Automatisierte Systeme dürfen Fahraufgaben übernehmen

Gesetzentwurf vorgelegt

Alexander Dobrindt von der CSU.
Alexander Dobrindt von der CSU. © dpa

Auf dem Weg zum autonomen Fahren ist es ein wichtiger Schritt. Mit einem Gesetzentwurf hat die Bundesregierung eine Gleichstellung von Computern und menschlichen Autofahrern geschaffen.

Die Bundesregierung hat den Weg für das automatisierte Fahren freigemacht. Das Kabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf, der die rechtliche Gleichstellung von Computern und menschlichen Autofahrern vorsieht. "Das heißt: Automatisierte Systeme im Auto dürfen die Fahraufgabe komplett übernehmen", erläuterte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Zustimmung des Bundestags nötig

Nur in bestimmten Fällen wird die Übernahme der Fahrzeugsteuerung durch den menschlichen Fahrer vorgeschrieben. Das nach Dobrindts Worten "modernste Straßenverkehrsrecht der Welt" benötigt allerdings noch die Zustimmung des Bundestags. Zuvor hatten die Zeitungen der "Funke-Mediengruppe" darüber berichtet.

Künftig soll der Fahrer während der automatisierten Fahrt die Hände vom Steuer nehmen dürfen - etwa um im Internet zu surfen. Die "Rückübernahme" des Lenkrads wird nur dann vorgeschrieben, wenn der Computer dazu auffordert oder wenn die automatisierte Fahrfunktion gestört wird, zum Beispiel durch einen geplatzten Reifen. Damit im Zweifelsfall nachgewiesen werden kann, ob sich der Fahrer korrekt verhalten hat, muss das automatisierte Fahrzeug einen Datenspeicher haben - ähnlich der "Blackbox" bei Flugzeugen. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch den redaktionellen Teil des Magazins electrified (Print und Online).