgewachsene Passagiere dank eines Radstandes von 2,58 Metern noch recht kommod sitzen. Der Kofferraum offeriert übrigens Platz für mindestens 405 Liter Gepäck. Das Volumen kann bei herausgenommenen Rücksitzen bis zu 1760 Litern gesteigert werden kann. So lassen sich dann auch einmal etwas sperrigere Dinge transportieren. Qualitativ gibt es übrigens auch im „alten“ Yeti an der Innenraumanmutung nichts zu beanstanden. Die Materialien sehen wertig aus und fühlen sich auch so an. Doch hier bietet Skoda – gerade haben die Tschechen das alte Jahr erneut als erfolgreichster Importeur beendet – seit jeher eine gute Verarbeitungsqualität.

Wer also jetzt Lust hat, einen Yeti zu fahren, nur zu. Das Sondermodell Drive verfügt unter anderem über 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Telefon-Freisprecheinrichtung mit Bluetooth-Funktion, die Klimaanlage Climatronic und beheizbare Vordersitze. Obendrauf gibt es eine fünfjährige Garantie. Das Sondermodell ist zudem mit Bi-Xenonscheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht inklusive LED-Tagfahrlicht, einem Fahrlichtassistenten und Regensensor unterwegs. Viel falsch machen kann man jetzt also nicht, wenn man nicht die Geduld hat, auf den Neuen zu warten.






Mehr zur Marke Skoda

SUV-Offensive der tschechischen VW-TochterSkoda-Chef Maier: «Wir haben noch mehr Pfeile im Köcher»

Erst kam der Kodiaq und jetzt der Karoq. Innerhalb seines Wachstumskurses setzt Skoda dabei auf weitere mehrheitsfähige SUV-Modelle. Sie spielen in der Strategie der VW-Tochter eine tragende Rolle.


Weltpremiere in StockholmSkoda Karoq: Weiter aufwärts mit der Kraft der SUVs

Erst Kodiaq, nun Karoq: Skoda setzt auf seinem Wachstumskurs auf die Kraft der SUVs. Sie boomen - und davon will die VW-Tochter weiter profitieren und bringt im Herbst einen kompakten Geländewagen auf den Markt. Die Weltpremiere feierte der Yeti-Nachfolger nun in Stockholm.


Ab 19 UhrWeltpremiere Skoda Karoq im Livestream

Skoda setzt seine SUV-Offensive fort. Nach dem Kodiaq präsentiert die VW-Tochter an diesem Mittwoch in Stockholm den kompakten Karoq. Verfolgen Sie ab 19 Uhr die Weltpremiere im Live-Stream auf der Autogazette.



Mehr aus dem Ressort

Volvo XC60
Marktstart im JuliVolvo XC60: Neues Ärgernis für Audi und Co.

Wer sorgt bei den Mittelklasse-SUVs in Europa für eine Erfolgsgeschichte? BMW? Audi? Mercedes? Nein, es ist Volvo mit dem XC60. Nun bringen die Schweden die neue Generation ihres Bestsellers auf den Markt.


Honda bringt den Civic auch als Viertürer
Limousine mit großem KofferraumHonda Civic Stufenheck: Auf der Suche nach Accord-Kunden

Honda hat den neuen Civic auch als Stufenheck-Limousine im Angebot. Die Japaner hoffen dabei auf mittlerweile heimatlose Kunden des früheren Schwestermodells.


Der Opel Crossland X tritt an die Stelle des Meriva
Crossover mit SUV-AnleihenOpel Crossland X: Neue Aussichten

Kleinere SUV verdrängen immer mehr die Mini-Vans aus dem Markt. Opel bringt mit dem Crossland X einen äußerst attraktiven Nachfolger für den biederen und bereits ausgelaufenen Meriva.