27. Oktober 2008

Fahrbericht Opel Meriva 1.7 CDTI Kleines Raumwunder

Der Opel Meriva
Der Opel Meriva © Foto: Opel

Der Meriva von Opel ist ein kleines Raumwunder. Damit avanciert er zu einem beliebten Auto für junge Familien. Einen guten Eindruck hinterlässt der Mini-Van als 1.7 CDTI mit 100 PS.




Von Frank Mertens

Der Opel Meriva ist mittlerweile zwar etwas in die Jahre gekommen, doch an seiner Attraktivität hat das wenig geändert. Der Mini-Van aus Rüsselsheim ist noch immer eine gute Alternative für die Kunden, die auf überschaubarem Raum viel Variabilität suchen. Und die hat der Meriva dank des durchdachten Sitzsystems FlexSpace zweifelsfrei zu bieten.


Verschiebbare Rückbank

Es ermöglicht neben dem mittlerweile zur Selbstverständlichkeit gewordenen Umlegen der Sitze auch eine Längsverstellung der Rückbank und eine Querverstellung der äußeren Fondsitze. Damit lässt sich der Meriva ganz prima den speziellen Alltagsbedingungen anpassen. Wem also der Platz im Kofferraum nach einem Großeinkauf nicht reicht, der schiebt ganz einfach die Rückbank um bis zu 20 Zentimeter nach vorn und vergrößert so schnell das Volumen des Kofferraums von 415 bis auf 560 Liter ohne Kofferraumabdeckung.

Prima sind auch die an den Rücksitzen angebrachten Klapptische, auf denen man nicht nur eine Trinkflasche abstellen kann, sondern die Kinder auch als Ablagefläche für den Malblock nutzen können. Ein kleines Detail nur, aber eines, dass man auf langen Fahrten mit den lieben Kleinen schnell zu schätzen lernt. Damit entwickelt sich der Meriva schnell zum Freund junger Klein-Familien.

Bequemes Einsteigen

Klein, praktisch, variabel - der Opel Meriva
Klein, praktisch, variabel - der Opel Meriva © Foto: Opel

Der Spaß am Meriva beginnt indes schon beim Einsteigen. Dank seiner Höhe kann man sich ohne Verrenkung auf dem Fahrer- und Beifahrerplatz niederlassen. Hat man erst einmal Platz genommen, ist es mit der Zufriedenheit aber erst einmal vorbei. Als großgewachsener Fahrer jenseits der 1,80 Meter stört man sich über die kurze Auflagefläche der Sitze, die die Oberschenkel zu wenig entlasten. Auf Dauer nervt das. Schade auch, dass die Verstellmöglichkeiten des Sitzes ausgesprochen beschränkt sind.

Abgesehen davon gibt es wenig am Innenraum zu meckern. Die Materialien machen einen guten Eindruck und fühlen sich gut an. Die Instrumente sind leicht zu bedienen und befinden sich dort, wo man sie erwartet.

Die Sitze lassen sich im Opel Meriva umlegen, sodass eine ebene Ladefläche entsteht
Die Sitze lassen sich im Opel Meriva umlegen, sodass eine ebene Ladefläche entsteht © Foto: Opel

Dieser gute Eindruck setzt sich auch beim Fahren fort. In unserem Fall mit dem 1.7 CDTi mit 100 PS. Mehr braucht man nicht, um gut und gelegentlich auch sportlich unterwegs zu sein. Das maximale Drehmoment von 260 Nm liegt bei 2000 Kurbelwellenumdrehungen an, den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Meriva in 12,8 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 180 km/h erreicht.

Leicht hakelige Schaltung

Das Cockpit im Opel Meriva
Das Cockpit im Opel Meriva © Foto: Opel

Das Sechsgang-Getriebe im Meriva verrichtet einen guten Job, wenn man von der leicht hakeligen Schaltung absieht. Wer mit dem Meriva auch einmal flotter um die Kurven fahren will, kann dies übrigens getrost tun. Das straff abgestimmte Fahrwerk macht das mit. Die Lenkung reagiert dabei sehr direkt und vermittelt eine gute Rückmeldung zur Straße. Als Normverbrauch gibt Opel für den Meriva 5,4 Liter an. Unter realen Fahrbedingungen ist dieser Wert aber nicht zu halten, sodass man getrost einen Liter draufschlagen sollte.

Wer sich nicht gerade für die Ausstattungsvariante Innovation entscheidet - hier gehört das Kurven- und Abbiegelicht zur Serienausstattung - sollte sich auf jeden Fall für dieses Lichtsystem entscheiden. 400 Euro sollte einem das Mehr an Sicherheit bei Dunkelheit wert sein. Wer nicht auf jeden Euro achten muss, dem sei der Kauf des gut und schnell arbeitenden Navigationsgeräts DVD 90 (1810 Euro Aufpreis) empfohlen. Das Navi ist n icht nur leicht zu bedienen, sondern gibt auch schnell die Routeninformationen ohne große Zeitverzögerung wieder.

Das Heck des Opel Meriva
Das Heck des Opel Meriva © Foto: Opel

Wer im Mervia unterwegs sein will, der muss dafür mindestens 15.830 Euro bezahlen (1.4 TwinPort mit 90 PS). Der von uns getestete 1.7 CDTI in der Ausstattungsvariante Innovation beginnt bei 21.430 Euro und bietet dem Kunden einen Preisvorteil von immerhin 1745 Euro.






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