Mazda macht die Welle

Mazda 5

Der neue Mazda beeindruckt besonders von der Seite © Foto: Mazda

Mazda hat die zweite Generation des 5ers aus der Designgrauzone herausgeholt. Die Variabilität des Siebensitzers blieb erhalten.

Mazda hat beim neuen Fünfer den Sprung von der grauen Maus zum attraktiven Familien-Van geschafft. War die erste Generation eher im Bereich quadratisch, praktisch, gut angesiedelt, so verströmt die seit dem 16. Oktober erhältliche neue Version ein gewisses Flair.

Um acht Zentimeter gewachsen

Grund dafür ist die Seitenlinie, die drei wellenförmige Sicken charakterisieren und so schon vom ersten Blick an eine Gefühl von Dynamik erzeugen. Dieser Hauch von Dynamik hat schon bei der Frontansicht seinen Anfang. Der große Kühlergrill mit Wabengitter erinnert stark an die sportlichen MPS-Modelle des Herstellers. Und auch die Rückleuchten vermitteln im Verbund mit dem Dachspoiler einen Schuss Aggressivität.

Hinzu kommt, dass die Familienkutsche um acht Zentimeter auf nunmehr 4,58 Meter gewachsen ist und somit durch Größe auch noch mehr auf sich aufmerksam macht. Geblieben sind die praktischen Schiebetüren, die sich auch elektrisch öffnen lassen. Allerdings erst ab der Version Sports-Line. Doch auch händisch geöffnet oder geschlossen erfüllen die Schiebetüren ihren praktischen Nutzen. Zum einen muss man auf engen Parkplätzen keine Angst vor möglichen Beschädigungen der anderen Fahrzeuge haben. Zum anderen wird ein unkomplizierter Ein- und Ausstieg ermöglicht.

Zwischen 112 und 1597 Liter Kofferraumvolumen

Die wellenförmigen Sicken sind der Blickfang Foto: Mazda

Ebenfalls aufpreispflichtig sind die beiden Sitze der dritten Reihe, die erst ab der Version Center Line angeboten werden. Im Gegensatz zu Mitbewerbern können auch erwachsene Personen in der dritten Reihe bequem mitfahren. Ebenso wie die beiden hinteren versenkt werden können, kann auch der mittlere Sitz der zweiten Reihe eingeklappt und als Ablage verwendet werden.

Dann können auch sperrige, längere Güter transportiert werden. Bis zu 1597 Liter Kofferraumvolumen stehen zur Verfügung. Sind die hintersten Sitze weggeklappt, sind es immerhin gute 426 Liter. Werden die Sitze wirklich für den Personentransport benötigt, muss das Gepäck auf den Beinen der Mitfahrer platziert werden, da der Kofferraum mit lediglich 112 Litern Volumen nicht mehr als solcher wahrgenommen werden kann.

Solider Basisbenziner

Das Cockpit wurde überarbeitet Foto: Mazda

Neu gestaltet wurde das Cockpit. Die serienmäßige Klimaanlage sowie das CD-Audio-System wurden in Alu geschmückt. Die Sitze bieten guten Seitenhalt, der so gar nicht benötigt worden wäre, da das Fahrwerk ausgezeichneten Halt gibt, auch wenn die Lenkung ein wenig zu sehr auf Komfort ausgelegt ist.

Genügend Komfort und Schwung besitzt bereits der 1,8 Liter große Einstiegsbenziner mit 85 kW/115 PS. 12,8 Sekunden benötigt der 1,4 Tonner für den Sprint zur 100 km/h-Marke und erreicht später 182 km/h. 7,2 Liter sollen auf 100 Kilometern durch die Schläuche des Familientransporters fließen, was einem CO2-Ausstoß von 168 Gramm pro Kilometer entspricht.

10.000 Verkäufe für 2011 geplant

Start bei 20.490 Euro Foto: Mazda

Wer es etwas sportlicher haben möchte, nimmt den neu entwickelten 2,0 Liter-Motor mit Direkteinspritzung. Dieser arbeitet nicht so angestrengt wie sein kleineres Pendant und arbeitet sehr viel leiser. Verbunden mit einer Start-Stopp-Automatik stehen dann nur 6,9 Liter als Verbrauch, auch wenn der Spurt in 11,2 Sekunden absolviert wird und der 1,62 Meter hohe Fünfer das Tempo bis 194 km/h hält. Anfang 2011 kommt ein 1,6 Liter großer Common-Rail-Diesel mit 85 kW/115 PS hinzu, dessen Aggregat aus der Kooperation mit dem PSA-Konzern stammt. Auf diesen sollen aber lediglich 17 Prozent der anvisierten 10.000 verkauften Einheiten im kommenden Jahr fallen.

Diese müssen mindestens 20.490 Euro für den Einstiegsbenziner in der Variante Prime-Line investieren. Die nächst höhere Version Center-Line mit dann schon sieben Sitzen kostet 2300 Euro mehr, die Top-Ausstattung Sports-Line beginnt dann schon bei stolzen 27.490 Euro. Um den im Vergleich zum Vorgänger deutlich attraktiveren Van noch schmackhafter zu machen, hat Mazda bis zum 31. Dezember von vornherein die Preise um 500 Euro gesenkt. (AG)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.