4. August 2017

Zunft fordert Rechtssicherung für Dieselmotoren Handwerk befürchtet existenzbedrohende Fahrverbote

Das deutsche Handwerk ist offen für neue Technologien
Das deutsche Handwerk ist offen für neue Technologien © AG/Flehmer

Das deutsche Handwerk fordert nach dem Diesel-Gipfel schnelle Umsetzungen bei den Motoren. Die Branche ist aber für neue Techniken offen und hofft auf Angebote für leichte Nutzfahrzeuge.




Das deutsche Handwerk hat die Autoindustrie aufgefordert, Dieselmotoren schnell umweltfreundlicher zu machen. «Nur wenn alle schnell und koordiniert handeln, lassen sich die Grenzwerte erreichen und Fahrverbote vermeiden», sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, am Freitag in Berlin. Ein Fahrverbot wäre für viele Handwerksbetriebe existenzbedrohend.

Er nahm damit Stellung zu den Ergebnissen des Dieselgipfels am Mittwoch. Dort hatten die Autobauer eine kostenlose Nachrüstung von rund 5,3 Millionen Dieselfahrzeugen der Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6 durch Aktualisierung der Motor-Software angekündigt.


Software-Updates «ein erster Schritt»

Wollseifer sagte, Software-Updates seien «ein erster Schritt und müssen jetzt sehr schnell umgesetzt werden». Das Handwerk könne seinen Fuhrpark nur dann schnell modernisieren, wenn es Rechts- und Planungssicherheit bekomme. Aus Mangel an Alternativen seien die meisten Betriebe bisher mit Dieselfahrzeugen unterwegs. Nötig seien jetzt «wirklich saubere Diesel».

Die Branche sei auch für neue Techniken offen. «Bisher ist das Angebot für leichte Nutzfahrzeuge mit Elektro-, Gas- oder Wasserstoffantrieb noch unzureichend, auch wenn es sich bereits bessert und so auch für die Betriebe interessant wird», beschrieb der Handwerkspräsident die Lage. (dpa)



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