18. Mai 2010

Fahrbericht Mini Countryman Auf zu neuen Wegen

Mini Countryman
Mini Countryman © Mini

Am 18. September kommt der Mini Countryman zu den Händlern. Mit dem neuen Crossover erschließt sich Mini völlig neue Kundengruppen.




Die Mini-Familie wächst und gedeiht prächtig. Mit dem fünftürigen Countryman bringt der BMW-Ableger bereits die vierte Variante der Kleinwagen-Baureihe auf den Markt. Viele, die sich bisher für den Clubman interessierten, dürften künftig auf den deutlich variableren Countryman umschwenken.


Gelungenes Design

Der bietet gelungenes Design, spürbar mehr Platz, effiziente Motoren und einen sinnvollen Allradantrieb. Bislang galt Mini als reine Singlemarke. Junge Frauen und szenefreudige Männer mit modischem Anspruch waren zumeist die Kunden des ehemals britischen Autoherstellers, der sich unter BMW-Regie zur Trendmarke gemausert hat. Das dürfte sich beim neuen Countryman, der am 18. September zu Preisen ab 20.200 Euro in den Handel kommt, ändern. Denn der Neue bietet Platz für vier Personen, ausreichend Gepäck und jede Menge Fahrspaß.

Nur hartgesottene Buchhalter dürften sich mit der 72 kW/98 PS starken Basismotorisierung des Countryman One anfreunden können. Der schafft gerade einmal Tempo 173 und verbraucht auf 100 Kilometern durchschnittlich 5,1 Liter Super. Den sinnvollen Allradantrieb gibt es für 1700 bzw. 1600 Euro Aufpreis allein für die stärkeren Modelle Cooper D und Cooper S. Gerade angesichts des Leergewichts von 1,4 Tonnen sollte man keinen Gedanken an ein müdes Basismodell verschwenden, sondern sich gleich auf die leistungsstärkeren Versionen festlegen. Das beste Paket bietet hierbei der Mini Cooper S Countryman mit seinen 132 kW/184 PS und 240 Nm Drehmoment.

Mit Allradantrieb schafft er 210 km/h Spitze und erfüllt auch ansonsten alle Ansprüche an ein sportliches Vorankommen; und das bei einem Verbrauch von gerade einmal 6,1 Litern Super auf 100 Kilometern. Jedoch sollte man sich nicht vorgaukeln lassen, dass der 4,11 Meter lange Countryman die gleichen Glücksgefühle in engen Kurven hervorruft wie die kurzen Mini-Versionen. Doch angesichts seiner Dimensionen ist der Cooper S Countryman allemal ein fahraktiver Crossover in einem Segment, in dem es kaum Konkurrenten gibt.

Straffes Fahrwerk

Der Innenraum zeigt sich in völlig neuen Mini-Dimensionen. Vorne sitzt man bequem und sportlich konturiert. Auch hinten kann man es im Viersitzer aushalten. Der Laderaum lässt sich durch das Umklappen der Rückbank oder durch das Verschieben selbiger variabel vergrößern. Gefallen können auch Oberflächen und Schalter, mit denen der Countryman längst überfällig den Premiumanspruch seiner Klasse einlöst. Zum Marktstart im Herbst wird der Mini Countryman in drei Benzinversionen zwischen 72 kW/98 PS und 135 kW/184 PS sowie in zwei Dieselversionen mit 66 kW/90 PS und 82 kW/112 PS verfügbar sein. Jedoch dürfte im nächsten Jahr ein weiterer leistungsstärkerer Selbstzünder mit rund 140 PS folgen. Ansonsten dürfte es schwer sein, Neukunden aus dem Segment der preiswerten Mittelklasse-SUV hinüber zu Mini zu holen. (mid)






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