15. Dezember 2009

Fahrbericht Opel Insignia 2.0 Turbo 4x4 In eisige Höhen

Der Opel Insignia 4x4
Der Opel Insignia 4x4 © Foto: Opel

Für Opel hat sich der Insignia zum Bestseller entwickelt. Nun bringt der Rüsselsheimer Autobauer die Limousine und den Sports Tourer mit Allradantrieb auf den Markt.




Von Frank Mertens

Der Insignia hat sich für Opel zu einem Bestseller entwickelt. Seit seinem Marktstart vor einem Jahr hat sich das Flaggschiff des Rüsselsheimer Autobauer europaweit bereits mehr als 170.000 Mal verkauft. Mit diesem Auto ist der Konkurrenz in der Mittelklasse ein ernsthafter Konkurrent erwachsen, der nicht nur durch sein Aussehen auf sich aufmerksam macht, sondern auch als Innovationsträger. So bietet der Insignia nicht nur das moderne Lichtsystem AFL, sondern beispielsweise auch das so genannte Opel Eye - eine Kamera, die Verkehrsschilder erkennt und dem Autofahrer im Display der Mittelkonsole anzeigt, ob er nicht zu schnell unterwegs ist. Das ist ein nettes Gimmick. Mehr als eine nette Spielerei sind indes die von der Arbeitsgemeinschaft Gesunder Rücken (AGR) mit einem Prüfsiegel versehenen Sitze. Sie ermöglichen eine Vielzahl von Einstellungen, mit denen man die für seine Bedürfnisse richtige auswählen kann. Wer einmal auf einem solchen Sitz gesessen hat, wird ihn kaum mehr missen wollen, da man doch deutlicher entspannter am Ziel ankommt.


Ein Plus an Sicherheit

Nun wertet Opel den Insignia weiter auf - und bietet ihn mit einem modernen permanenten Allradsystem an. Der Aufpreis von 3180 Euro für den Vierradantrieb lohnt sich - und das nicht nur für Fahrer, die in winterlichen Gegenden unterwegs sind. Auch auf trockenem Untergrund bietet das System eine bessere Traktion - und so ein Plus an Sicherheit. Die Leistungskraft des Insignia 4x4 zeigt sich jedoch erst auf schneebedeckten Straßen wie in diesen Tagen bei unserer Testfahrt mit der Limousine mit dem 2.0 Liter-Turbobenziner im tief verschneiten österreichischem Obertauern.

Während vor dem Tauern-Tunnel die Besitzer eines Autos mit Frontantriebs zum Anlegen der Schneeketten auf den Standstreifen fahren mussten, konnten wir im Insignia 4x4 bequem und mit einem guten Gefühl an ihnen vorbeifahren. Das System ist so konzipiert, dass es sich zugleich an die verschiedenen Modi der Fahrwerkseinstellung Flex-Ride anpasst. Mittels Tastdrucks auf der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen einem Tour- und einem Sportmodus wählen. Ohne Tastdruck ist man im Normalmodus unterwegs.

80 Millisekunden bis zur Kraftverteilung

Kein Problem auf Eis
Kein Problem auf Eis © Foto: Opel

Das Allradsystem hinterlässt selbst unter schwierigen Bedingungen wie beim Anfahren am Berg auf eisigem Untergrund einen guten Eindruck. Ob man nun mit Berganfahrassistent unterwegs ist oder auf die Handbremse zurückgreift - das Allradsystem sorgt in Millisekunden dafür, dass die Antriebskräfte an die Räder verteilt werden, die keine Haftung haben.

Laut Opel sollen gerade einmal 80 Millisekunden zwischen dem Erkennen einer kritischen Situation durch die Sensoren bis zur Kraftverteilung an die Räder vergehen. Die Verteilung der Antriebskräfte erfolgt durch eine hydraulische Lamellenkupplung. Sie ist in der Lage, beispielsweise beim Anfahren am Berg die Kräfte zu fast 100 Prozent auf jeweils eines der beiden Hinterräder zu übertragen.

Schaltfaules Fahren möglich

Der Allradantrieb hält den Insignia in der Spur
Der Allradantrieb hält den Insignia in der Spur © Foto: Opel

Die Kombination aus Allradantrieb mit dem 220 PS starken Vierzylinder in unserem Testwagen hinterlässt einen guten Eindruck. Der Motor agiert durchzugsstark, und das bereits aus unteren Drehzahlbereichen. Das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern steht zwischen 2000 und 4000 Umdrehungen in der Minute zur Verfügung. Damit ist ein recht schaltfaules Fahren möglich. Eigentlich schade, denn das manuelle Sechsganggetriebe verrichtet einen guten Job und lässt sich knackig schalten. Im Kombiverbrauch soll der Insignia nur 9,2 Liter verbrauchen, in der Realität muss man bei bedachter Fahrweise indes eineinhalb Liter aufschlagen: 10,7 Liter sind nicht gerade wenig.

Diesel folgt

Bei 35.685 Euro geht es los
Bei 35.685 Euro geht es los © Foto: Opel

Angeboten wird das Allradsystem für den 2 Liter Turbobenziner und den 2.8 V6 Turbo sowie die OPC-Version. Der Preis für den Einstiegsbenziner mit 220 PS beginnt in der Ausstattungsvariante Edition bei 35.685 Euro. Ein Diesel 4x4 ist bislang noch nicht im Angebot, soll aber folgen. Gedanken macht man sich auch über eine Allroad-Version. Ob sie kommt, ist aber noch nicht entschieden.






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