Nagelnder Kaltstarter

Mercedes A 160 CDI BlueEfiiciency

Die A-Klasse vor dem Berliner Reichstag. © Foto: Mercedes

Beim Autokauf geht es längst nicht mehr nur um Leistung. Immer mehr Kunden interessierten sich für den Verbrauch ihres günstigen Gefährts. Mercedes bietet unter dem Label BlueEfficiency spritsparende Modelle an. Wir haben den A160 CDI BlueEfficiency getestet.

Von Frank Mertens

Sparen liegt im Trend. Das sagen sich immer mehr Hersteller und bieten ihren Kunden Spritsparmodelle an. Bei VW heißen sie beispielsweise BlueMotion, bei Mercedes BlueEfficiency. Es sind Modelle, die unter anderen durch eine verbesserte Aerodynamik, rollwiderstandsarme Reifen und eine längere Getriebeübersetzung den Verbrauch deutlich reduzieren sollen. Und bei alledem sollen sie dem Kunden aber auch weiter Fahrspaß bieten.

Nageln im Kaltzustand

Doch geht das überhaupt? Es geht, wie unser Test mit der A-Klasse 160 CDI BlueEfficiency Coupé von Mercedes zeigt. Mit einer kleinen Einschränkung, muss hinzugefügt werden: Denn das Motorgeräusch des Vierzylinder-Diesels war im kalten Zustand so vernehmlich nagelnd, dass man sich schon fragen musste, ob man hier wirklich in einem Mercedes sitzt. Premium hört sich doch anders an, auch nach einer mittlerweile kühlen Nacht. Doch nachdem der 160 CDI seine Betriebstemperatur nach einigen Kilometern erreicht hat, hat man sich schnell wieder mit ihm versöhnt. Mit einer Leistung von 82 PS fühlt man sich in dieser A-Klasse sowohl auf der Autobahn als auch in der Stadt ausreichend motorisiert.

Gut, die A-Klasse ist kein Ausbund an Sportlichkeit. Das sieht man allein schon bei den Beschleunigungswerten. Bis Tempo 100 vergeht die Ewigkeit von 15 Sekunden. Doch ist das wirklich schlimm? Nein, ist es nicht. Sprinterqualitäten erwartet man von ihr nicht. Wer sich für die A-Klasse entscheidet, der will einen grundsoliden Begleiter für den Alltag. Und den bekommt er auch.

Erhöhte Sitzposition

Das Cockpit der A-Klasse Foto: Daimler

Schon beim Einsteigen freut man sich über die erhöhte Sitzposition. Sie verschafft einem nicht nur einen guten Überblick über den Verkehr, sondern verhindert auch gymnastische Übungen beim Verlassen des Fahrzeugs. Ein Aspekt, den nicht nur ältere Fahrer und Mitreisende zu schätzen wissen. Das Raumkonzept der A-Klasse sorgt dann auch für ein entspanntes Reisen. Sowohl vorn als auch hinten kann man ausgesprochen bequem sitzen, ohne dass Knie oder Kopf irgendwo anstoßen. Trotz allem bietet die A-Klasse Platz für 435 Liter Gepäck, ein sehr guter Wert.

Die Mercedes A-Klasse Coupe Foto: Daimler

Mit seiner Länge von 3,88 Meter bringt der Hochdach-Mercedes insbesondere für den Stadtverkehr glänzende Abmessungen mit, um auch in kleinere Parklücken hineinzupassen. Dafür empfohlen sei jedoch ein Parkpilot, vor allem für vorn. Denn das Ende der nach unten abfallenden Motorhaube ist einfach nicht zu erkennen. Etwas nervig ist übrigens der breite Rückspiegel. Er versperrt einem beim Abbiegen doch das Blickfeld zur rechten Seite.

Ansonsten ist die A-Klasse aber nicht zu beanstanden. Sie lässt sich flott durch den dichten Stadtverkehr dirigieren, wobei die Lenkung einen direkteren Kontakt zur Straße vermitteln könnte. Die Fünfgangschaltung verrichtet einen guten Job, lässt sich unkompliziert bedienen, wobei man in der A-Klasse recht schaltfaul unterwegs sein kann. So liegt das maximale Drehmoment zwischen von 180 Newtonmetern zwischen 1400 bis 2600 Umdrehungen an.

Mehr als erwartet

Die Mercedes A-Klasse Foto: Daimler

Und wie schaut es nun mit dem Verbrauch aus? Er liegt zwar nicht ganz im Bereich der Herstellerangaben, doch ein Verbrauch in der Stadt von 6,1 Litern geht ebenso in Ordnung wie der Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern. Der Preis, na ja, ist nicht ganz günstig. Aber das hätte man von Mercedes auch nicht anders erwartet. Der Spaß, mit dieser A-Klasse unterwegs zu sein, beginnt bei 21.390 Euro.