8. April 2013

Fahrbericht Identische Basis mit Fiat 500 Ford Ka: Knutschkugel ohne Legenden-Hintergrund

Die Preise für den Ford Ka beginnen bei 9100 Euro.
Die Preise für den Ford Ka beginnen bei 9100 Euro. © Ford

Der Ford Ka ist das ideale Auto für die Stadt. Klein und wendig, die Schwächen lassen sich aber erst mit der nächsten Generation ablegen.




Von Thomas Flehmer

Der Begriff der Knutschkugel ist den Fiat 500 reserviert. Doch auf den Ford Ka trifft er ebenso zu, denn beide Modelle basieren auf der identischen Plattform und heben sich nur in den designerischen Freiheiten der Unternehmen voneinander ab. Doch während der italienische Kleinwagen aufgrund seiner Historie Kultstatus genießt, fährt der Ka in seiner erst zweiten Generation eher unscheinbar vor.


Ford Ka mit Knutschkugel-Genen

Dabei verfügt auch der kleine Kölner über Knutschkugel-Gene. Zwar besitzt der Ka nicht ganz so viele Rundungen wie der 500er, dafür weist er mit seiner Form auf seine frühere Basis hin, als die erste Generation noch von der Fiesta-Plattform abstammte.

Doch auch nach der Zusammenführung mit dem Partnermobil aus Italien hat der Ka seine Alltagsqualitäten nicht verloren. Der 3,62 Meter lange Kleinwagen bietet bei einem Radstand von 2,30 Metern vier Personen sogar recht gut Platz, hinten sollten aber die beiden kleinsten der vier Insassen sitzen. Auf 241 Liter Kofferraumvolumen findet dann noch das Gepäck Platz.

Traditionell gutes Ford-Fahrwerk

Und die Passagiere können sich auf der Fahrt wohlfühlen. Denn der Innenraum des Ka ist modern eingerichtet – zumindest in der Titanium-Version, die einen Aufpreis von 2000 Euro kostet. Hier hat sich Ford an den italienischen Ästheten ausgerichtet und den Ka nicht nur mit schnöder Hartplastik ausgestattet, sondern auch farbige Zierelemente benutzt. So verfliegt ein möglicher billiger Eindruck des Kleinwagenambientes.

Und auch der kleine 1,2 Liter große Benziner mit seinen 51 kW/69 PS gibt sich recht spritzig. Innerhalb von 13,2 Sekunden hat das Leichtgewicht Tempo 100 erreicht und schafft anschließend noch weitere 60 km/h. Auf der leeren Autobahn passierte die Nadel sogar die 170 km/h. Dann war es – nicht ungewöhnlich für einen Kleinwagen mit leider nur fünf Gängen – etwas lauter im Innenraum. Allerdings nicht unruhig, da das traditionell gute Ford-Fahrwerk auch den Ka souverän in der Spur hält.

Ford Ka 1.2 Titanium ab 11.10 Euro

© Ford

Allerdings steigt dann auch die Verbrauchsnadel kräftig an, sodass ein – auch völlig ausreichendes - Tempo von 140 km/h nicht unbedingt überschritten werden sollte. Hier flossen immerhin noch 6,3 Liter auf 100 Kilometern durch die Schläuche, in der Stadt waren es 6,7 Liter. Etwas viel für den kleinen Zwerg, für den Ford einen Verbrauch von 4,9 Litern angegebenen hatte. Hier muss die dritte Generation abgewartet werden, wenn dann auch der neue Dreizylinder Ecoboost unter der Motorhaube des Ka installiert wird.

Für 11.100 für die höchste Ausstattungsvariante Titanium steht der Ka vor der Tür. Dann ist der Ka aber auch schon mit Klimaanlage, Bordcomputer und zahlreichen weiteren Komfortelementen ausgestattet. Und spätestens dann ist der Kultstatus der Plattform-Schwester aus Italien schnuppe.






Mehr zur Marke Ford

Mini-Van mit praktischen SchiebetürenFord B-Max schiebt mit Höhen und Tiefen

Der Ford B-Max präsentiert sich bei der HU als überdurchschnittlich überzeugend. Ganz frei von Mängeln ist der Mini-Van aber nicht, wie die Pannenstatistik des ADAC mitteilt.


Sportwagen mit mehr LeistungFord Mustang erhält mehr Pferdchen

Ford schickt den Mustang überarbeitet nach Europa. Neben einem Plus an Leistung und optischen Retuschen, sorgt auch ein neues Getriebe für neue Bestwerte.


Elektrotransporter Streetscooter Work XLDHL und Ford arbeiten im großen Stil

Die DHL und Ford haben einen großen Elektrotransporter vorgestellt. Rund 200 Pakete finden in dem Aufbau auf Basis eines Transit-Fahrgestells Platz, die in bis zu 100 Kilometern Entfernung ausgefahren werden können.



Mehr aus dem Ressort

Ssangyong hat den Rexton komplett neu gestaltet
Vierte Generation des FlaggschiffsSsangyong Rexton: Neue Proportionen

Ssangyong fährt den Rexton in die vierte Auflage. Dabei hat das Flaggschiff eine komplette Umwandlung erhalten, bei der nur noch der Name übrig blieb.


Der Opel Insignia Country Tourer mag die rustikale Art
Dritte Variante des FlaggschiffsOpel Insignia Country Tourer: Ein wenig Freiheit und Abenteuer

Trotz des Booms bei den SUV gibt es auch noch Anhänger rustikaler Kombis. Opel schickt erneut die Offroad-Variante Country Tourer in den Schnee und Matsch.


Mitsubishi steigt mit dem Eclipse Cross in den Markt der SUV-Coupes ein
Auf der Plattform des OutlanderMitsubishi Eclipse Cross: Erhellender Lückenfüller zum Jubiläum

Mitsubishi startet ins Segment der SUV-Coupés. Mit dem Eclipse Cross wird zum hundertjährigen Jubiläum der Autosparte auf die Vergangenheit verwiesen und die Zukunft bemüht.