29. Januar 2010

Fahrbericht Opel Insignia Sports Tourer Ecoflex Der Unruhestifter

Das Cockpit des Insignia
Das Cockpit des Insignia © Foto: Opel

Der Insignia ist für Opel ein Bestseller. Vor allem als Spritsparmodell ist der Rüsselsheimer als Sports Tourer oder Limousine zu empfehlen. Wir haben den 2.0 CDTi mit 160 PS getestet.




Von Frank Mertens

In Zeiten, in denen jeder noch stärker als bisher um Einsparungen bemüht ist, schaut man bei der Anschaffung eines Neuwagens natürlich auf den Verbrauch. Das haben auch die Hersteller erkannt und bieten entsprechende Spritsparmodelle an: Bei VW heißen sie BlueMotion, bei Skoda GreenLine und bei Opel Ecoflex.


Sparsamkeit und Fahrspaß

Bei den Kunden, kein Wunder, kommen diese Autos an. So bewegt sich bei Opel der Absatz von Fahrzeugen mit Spritspartechnologien auf einem Niveau um die 40 Prozent. Eine Tendenz, die weiter steigen dürfte, vor allem dann, wenn die Spritpreise wieder deutlich anziehen. Entsprechend interessant ist dabei ein Auto wie der Opel Insignia Ecoflex, den es mittlerweile als 2.0 CDTi mit 130 beziehungsweise 160 PS Leistung zu kaufen gibt.

Das Cockpit des Insignia
Das Cockpit des Insignia © Foto: Opel

Dass sich Sparsamkeit und Fahrspaß dabei nicht aus schließen müssen, dafür ist der Insignia Ecoflex dass beste Beispiel. Für unseren Testbericht haben wird die stärkere Variante des Insignia gefahren - und hier den Sports Tourer, wie Opel seinen Kombi nennt. Seit seinem Marktstart vor über einem Jahr hat sich der Insignia für den Rüsselheimer Autobauer mittlerweile zu einem Bestseller entwickelt. Seither wurden europaweit mehr als 180.000 Insignias verkauft, wobei der Sports Tourer erst seit April vergangenen Jahres erhältlich ist.

Überzeugendes Paket

Das Paket, das die Rüsselheimer mit dem Insignia EcoFlex bieten, lässt sich mehr als sehen. Unterwegs ist der Sports Tourer mit einem modernen Vierzylinder-Commonrail-Dieselmotor, der selbst bei den kalten Temperaturen dieser Tage recht laufruhig unterwegs ist. Als Durchschnittsverbrauch wird für den Sports Tourer vom Hersteller ein Wert von 5,3 Litern angegeben. Erreicht wurde er bei den Testfahrten indes nicht. Hier kamen wir auf 7,2 Litern, allerdings bei, zugegeben, flotter Fahrweise.

Ist der Insignia Ecoflex also eine Mogelpackung? Nein, keineswegs. Er kann durchaus halten, was er verspricht, allerdings nur dann, wenn man auch mit Bedacht fährt und nicht wie im Winter alle den Verbrauch steigernden Einrichtungen wie Klimaanlage, Heckscheibenheizung etc. ständig in Betrieb sind. Bei Fahrten vor einigen Monaten im Sommer, da jedoch mit der Limousine, kam der Autor auf einen Durchschnittsverbrauch von gerade einmal 5,3 Litern. Das sind Werte, über die sich jeder Autofahrer freut.

Gute Fahrleistungen

Der 2.0 CDTi-Motor
Der 2.0 CDTi-Motor © Foto: Opel

Wer sich noch etwas mehr gönnen will, kann dies tun. So bietet die Optionsliste unter anderem das Opel Eye (525 Euro Aufpreis), das nicht nur Verkehrsschilder erkennen kann und entsprechend Hinweise zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit im Cockpit anzeigt, sondern auch einen Spurhalteassistenten besitzt.

Der Sports Tourer
Der Sports Tourer © Foto: Opel

Beim Verlassen der Fahrbahn ertönt ein Warnton. Wer nach einer Start-Stopp-Automatik sucht, die nochmals für einen Minderverbrauch von 0,2 bis 0,4 Liter sorgt, wird indes enttäuscht. Sie kommt erst mit dem nächsten Modellzyklus. Der Einstiegspreis für den Insignia EcoFlex Sports Tourer liegt für die 130 PS-Variante bei 27.590 Euro. Das ist ein Preis, der bei den direkten Konkurrenten für Unruhe sorgen wird.

Die Fahrleistungen des 2.0 CDTI sind nicht zu beanstanden. In 9,9 Sekunden sprintet er auf Tempo 100, die Spitzengeschwindigkeit ist bei 215 km/h erreicht. Das sind allesamt Werte, die sich mehr als sehen lassen können und bereits einen Eindruck vermitteln, dass Sprit sparen und Fahrspaß sich nicht ausschließen müssen. Der CO2-Wert des von uns getesteten Insignia liegt übrigens bei 139 Gramm.

Während viele Spritsparmodelle anderer Hersteller nur mit einem manuellen Fünfganggetriebe unterwegs sind, sind es im Insignia EcoFlex sechs Gänge. Das lernt man vor allem auf der Autobahn zu schätzen.

Der AGR-Sitz im Opel
Der AGR-Sitz im Opel © Foto: Opel

Zu Schätzen lernt man bei längeren Strecken vor allem auch die Sitze im Insignia. Sie bieten eine Vielzahl von Verstellmöglichkeiten und lassen den Fahrer doch recht entspannt selbst nach langen Strecken aus dem Auto steigen. Nicht umsonst tragen die Sitze das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR). Die 390 Aufpreis sind gut investiertes Geld.






Mehr zur Marke Opel

SUV ab sofort bestellbarOpel preist Grandland X ein

Am Wochenende führt Opel den Crossland X in den Markt ein. Für den ab Herbst verfügbaren großen Bruder Grandland X haben die Rüsselsheimer nun die Preise bekannt gegeben.


Neuer Markenclaim von Opel«Die Zukunft gehört allen»

Einen Tag nach dem Rücktritt von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat der Autobauer mit „Die Zukunft gehört allen“ seinen neuen Markenclaim präsentiert. Damit wollen die Rüsselsheimer ein Versprechen an die Kunden geben.


Finanzchef rückt aufOpel-Chef Neumann tritt zurück, Lohscheller übernimmt

Karl-Thomas Neumann ist von seinem Amt als Opel-Chef zurückgetreten. Der Nachfolger ist mit dem Finanzchef Michael Lohscheller auch schon gefunden.



Mehr aus dem Ressort

Batterie wird ersetztVolvo entwickelt Karosserie zum Aufladen

Es klingt wie Science Fiction. Doch Volvo und das Imperial College in London wollen mit Kohlefasern nicht nur das Gewicht des Fahrzeugs senken, sondern auch noch als Energiespeicher einsetzen.


S40 und V50Volvo: Für fünf Euro Verbrauchssenkung

Volvo modifiziert die Motoren des S40 und des V50 und bietet den 1,6 Liter großen Diesel mit sechs Gängen an. Die Preisanpassung ist äußerst moderat.


S40 und V50Volvo: Für fünf Euro Verbrauchssenkung

Volvo modifiziert die Motoren des S40 und des V50 und bietet den 1,6 Liter großen Diesel mit sechs Gängen an. Die Preisanpassung ist äußerst moderat.