27. Februar 2012

Fahrbericht Neue Submarke M Performance BMW M550d xDrive: Druckvoller Lückenschließer

Der BMW M550d macht den Auftakt für die neue Submarke M Performance Fotos ▶
Der BMW M550d macht den Auftakt für die neue Submarke M Performance © BMW

Mit einer neuen Dieselmotorengeneration läutet die BMW-Tochter M GmbH die neue Submarke M Performance ein. Der BMW M550d xDrive erhält seine Kraft unter anderem durch das Mitwirken von gleich drei Turboladern.




Von Thomas Flehmer

Die Lücke ist gestopft bei der BMW-Tochter M GmbH. Der sportliche Ableger der Münchner, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert, produziert mit der Submarke "M Performance" Modelle um die 80.000 Euro, die es bisher nicht im Angebot gab. "Wir hatten zwischen 60.000 und 100.000 Euro keine Angebote, obwohl die Nachfrage da war", sagt Produktmanager Frank-Emanuel Schloeder, "mit den neuen Produkten haben wir jetzt Kontinuität geschaffen."


Drei Turbolader für BMW M550d xDrive

Dabei gibt es bei der neuen Marke auch gleich ein Novum in der 40-jährigen Geschichte zu bestaunen. Erstmals werden bei M Fahrzeuge mit Selbstzündern angeboten. Doch der Tabubruch fällt äußerst glimpflich aus, denn die ersten Derivate der neuen Abteilung stehen den sportlichen Benzinern aber auch in Nichts nach.

Möglich macht das der neue 3.0 TwinTurbo V6 mit 280 kW/381 PS, bei dem gleich drei Turbolader arbeiten. Ein Niedrigdrucklader treibt die immerhin 1900 Kilogramm schwere Limousine an. Bei 2000 Umdrehungen schaltet sich der erste Hochdruckturbolader ein, um das bärenstarke Drehmoment von 740 Newtonmeter einzusetzen. 700 Umdrehungen später kommt noch der zweite Hochdruckturbolader hinzu, um die Kraft des Drehmoments weiter zu stärken.

Fahrgenuss im BMW M550d xDrive

Sportliches Cockpit des BMW M550d xDrive
Sportliches Cockpit des BMW M550d xDrive © BMW

4,7 Sekunden benötigt der Alltagsbolide dann für den Sprint aus dem Stand bis zur 100 km/h-Marke. Das Achtgang-Automatikgetriebe schaltet fast unbemerkt wie eine Doppelkupplung die Gänge hoch und lässt beim Fahrer ein Grinsen auf dem Gesicht entstehen. Verbunden mit dem weiter optimierten Fahrwerk wird so die Kurvenhatz zur Funmeile, wie an der Schnur gezogen bewältigt die Limousine die Anforderungen der Landstraße und auch auf der Autobahn, wo bei 250 km/h elektronisch eingegriffen wird.

Als Scherz stellen sich dann die angegebenen 6,3 bis 7,7 Liter heraus, die auf der alltagsuntauglichen Rolle des EU-Zyklus bei Tempo 120 km/h gemessen wurden. Der M 550d xDrive macht einfach zu viel Spaß, um bei Rollengeschwindigkeit über den Asphalt zu schleichen. Wobei auch das Cruisen im exquisiten Innenraum genossen werden kann. Hier schaltet der BMW schnell hoch, sodass sich der Verbrauch in Grenzen hält.

Weitere M Performance-Modelle folgen

© BMW

Bei 80.800 Euro beginnt der BMW M 550d xDrive und die Aufpreisliste wird nicht unter 20.000 Euro bleiben. Der M550d xDrive ist bei der M Performance erst der Auftakt. "Wir werden die Marke auf weitere Baureihen ausdehnen, auch Benziner werden folgen", sagt Thomas Schemera, Leiter Vertrieb und Marketing der M GmbH. Bereits auf dem Genfer Salon Anfang März wird der M135i mit seiner Premiere und mehr als 300 PS die nächste Lücke schließen.






Mehr zur Marke BMW

Weniger Gewinn trotz AuslieferungsplusUS-Markt bremst BMW im ersten Quartal

BMW hat im ersten Quartal vor allem aufgrund der Schwächen auf der amerikanischen Markt weniger Umsatz und Gewinn erwirtschaftet. Bis zum Jahresende wollen die Münchner die Spitze der Oberklasse zurückerobern.


1200 Euro Aufpreis beim ElektroautoBMW steigert die Reichweite des i3

BMW verstärkt die Leistung beim i3. Das Elektroauto weist eine höhere Speicherdichte auf und soll reale 200 Kilometer im Alltagsverkehr schaffen.


Roadster mit Hardtop oder StoffmützeBMW Z4 gebraucht: Nicht nur eine Frage des Daches

Beim BMW Z4 müssen sich die Roadster Liebhaber zwischen Soft- oder Hardtop entscheiden. Wer zu Stoffmütze greift, muss sich mit weiteren Folgen des damit älteren Baujahres herumschlagen – die Schwächen sind aber trotz des Alters übersichtlich.



Mehr aus dem Ressort

Das Mini John Cooper Works Cabrio verfügt über 231 PS
Stärkstes Cabrio der BaureiheMini John Cooper Works Cabrio: Flottes Open-Air-Festival

Mini krönt das neue Cabrio traditionell mit der John Cooper Works-Variante. Der offene Kleinwagen mit seinen 231 PS hält die Ansprüche, die die Design-Mischung aus retro und aggressiv verspricht.


Mazda hat den MX-5 schärfer designt
Eine Million Roadster verkauftMazda MX-5: Rückkehr und Neuanfang

Mazda kehrt mit der vierten Generation des MX-5 zu den Wurzeln zurück. Der mit Abstand meist verkaufte Roadster der Welt drückt dabei aber nicht nur auf die Retro-Welle.


Mercedes hat die A-Klasse kompatibler gestaltet.
Kompakter mit 156 PSMercedes A-Klasse: Kleine Rolle rückwärts

Mit der neuen A-Klasse wollte Mercedes vor vier Jahren vor allem mehr junge Leute ansprechen. Mit dem Facelift fühlen sich aber nun auch die Piloten mit den silbergrauen Haaren wieder wohler in der Kompaktklasse aus Stuttgart.