Dieselanteil bei Firmen-Pkw geht leicht zurück

Angesichts drohender Fahrverbote

In der Dieselaffäre kann es zu neuen Erkenntnissen kommen
In der Dieselaffäre kann es zu neuen Erkenntnissen kommen © dpa

Die Diskussion um den Diesel und kommende Fahrverbote haben auch Einfluss auf den Ansatz von Diesel-Pkw im Firmenwagengeschäft. So ging in den ersten vier Monaten des Jahres der Absatz leicht zurück.

Diesel-Pkw verlieren nach Experteneinschätzung auch im wichtigen Firmen-Neuwagengeschäft in Deutschland zunehmend Marktanteile. Von Januar bis April sei die Zahl der Pkw-Neuzulassungen mit Dieselantrieb bei den Firmen auf 173 387 gesunken, schreibt Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Das sei noch ein Marktanteil von 68,4 Prozent. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es demnach 72,8 Prozent, von Januar bis April 2015 sogar 75,8 Prozent.

Weiterer Rückgang erwartet

Für Mai rechnet der Experte mit einem weiteren Rückgang. Auch die Unternehmen fingen langsam an, nach Alternativen zum Diesel zu suchen, schreibt Dudenhöffer. "Zwar sind noch immer zwei Drittel der Firmen-Neuwagen Diesel, aber der Abwärtstrend ist nicht übersehbar." Bei privaten Autokäufern habe der Diesel mittlerweile deutlich weniger als 25 Prozent Marktanteil.

Insgesamt ging es im Mai für den Dieselantrieb weiter bergab: Von den Neuzulassungen entfielen nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes vom vergangenen Freitag lediglich noch 40,4 Prozent auf den Selbstzünder, nach 46,3 Prozent ein Jahr zuvor. Laut Dudenhöffer war das der niedrigste Mai-Wert seit 2009. "Damals wurde durch die Abwrackprämie ein regelrechter Run auf Kleinwagen mit Benzinmotoren ausgelöst." (dpa)