24. April 2013

Fahrbericht 1.2 TSI mit 7-Gang-DSG Seat Ibiza: Idealer Begleiter für die Stadt

Der Seat Ibiza überzeugt mit seinen Fahrleistungen.
Der Seat Ibiza überzeugt mit seinen Fahrleistungen. © Seat

Der Seat Ibiza avanciert zu einem idealen Begleiter in der Stadt. Vor allem dann, wenn man den Kleinwagen der Spanier mit dem Siebengang-Direktschaltgetriebe bestellt. Wir haben den 1.2 TSI mit 105 PS getestet.




Von Frank Mertens

Wer als Großgewachsener mit dem Kauf eines Seat Ibiza liebäugelt, der sollte sich das genau überlegen. Denn wer in den Kleinwagen der Spanier mit einer Körpergröße jenseits der 1,80 Meter einsteigen will, muss schon seinen Kopf einziehen, will er ihn sich nicht an der niedrigen Dachkante stoßen.

Auch im Innenraum ist es so, dass man dort alles andere als viel Platz vorfindet, insbesondere auf der Rückbank. Bequem ist es hier gerade einmal für Kinder, Erwachsene mag man längere Strecken im Fond nicht zumuten. Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus.


Gelungene Motor-Getriebekombination

Doch manchmal ist es ganz gut, einem Auto auch eine zweite Chance zu geben. Das trifft auch auf den Seat Ibiza zu. Denn der Kleinwagen der Spanier wartet mit einer ganzen Menge Stärken auf, vor allem mit Blick auf seine Fahrleistungen. So lässt sich der von uns gefahrene Testwagen mit dem 1.2 TSI-Motor mit 105 PS und dem exzellenten Siebengang-Direktschaltgetriebe unkompliziert und entspannt durch den Stadtverkehr Berlins bewegen. Diese Motor-Getriebe-Kombination erweist sich Idealbesetzung nicht nur für die Fahrt durch die vollen Innenstädte.

Das Cockpit des Seat Ibiza
Das Cockpit des Seat Ibiza © Seat

Auch außerhalb der Stadt bietet der 105 PS starke Vierzylinder-Motor aus dem VW-Konzernregal mit einem maximalen Drehmoment von 175 Newtonmetern ausreichend Leistung, um nicht als Verkehrshindernis angesehen zu werden. Ganz im Gegenteil, der Ibiza entfaltet auf der Autobahn durchaus sportliche Attribute. So beschleunigt der Kleine in flotten 9,7 Sekunden auf Tempo 100 und seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei völlig ausreichenden 190 km/h – und dabei überrascht der Ibiza selbst bei hohem Tempo auf der Autobahn mit geringen Innenraumgeräuschen.

Guter Verbrauch

Mit Blick auf das Fahrwerk bietet der Spanier einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit, denn wer mag, der kann es mit dem 4,06 Meter langen Fünftürer durchaus sportlich angehen lassen – und das nicht nur wegen der guten Motor-Getriebekombination. Die Lenkung spricht direkt an und vermittelt dem Fahrer so einen guten Kontakt zur Straße. Und wer auch einmal etwas flotter durch enge Kurven fahren will, kein Problem.

Der Seat Ibiza hält souverän die Spur, ohne das sofort das ESP einregelt. Für einen Kleinwagen macht er das alles sehr, sehr ordentlich. Das kann man auch von dem Verbrauch des 1150 Kilogramm schweren Ibiza sagen. Den vom Hersteller in Aussicht gestellten Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern verpasst er zwar – aber nur ganz knapp. Nach ausgiebigen Testfahrten standen am Ende 6,6 Liter auf dem Bordcomputer, ein guter Wert. Auch deshalb, weil wir dabei teilweise doch recht flott unterwegs waren.

Das Heck des Seat Ibiza
Das Heck des Seat Ibiza © Seat

Ansonsten kann man sich auch wenig über den Innenraum beklagen. Hier gibt es zwar viel Kunststoff, doch das sieht trotzdem qualitativ recht anständig aus. Im Kofferraum des fünftürigen Ibiza findet sich übrigens Platz für 292 Liter Gepäck, womit sich der Ibiza auch nicht zu verstecken braucht.

Der Spaß, einen Ibiza als Fünftürer zu fahren, beginnt für den 1.2 Liter-Benziner mit 60 PS und manuellem Fünfganggetriebe übrigens bei 11.690 Euro. Wer Lust hat, den von uns getesteten 1.2 TSI mit 7-Gang-DSG in seine Kaufentscheidung mit einbeziehen zu wollen, der muss dafür mindestens 19.285 Euro einplanen. Für einen Kleinwagen ist das durchaus eine Ansage.








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