4. Mai 2010

Fahrbericht Leichte Modifikation Audi TT: Bergfest

Der neue Audi TT
Der neue Audi TT © Audi

Der Audi TT geht mit leichten Modifikation in seine zweite Lebenshälfte. Dazu gehören neben Retuschen am Design vor allem neue Motoren wie der 2.0 Turbobenziner mit 211 PS.




Benjamin Palm

Mit dezenten optischen Veränderungen und überarbeiteten Motoren rollt der Audi TT vier Jahre nach seiner Einführung in die zweite Lebenshälfte. Ein Bremskraftrückgewinnungssystem und eine Schaltempfehlung sollen den Kraftstoffverbrauch reduzieren. Das geliftete Coupé ist ab Juli 2010 zu Preisen ab 30 200 Euro erhältlich, der modellgepflegte Roadster beginnt bei 31 250 Euro.


Größere Lufteinlässe

Neu an der Front des Sportwagens ist das stärker akzentuierte schwarze Gitter des Kühlergrills, die Lufteinlässe am Stoßfänger sind größer. Eine Chromumrandung fasst die Nebelscheinwerfer ein. Unter den optionalen Xenon-Scheinwerfern findet sich das markentypische Band aus zwölf weißen LED-Tagfahrleuchten. Am Heck neu gestaltet sind die Rückleuchten, der Diffusor ist breiter geworden. Insgesamt wächst der kompakte Sportwagen in der Länge um zwei Zentimeter auf 4,19 Meter. Breite und Höhe bleiben unverändert. Außerdem stehen neue Lackierungen und Felgen zur Verfügung.

Durch die weit öffnenden Türen lassen sich Fahrer und Beifahrer auf die beiden tiefen, aber gut konturierten Sportsitze im Innenraum gleiten. Dort begegnen den Insassen neue Farbkombinationen, wie ein sportliches Rot an Sitzen und Schaltverkleidung. Die Bedienknöpfe in der Mittelkonsole beispielsweise zieren Aluminium-Applikationen, im Fahrersichtfeld sorgen mattschwarz unterlegte Displays und Anzeigeninstrumente für schnelle Übersicht.

Neue Motoren

Grundlegend überarbeitet wurden die Motoren. Neu im Sortiment ist der 2,0-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung und Aufladung. Mit einer Leistung von 151 kW/211 PS ersetzt er den leistungsschwächeren Vorgänger mit 144 kW/200 PS. Kombiniert mit der serienmäßigen Sechsgang-Handschaltung beschleunigt das Coupé binnen 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, erst bei Tempo 245 ist Schluss. Wer das optionale Doppelkupplungsgetriebe und den Allradantrieb wählt, dem gelingt der Spurt zur 100er Marke gar in nur 5,6 Sekunden. Wer dabei die klassischen Geräusche beschleunigender Sportwagen erwartet, wird enttäuscht: Der Motor gibt sich äußerst ruhig und leise, Windgeräusche verdrängen jeden Ton des Aggregats.

Erst mit Drücken der neuen Sporttaste ertönt ein kerniger Sound, der Fahrer und Passagiere daran erinnert, dass es sich um einen Kompaktsportler handelt. Gleichzeitig sind dann Fahrwerk und Lenkung dynamischer ausgelegt, auf jede Berührung des Gaspedals wird reagiert. Mit gezügeltem Gasfuß soll der Kraftstoffverbrauch laut Hersteller 6,6 Liter Super auf 100 Kilometern betragen, womit der Vierzylinder rund 1,1 Liter weniger schluckt als der leistungsschwächere Vorgänger.

Alternative Motoren

Als Alternative zum 2,0-Liter-Turbobenziner stehen der 1,8-Liter-Turbobenziner mit 118 kW/160 PS und der 2,0-Liter-Turbodiesel mit 125 kW/170 PS zur Auswahl. Der 3,2-Liter-Benziner mit sechs Zylindern und 184 kW/250 PS Leistung entfällt ersatzlos. Die Sportversion TTS treibt weiterhin der 2,0-Liter-Turbobenziner mit 200 kW/272 PS an, der noch schnellere TTRS hat einen 2,5-Liter-Turbobenziner mit 250 kW/340 PS unter der Haube.

Alle Aggregate sind fortan mit einem Bremsenergie-Rückgewinnungssystem gekoppelt, so dass die beim Verzögern entstehende Kraft gespeichert und beim Anfahren genutzt wird. Außerdem nennt eine im Bordcomputer angezeigte Schaltempfehlung dem Fahrer den optimalen Zeitpunkt zum Gangwechsel mit dem knackigen Handgetriebe. Der Einstiegsmotor, der 1,8-Liter-Turbobenziner, verbraucht dadurch nur noch 6,4 statt 6,7 Liter Super auf 100 Kilometer.

Sportlichkeit und sinkender Verbrauch müssen sich nicht ausschließen. Der neue Benziner verleiht Coupé und Roadster eine spritzige Note, ohne den Verbrauch zu erhöhen. Der um 200 Euro auf 30 200 Euro gestiegene Einstiegspreis dürfte angesichts der Modifikationen ebenfalls zu verschmerzen sein. (mid)






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