29. Juli 2013

Fahrbericht Kompakter mit sparsamen Motoren Mazda3: Schickes Design gepaart mit Effizienz

Der Mazda3 sieht ansprechend aus.
Der Mazda3 sieht ansprechend aus. © Mazda

Das Kompaktsegment ist das am stärksten umkämpfte Segment. Wer hier mithalten will muss mehr bieten als ein attraktives Design. Hat der Mazda3 das Zeug dazu, sich gegen Golf und Co. zu behaupten?




Wer im Kompaktsegment auf dem hiesigen Markt mehr als nur einen Achtungserfolg gegen den Platzhirschen VW Golf erzielen will, muss sich ganz schön ins Zeug legen. Das hat Mazda beherzigt und setzt beim neuen Mazda3 auf schickes Design, sparsame Motoren sowie ein modernes Infotainment- und Technikangebot. Die dritte Generation des Kompaktmodells debütiert Mitte Oktober in der in Deutschland beliebten Fließheckvariante. Beim Preis orientieren sich die Japaner am Vorgänger.

So startet der Fünftürer ab 16.990 Euro in Verbindung mit dem neuen, 74 kW/100 PS starken 1,5-Liter-Basis-Benziner. 20.190 Euro werden für den ebenfalls neuen, 2,0-Liter mit 88 kW/120 PS fällig. Der aus dem Mazda6 bekannte 2,0-Liter mit 121 kW/165 PS (5,8 Liter, 135 g/km) sowie der 2,2-Liter-Diesel mit 110 KW/150 PS (4,1 Liter, 107 g/km) runden das Motorenangebot nach oben ab.

Der leistungsstarke Benziner hat nicht nur wie die anderen Triebwerke serienmäßig Start-Stopp an Bord, sondern verfügt zudem über einen Speicher, der durch die Rückgewinnung von Bremsenergie gefüllt wird. Die Energie wird benutzt, um zum Beispiel beim Ampelstopp die Klimaanlage zu betreiben ohne dass Motorleistung benötigt wird.


Effektives Abgassystem im Mazda

Das 1,5-Liter-Aggregat gehört zu der Skyactiv-Motorenfamilie, die sich durch eine hohe Verdichtung (14,0:1) sowie ein besonders effektives Abgassystem auszeichnet. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern (119 g/km) ist der Motor um 1,2 Liter sparsamer als das bisherige 1,6-Liter-Triebwerk mit 77 kW/105 PS. Das maximale Drehmoment von nur 150 Nm bedeutet jedoch: Schalten, Schalten, Schalten. Das macht aber dank des knackigen Sechsgang-Getriebes durchaus Freude. Dem positiven Fahreindruck kommt auch zugute, dass der Dreier mit 1.265 Kilogramm ein rechtes Leichtgewicht ist. Der Standardspurt gelingt in 10,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 182 km/h erreicht.

Wer ein wenig mehr Leistung und Drehmoment goutiert, ist sicherlich mit dem 88 kW/120 PS starken Benziner besser bedient. Dieser begnügt sich wie der kleine Otto mit 5,1 Litern für die Wegstrecke von 100 Kilometern. Er mobilisiert aber immerhin 210 Nm, gibt sich deutlich agiler und macht auch mit der alternativ angebotenen Sechsgang-Automatik eine gute Figur. Die schaltet butterweich. Bei ersten Überlandfahrten sowie Ausflügen auf limitierte Autobahnstrecken hatte man nicht den Eindruck, schwächlich unterwegs zu sein. Mazda rechnet damit, dass sich das Gros der Kunden für dieses Triebwerk entscheidet.

Attraktives Design

Das Cockpit des Mazda3
Das Cockpit des Mazda3 © Mazda

Mazda setzt aber nicht nur auf sparsame Motoren: Die Designer durften dem Dreier ein richtig schickes Blechkleid schneidern. Die Formen erinnern an den Mazda6. Der große, chromeingefasste Kühlergrill, die riesige Motorhaube mit den prägnanten Sicken sowie die markanten Leuchten und die knappen vorderen und hinteren Überhänge lassen den Bonsai-Sechser agil und sportlich wirken.

Das Fahrzeug ist breiter (plus 4 Zentimeter) und flacher (minus 2,5 Zentimeter) als das Vorgängermodell. Obwohl die Länge mit 4,47 Metern unverändert geblieben ist, bietet es dank des um 6 Zentimeter auf nun 2,70 Meter verlängerten Radstands nun deutlich mehr Platz. Der Raumgewinn zeigt sich vor allen Dingen im Fond. Hier können zwei 1,90 Meter lange Personen ohne Probleme Platz nehmen. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 350 und 1.250 Litern. Leider gibt es nicht das praktische Hebelsystem, mit dem sich die Rücksitzlehnen einfach aus dem Kofferraum heraus umklappen lassen.

Ansprechender Innenraum

Die Seitenlinie des Mazda3
Die Seitenlinie des Mazda3 © Mazda

Auch die Gestaltung des Interieurs zeigt eine frische Design-Handschrift. Das Cockpit ist aufgeräumt, über ein großes, 7-Zoll-Display lassen sich entweder mittels Sprachsteuerung oder durch einen zentralen Drehknopf im Mitteltunnel Radio oder Navigation bedienen. Das neue Infotainmentprogramm ermöglicht über das Smartphone den Zugang zu Internet-Radio oder sozialen Diensten.

Das optionale Assistenzsystemangebot umfasst nun neben einem Toten-Winkel-Warner auch einen Spurhalteassistenten, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sowie einen radargestützten Kollisionswarner mit Notbremsfunktion. In der höchsten Ausstattungsstufe werden die Informationen dieser Helfer sowie die vom Navigationssystem auf einem Headup-Display abgebildet. Genaue Preise dafür stehen zurzeit noch nicht fest.
Im Januar komplimentiert das Stufenheck das Karosserieangebot. Es streckt sich auf eine Länge von 4,59 Meter. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 419 und 1.754 Litern. Für den Vortrieb stehen der 120-PS-Benziner sowie der Diesel zur Wahl. Die Preise dürften beim Viertürer mit rund 20.000 Euro starten. Ein Kombiableger oder Cabrio ist indes nicht geplant. (SP-X)






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