Geräumig und genügsam

Nissan Note 1.5dCi

Der Nissan Note © Foto: Press-Inform

Seit 2006 im Markt hat der Note letztes Jahr eine Überarbeitung erfahren. Für Leute mit Platzbedarf auf kleiner Fläche ist das Auto noch immer eine gute Alternative.

Von Martin Woldt
Besondere Aufmerksamkeit erregt der Nissan Note wohl längst nicht mehr im Straßenbild, dafür hatten wir ja bei dem 2006 gestarteten und inzwischen gar nicht so seltenen Modell lang genug Zeit, uns an ihn zu gewöhnen. Andererseits war seinerzeit der Trend zum kleineren Auto noch nicht so ausgeprägt, so dass es durchaus lohnen kann, vom Note, was ja so viel wie Notiz heißen soll, noch mal neuerlich Notiz zu nehmen.

Flexible Rückbank

Denn mit einem Radstand von 2,60 erweist er sich auf 4,10 Meter Gesamtlänge auf allen Plätzen als ziemlich geräumig und hierin seiner Klasse als nach wie vor schwer zu schlagen. Die bis zu 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank erlaubt eine bemerkenswerte Variabilität des Kofferraums, der zudem leicht zu beladen ist. Wie auch den Ein- oder Aussteigenden durch niedrige Türschwellen keine besonderen turnerischen Leistungen abverlangt werden. Als Fahrer sitzt man etwas erhöht mit guter Umsicht, bei mäßigem Blick nach hinten, vor einem gut überschaubaren Cockpit in einer kaum aufreizenden Plastiklandschaft. Wenn man sie vielleicht nicht als einladend empfindet, dann aber immerhin als praktisch, neutral und pflegeleicht.

Ausgereifterer Fahreindruck

Der Nissan Note Foto: Press-Inform

Mit den Verbesserungen im aktuellen Modelljahr hat der Hersteller einige Schwächen im Fahrverhalten weggefeilt. So wurde etwa die Servolenkung neu justiert und verlor eine früher häufiger kritisierte Unschärfe. Das Steuer wahrt jetzt besser die feine Balance zwischen leichter Bedienbarkeit im Stadtverkehr und konzentrierter Geradeausfahrt etwa auf der Autobahn. Zusammen mit dem recht flüssig zu bedienenden Sechsgangschaltgetriebe hinterlässt das einen ausgereifteren Fahreindruck. Lediglich die fehlende Möglichkeit, die Lenksäule auch in der Tiefe den eignen Hebelverhältnissen anzupassen, trübt dieses positive Fahrgefühl etwas.

Feinabstimmung im Fahrwerrk

Kofferraum des Nissan Note Foto: Press-Inform

Auch das Fahrwerk bekam eine bessere Feinabstimmung. Federn und Dämpfer schlucken jetzt kurze Stöße etwas wohlwollender, wodurch das Auto nun großzügiger über holprigem Grund agiert. Ganz verschwunden ist das Poltern allerdings nicht, kommt aber bei leerem Stauabteil bisweilen auch von den aufgelegten Abdeckungen über dem Unterboden im Kofferraum. Geblieben ist es auch beim Motorsound des Diesels, der sich beim Beschleunigen mitunter doch deutlicher zu Wort meldet, als man eigentlich gewillt ist, ihn an der Unterhaltung zu beteiligen. Doch das verzeiht man ihm im Grunde genommen schnell, weil zwei andere Vorzüge das Manko überspielen.

Ohne Partikelfilter

Cockpit des Nissan Note Foto: Press-Inform

Erstens erweist sich der Diesel als doch recht spritziger Durchstarter, der schnell zu Kräften kommt und keinen langen Anläufe braucht. Die 103 PS sorgen für zügigen Vortrieb, Überholen ist keine Mutprobe, und auch über die Langstrecke muss man sich nicht quälen.Zweitens tut der Diesel das bei alles in allem sparsamen Einsatz der Mittel. Denn wie wir feststellen konnten, bewegte sich unser Testwagen nicht allzu entfernt von den verheißenen Normwerten und macht deswegen auch an der Tankstelle eine ganz ordentliche Figur. In der Stadt reichten 5,5 Liter, auf der Autobahn kamen wir gar mit 4,9 Litern aus.Wer sich allerdings für die leistungsschwächere Variante mit 86 PS entscheidet, weil er nur auf Mittel- und Kurzstrecken unterwegs ist, muss sich nach wie vor damit abfinden, den Diesel ohne Partikelfilter einzusetzen, was ihn eigentlich bei aufgerufenen 18.290 Euro wie von selbst disqualifiziert. Auch wenn er mindestens noch einen halben Liter sparsamer ist, als unser Testwagen. Mit diesem Diesel empfiehlt sich die I-Way-Ausstattung samt Klimaautomatik für doch recht üppige 20890 Euro Haftpflicht ist die 15, Vollkasko die 19.