Opel Zafira: Neuauflage der Verwandlungskünstlers

Familien-Van kommt im September

Der neue Opel Zafira kommt im September in den Handel.
Der neue Opel Zafira kommt im September in den Handel. © Opel

Der Opel Zafira ist und bleibt ein fester Bestandteil im Portfolio des Rüsselsheimer Autobauers. Nun kommt das Facelift des Familien-Vans auf den Markt. Optisch wirkt er sportlicher als sein Vorgänger, aber auch technisch hat er zugelegt.

Er ist sicherlich kein Topseller im Modellprogramm von Opel. Von einem Corsa oder einem Astra werden deutlich mehr Fahrzeuge abgesetzt. Doch der Familien-Van Zafira ist eine wichtige Stütze des Wachstumskurses des Rüsselsheimer Autobauers. Auf den Zafira entfallen immerhin rund fünf Prozent der Opel-Verkäufe. "Durchschnittlich setzen wir 14.000 Zafiras jährlich ab", sagte Deutschland-Chef Jürgen Keller bei der Vorstellung des neuen Zafira in Frankfurt/Main.

Seit seiner Einführung im Jahr 1999 wurden europaweit 2,7 Millionen Einheiten verkauft. Nicht nur das: Opel hat mit dem Zafira vor 17 Jahren ein neues Segment gegründet, das der MPV, der Multi Purpose Vehicle. "Kein Auto hatte damals eine solche Variabilität wie der Zafira", sagte Keller und zielte damit auf das variable Sitzsystem mit bis zu sieben Sitzen ab.

Variabilität als große Stärke

Das haben sich mittlerweile zwar auch viele Mitbewerber von Opel abgeschaut, dennoch liegt darin nach wie vor eine der großen Stärken des Zafira. Er kann als Siebensitzer, aber auch durch seine in sich verschiebbaren Sitze beispielsweise auch als Viersitzer genutzt werden. Je nach Belieben und den Bedürfnissen an die Zuladung. Der Zafira ist und bleibt auch in der Neuaflage ein Verwandlungkünstler. Daneben haben die Passagiere die Möglichkeit, in mehr als 30 Ablagemöglichkeiten ihren Kleinkram zu verstauen.

Sieben Sitze, hört sich gut an. Doch werden diese auch genutzt und nachgefragt? Werden sie. So entscheiden sich 52 Prozent aller Kunden für den Zafira als Siebensitzer, wie Keller berichtet. Damit trifft Opel also den Nerv der Kunden. Das Segment der Familien-Vans in Europa boomt zwar nicht derart wie das der SUVs. Doch in Europa entfielen im zurückliegenden Jahr immerhin 730.000 Zulassungen auf solche Fahrzeuge. Ein enormes Potenzial, an dem auch Opel teilhaben will.

Damit das gelingt, wurde das Design des Zafira aufgehübscht, der Designsprache des neuen Opel Astra angepasst, wie Designer Uwe Müller sagte. Das macht sich optisch vor allem an der Front bemerkbar. Der Grill wirkt sportlicher als beim Vorgänger, im Zusammenspiel mit den Frontscheinwerfern bilden sie eine Einheit. Dadurch, dass die dreidimensionale Chromspange bis in die Scheinwerfer hineinreicht, wirkt der neue Zafira zugleich etwas breiter.