16. März 2015

Fahrbericht Lifestyle-Flitzer aus Rüsselsheim Opel Adam Rocks: Der Frühling kann kommen

Der Opel Adam Rocks kostetet mindestens 15.990 Euro. Fotos ▶
Der Opel Adam Rocks kostetet mindestens 15.990 Euro. © AG/Mertens

Der Lifestyleflitzer Opel Adam hat sich für die Rüsselsheimer zu einem Erfolg entwickelt. Seit Ende des vergangenen Jahres gibt es nun den Rocks. Was er zu bieten hat, zeigt unser Test mit dem 115 PS starken Dreizylinder.




Von Frank Mertens

Wenn es um Lifestyle geht, dann lassen sich die Autobauer nicht lumpen. BMW schickt dafür den Mini an den Start, Audi den A1 und bei den Italienern ist es der Fiat 500. Opel bietet für diese zahlungswillige Klientel den Adam an, der die Rüsselsheimer mit seinen Verkaufszahlen erfreut.

Seit Ende des vergangen Jahres hat Opel von seinem Cityflitzer dann auch noch ein Crossover-Modell aufgelegt: es heißt Rocks und ist nicht nur um 1,5 Zentimeter höher gelegt als der Adam, sondern verfügt auch noch über ein Stofffaltdach (gibt es neuerdings auch für den Adam). Während das in fünf Sekunden öffnende Dach einen Hauch von Cabrio versprüht, sorgen die breiteren Radläufe mit ihren Plastikbeplankungen zudem für Offroad-Chic.


15 Prozent der Adam-Kunden kaufen Rocks

Den Kunden scheint es zu gefallen: so entfallen mittlerweile rund 15 Prozent aller Adam-Verkäufe auf den Rocks. Die Kunden sind dabei ausgesprochen zahlungsbereit: Der Einstiegspreis liegt bei 15.990 Euro für den 1.2-Liter Benziner mit 70 PS, der von uns gefahrene Adam Rocks mit dem neuen 1.0-Liter Dreizylinder-Turbobenziner hat 115 PS, kostet schon 18.790 Euro und ist im Gegensatz zu den Vierzylindermotoren mit einem fein abgestimmten Sechsgang-Schaltgetriebe unterwegs. Damit lassen sich die Gänge knackig einlegen.

Der Dreizylinder im Adam Rocks
Der Dreizylinder im Adam Rocks © AG/Mertens

Doch was ist von dem Dreizylinder zu halten, der zur neuen Motorengeneration von Opel gehört? Kann man sich für dieses Aggregat getrost entscheiden? Man kann, ohne Einschränkungen. Vor allem auch deshalb, weil der Preisunterschied zum 90 PS starken Dreizylinder gerade einmal 300 Euro beträgt. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen, will man sich den Spaß nicht verderben.

Der Turbobenziner agiert in dem 3,75 Meter langem Adam Rocks mit seinen 115 PS ausgesprochen agil und durchzugsstark. Kein Wunder, denn immerhin bietet das Aggregat 170 Newtonmeter auf, die bereits ab 1800 Touren bis 4500 Touren zur Verfügung stehen. So unterwegs, kann man flott von der Ampel weg beschleunigen und auch beim Überholen zügig vorankommen. Das macht Spaß. Wer will, der kann natürlich auch 196 km/h schnell mit dem Rocks fahren oder in 9,9 Sekunden auf Tempo 100 sprinten. Aber viel mehr Freude bringt der Rocks im Stadtverkehr.

Nette Größe für die Stadt

Hier kann man mit ihm flink die Spur wechseln und vor allem auch dank seiner geringen Abmessungen gut einen Parkplatz finden. Großstädter wird dies ebenso freuen, wie der City-Modus der Lenkung, der das Einparken noch leichter macht. Das ist eine feine Sache, die man ebenso nicht missen möchte, wie das beheizbare Lenkrad und die Sitzheizung (Aufpreis 350 Euro) in diesen doch wieder arg kühlen Tagen.

Die Heckansicht des Adam Rocks
Die Heckansicht des Adam Rocks © AG/Carl Mertens

Dass mit dem City-Modus ist zwar schön und gut, aber aufgrund der schlechten Sicht nach hinten sollte man auf jeden Fall auf das Intelli-Link-System zurückgreifen (300 Euro). Es ermöglicht nicht nur die Verbindung des Smartphones mit dem Auto, sondern zeigt auch im 7 Zoll großen Display optisch an, wieviel Platz noch beim Parkvorgang bleibt. Natürlich kann man sich auch mit dem Parkassistenten automatisch in die Parklücke bugsieren lassen, dieser Spaß schlägt dann aber mit 580 Euro zu Buche. Ach ja, was ist mit dem Verbrauch? Er lag am Ende der Testfahrten bei 5,7 Liter, was noch so gerade in Ordnung ist.

Und wie schaut es mit dem Platz im Innenraum aus? Fahrer und Beifahrer brauchen sich nicht beklagen – sie sitzen auf den wohlkonturierten Sitzen sehr bequem. Doch hinten sieht das schon ganz anders aus: dort sind die Sitze zwar recht tief, aber wirklich lange mag man dort als Erwachsener nicht sitzen. Der Adam Rocks ist halt ein Lifestyleflitzer und kein Vernunftsauto. Das sieht man auch am Kofferraum, der einem gerade einmal 170 Liter Gepäckraumvolumen bietet. Ein Hauch von nichts. Aber das ändert nichts daran, dass der Adam Rocks einen guten Eindruck hinterlässt.






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