14. September 2016

Fahrbericht Marktstart am 24. September Opel Mokka X: Frischzellenkur für den Eroberer

Der Opel Mokka X kommt Ende September. Fotos ▶
Der Opel Mokka X kommt Ende September. © Opel

Der Opel Mokka ist für die Rüsselsheimer ein Absatzbringer. Seit seinem Marktstart wurden bereits 600.000 Fahrzeuge bestellt - nun kommt der Nachfolger auf den Markt. Was er zu bieten hat, lesen Sie in unserem Fahrbericht.




Von Frank Mertens

Kein anderes Segment wächst so stark wie das der SUV. So ist das B-Segment dieser Fahrzeugklasse seit 2012 bis 2015 von 449.000 Fahrzeugen auf rund 1,24 Millionen Fahrzeugen gestiegen. Wer in diesem Segment seinen Kunden etwas anzubieten hat, der kann seine Absatzzahlen kräftig beflügeln.

Opel profitierte dabei bislang von der hohen Nachfrage nach dem Mokka, den die Rüsselsheimer jetzt in der neuen Generation auf den Markt bringen und der an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen soll. 600.000 Bestellungen gingen seit 2012 für den Mokka ein, davon trotz des anstehenden Modellwechsels bis August 21.000. Das Auto kommt bei den Kunden an. Für den Nachfolger liegen vor dem Marktstart am 24. September bereits 50.000 Orders vor, wie Deutschland-Chef Jürgen Keller bei der Fahrvorstellung des neuen Modells im schottischen Edinburgh zufrieden feststellte. Vor allem aber bringt der Mokka neue Kunden zur Marke. "Er ist unser Eroberer. Sechs von zehn Kunden sind neu bei Opel", so Keller.


Wertiger Innenraum

Der neue Mokka, der neuerdings das X im Namen trägt, wartet dabei vor allem durch ein neugestaltetes Cockpit mit neuer, übersichtlicher Instrumentierung auf. Die neue Optik der Rundinstrumente haben der Anmutung des Innenraums gut getan, sie wirkt wertiger und die Anzeigen sind besser abzulesen. Das X steht dabei übrigens für Explorer, Entdecker. Der neue Opel Mokka X soll den Kunden ein Stück Abenteuer anbieten - deshalb wird er optional auch mit Allradantrieb angeboten.

Für ihn entscheiden sich dann immerhin 25 Prozent der Kunden. Gut, der Mokka ist kein Auto für den harten Geländeeinsatz, doch die Fahrt abseits befestigter Straßen bereiten dem Allradsystem keine Probleme. Bei den Testfahrten in den schottischen Highlands ließ sich der Mokka X weder durch schlammige Feldwege noch durch abfallende Schotterpisten beeindrucken. Natürlich gibt es den neuen Mokka neben der Berganfahr- auch mit der abfahrhilfe, auch wenn sich das Gros der Kunden selten ins Gelände verirren dürfte.

Vernetzung als Stärke

Der Mokka erhielt neue Instrumente
Der Mokka erhielt neue Instrumente © Opel

Ohnehin ist der Mokka X eher das Auto für die Stadt, für Kunden, die durchaus mit etwas Lifestyligem unterwegs sein wollen. Damit dieses Klientel von dem Mokka angesprochen wird, setzt der Mokka auch auf das Thema Vernetzung. Natürlich lässt sich das Auto mit dem Smartphone verbinden; Apple Car-Play ist ebenso nutzbar wie Android. Wie alle Neuwagen ist natürlich auch der Mokka mit dem OnStar-System unterwegs.

Es verfügt nicht nur über das Notrufsystem eCall, sondern ebenso über die Option, sich mit einem Mitarbeiter in einem Callcenter verbinden zu lassen, der einem auf Wunsch nicht nur ein gutes Restaurant in der Nähe empfiehlt, sondern einem die Adresse auch gleich ins Navigationssystem schickt. Hört sich vielleicht etwas überflüssig an, ist es aber nicht. Hat man diesen Service einmal genutzt, mag man ihn nicht mehr missen.

Empfehlenswert ist das Navi 900 Intelli-Link-System im Mokka. Mit diesem Infotainmentsystem lässt sich nicht nur einfach die auf dem Smartphone enthaltene Musik ins Fahrzeug transferieren, sondern das Navigationssystem auch durch Sprachsteuerung bedienen. Das funktioniert alles recht intuitiv und ohne Nervereien, weil einem das System nicht ständig erneut dazu auffordert, das Ziel erneut anzusagen, weil es einen partout nicht verstehen mag.

Der Mokka, den Opel für den 1.6er Benziner mit 115 PS unverändert für 18.990 Euro anbietet, wartet daneben mit einer Vielzahl von Nettigkeiten auf. Dazu zählen beispielsweise Sitze mit dem Gütesiegel der "Aktion Gesunder Rücken", automatisches Fernlicht mit LED-Leuchten, eine Verkehrsschildererkennung und ein Notbremsassistent. Ein Totwinkelwarner ist indes nicht im Angebot. Die Kunden jedenfalls lassen sich ihren Mokka einiges kosten, denn 59 Prozent aller Kunden ordern ihn in der höchsten Ausstattungsvariante Innovation, wie Keller berichtet.

Zwei Diesel, drei Benziner im Angebot

Das Heck des Opel-SUV
Das Heck des Opel-SUV © Opel

Angeboten wird der Mokka X zum Marktstart mit zwei Dieselmotoren mit 110 und 136 PS Leistung und drei Benzinern, dessen Leistungen sich auf 115 PS, 140 und 152 PS belaufen. Dabei entscheiden sich 74 Prozent aller Mokka-Käufer übrigens für einen Benziner. Von uns gefahren wurde bei den Testfahrten in der Umgebung von Edinburgh der 136 PS starke Diesel. Es ist ein laufruhiges Aggregat, das aber nach Drehzahl verlangt, um auf Touren zu kommen. Wer einen etwas steileren Streckenabschnitt im dritten oder sogar vierten Gang angeht, sollte sich darauf einstellen, schnell den Gang zu wechseln. Das maximale Drehmoment vom 320 Nm liegt dann auch nur zwischen 2000 bis 2250 Umdrehungen an.

Doch abgesehen davon macht der 1.6er Diesel seine Sache recht gut. Das 1449 Kilogramm schwere SUV beschleunigt in 10,3 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 187 km/h an. Der Durchschnittsververbrauch wird mit 4,7 Litern auf 100 Kilometern angegeben. Unser Testwagen beginnt übrigens bei 27.390 Euro. Ein Schnäppchen ist der Mokka X damit nicht. Doch für diesen Preis erhält man ein recht stimmiges Gesamtpaket, das für weitere gute Absatzzahlen sorgen dürfte. Denn bis auf den Mokka haben die Rüsselsheimer bislang keine weiteren SUVs im Angebot, können von der hohen Nachfrage nach SUVs nicht weiter profitieren. Aber das soll anders werden, nach und nach sollen weitere SUVs folgen. Wie viele es sein werden, dazu verrät der Autobauer indes nichts.






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