11. Juni 2010

Fahrbericht Opel Astra 1.3 CDTI EcoFlex Der Feind der Tankstelle

Der Opel Astra Ecoflex
Der Opel Astra Ecoflex © Foto: Opel

Nun schickt Opel den sparsamsten Astra aller Zeiten an den Start. Der 1.3 CDTI EcoFlex soll nur 4,1 Liter verbrauchen. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.




Von Frank Mertens

Opel baut sein Angebot an spritsparenden Modellen weiter aus. Nun bietet der Rüsselsheimer Autobauer auch seinen Bestseller Astra als Ecoflex-Modell an. Der Opel Astra 1.3 CDTI EcoFlex ist das 33. Modell, das über Spritspartechnologien wie eine verbesserte Aerodynamik, Leichtlaufreifen, eine längere Getriebeübersetzung und eine Schaltempfehlung verfügt. Dazu gehört auch ein sogenanntes Aeroshutter im Kühlergrill. Dahinter verbergen sich Lamellen, die komplett zu schließen sind und damit für einen geringeren Luftwiderstandswert sorgen. Sollte der Motor indes bei entsprechendem Fahrzustand mehr Kühlung benötigen, öffnen sie sich automatisch.


1365 Kilometer Reichweite

«Mit unseren EcoFlex-Modellen bieten wir Fahrzeuge mit niedrigen Verbräuchen an, die jedoch für den Kunden bezahlbar bleiben», sagt Andreas Marx, der bei Opel das Produktmarketing verantwortet. Mit Blick auf den Opel Astra bedeutet das einen Basispreis von 19.390 Euro. Ist das Auto mit Klimaanlage und CD-Spieler ausgerüstet, auf diese Ausstattung greifen annähernd 100 Prozent der Kunden zurück, kostet der Spar-Opel 20.890 Euro.

Dafür bekommt der Kunde den 1.3 CDTI mit einem 95 PS starken Vierzylinder-Commonrail-Diesel. Das Aggregat, so verspricht Opel, soll im Durchschnitt auf 100 Kilometer nur 4,1 Liter verbrauchen. «Damit ist dieser Astra der sparsamste Astra aller Zeiten», sagt Marx. Der CO2-Ausstoß liegt  bei gerade einmal 109 Gramm pro Kilometer. Nimmt man den vom Hersteller angegebenen Verbrauch als Grundlage, dann ermöglicht der Astra eine theoretische Reichweite von 1365 Kilometer. Bei den Opel-Kunden stehen die Ecoflex-Modelle offensichtlich hoch im Kurs. Vom Gesamtabsatz von Opel entfallen mittlerweile bereits 40 Prozent auf die Spritsparmodelle, wie Marx erklärt.

Straffes Fahrwerk

Wer meint, dass Sprit sparen mit Verzicht verbunden ist, irrt. Der Opel Astra EcoFlex lässt sich weiter recht dynamisch fahren, auch wenn er aufgrund der größeren Getriebeabstufung beim Anfahren nach etwas mehr Gas verlangt. Ansonsten ist kein Unterschied zu einem «normalen» Astra feststellbar.

So ist auch das Fahrwerk des Astra EcoFlex straff abgestimmt, fast schon sportlich. Die Lenkung reagiert direkt, vermittelt dem Fahrer eine gute Rückmeldung zur Straße. Die manuelle Fünfgangschaltung gibt auch keinen Anlass zur Kritik: Der Schalthebel lässt sich exakt durch die Gassen führen – so macht Schalten Spaß.

Schaltempfehlung, aber kein Start-Stopp

Da der Spritverbrauch entscheidend vom Verhalten des Fahrers abhängt, erhält dieser durch eine im Tacho befindliche Schaltempfehlung, in den nächst höheren beziehungsweise niedrigeren Gang zu schalten. Wer sonst vielleicht zu spät den Gang wechselt, wird so daran erinnert, dass er noch ökonomischer unterwegs sein kann.

Sprich: Durch einen rechtzeitigen Gangwechsel spart man entsprechend Sprit. Bisher bietet Opel die Schaltempfehlung indes nicht mit einer Ganganzeige an, sondern nur mit einem nach oben gerichteten Pfeil. Auch eine Start-Stopp-Automatik ist noch nicht im Angebot, sie soll Ende des Jahres folgen. Den Anfang mit dieser Technologie wird ab Herbst der Opel Corsa machen.

Führungsrolle beansprucht

Nicht häufig genug loben kann man die Sitze, die Opel in seinen neuen Modellen verbaut. Sie verfügen über das Prüfsiegel Aktion Gesunder Rücken (AGR). Und dieses Gütesiegel hält, was es verspricht. Durch eine Vielzahl von Verstellmöglichkeiten inklusive einer Oberschenkelauflage steigt man nach einer langen Fahrt weitaus entspannter aus dem Auto als wenn man auf herkömmlichen Sitzen unterwegs gewesen wäre. Diese Sitze sind für jeden, der besser Sitzen will, ein Muss.

Bei Opel sind die EcoFlex-Modelle übrigens ein Aspekt der Dreifachstrategie. Neben den Spritspar-Modellen gehören dazu auch Alternative Kraftstoffe wie Erdgas, Autogas oder Biokraftstoffe und Fahrzeuge mit Elektroantrieb. So wird Opel Ende 2011 den elektrisch angetriebenen Opel Ampera auf den Markt bringen. «Unser Ziel ist klar umrissen. Wir wollen der Hersteller sein, der führend bei Alternativen Antrieben ist», so Marx.






Mehr zur Marke Opel

Limousine mit 260 PSOpel Insignia GSi: Zurück zu alter Sportlichkeit

Opel bringt den neuen Insignia als GSi. Damit ist die Mittelklasse-Limousine mit einem 2.0 Turbobenziner mit 260 PS unterwegs. Und das verspricht einiges.


Vernetzung schreitet voranOpel bringt Navi 4.0 Intelli-Link in seine Kleinwagen

Opel bringt nun auch das Navi 4.0 Intelli-Link in seine Kleinwagen Karl, Adam und Corsa. Mit an Bord des Trios ist auch der Online- und Serviceassistent OnStar.


Keine wettbewerbsrechtlichen BedenkenEU-Kommission genehmigt PSA Übernahme von Opel

Der PSA-Konzern kann den Rüsselsheimer Autobauer Opel übernehmen. Die EU-Kommission hat gegen die Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.



Mehr aus dem Ressort

Die X-Klasse von Mercedes scheut keine Fahrten ins Gelände
Erster Pickup der MarkeMercedes X-Klasse: Komfortabel durch den Matsch

Mercedes fährt mit der neuen X-Klasse ganz komfortabel ins Gelände. Die Basis bildet der Nissan Navara – die Stuttgarter haben den Pickup aber noch weiter aufbereitet. Die Autogazette fuhr schon mal im Gelände mit.


Modellpflege für TopmodellMercedes S-Klasse: Doppelter Espresso inklusive

Audi startet mit dem A8 einen neuen Angriff auf die Mercedes S-Klasse. In Stuttgart gibt man sich davon unbeeindruckt. Dort zeigt sich Entwicklungschef Ola Källenius zuversichtlich, dass man auch mit einer modellgepflegten S-Klasse seinen Spitzenplatz halten kann.


Maserati hat den Gran Turismo aufgefrischt
Überfälliges FaceliftMaserati Gran Turismo: Schön allein reicht nicht

Maserati hat dem Gran Turismo ein Facelift spendiert. Das wurde auch höchste Zeit. Doch trotz seines Aussehens und seines tollen Sounds bleiben viele Wünsche offen.