6. Dezember 2016

eHorizon warnt vor Gefahren Continental schickt den Motorradfahrer in die Cloud

Continental hat ein Cockpit für die Verbindung mit der Cloud entwickelt.
Continental hat ein Cockpit für die Verbindung mit der Cloud entwickelt. © Continental

Die Vernetzung hält nun nach und nach auch beim Motorrad Einzug. Dafür bietet Continental die eHorizon-App an. Sie informiert den Biker über relevante Streckeninformationen wie Staus oder Unfälle.




Technische Lösungen zur Einbindung von Smartphones in die Infotainment-Welten und cloudbasierte Dienste sind bei Autos derzeit groß im Kommen. Für Motorradfahrer sind die Möglichkeiten diesbezüglich noch sehr eingeschränkt. Continental stellt Anfang 2017 auf der CES in Las Vegas ein Motorrad-Cockpit vor, das es Bikern erlaubt, über die sogenannte eHorizon-Technik cloudbasierte Dienste zu nutzen.

Dabei handelt es sich um eine Anwendung, die unter anderem Echtzeitverkehrsinformationen auswertet und Fahrzeugen zur Verfügung stellt. Um daran zu partizipieren, müsste sich der Biker eine entsprechende App auf sein Smartphone herunterladen. Diese eHorizon-App könnte dann den Motorradfahrer unter anderem mit Informationen über Streckenhindernisse wie Baustellen, Unfälle, Ölspuren oder Staus versorgen.


Digitales Cockpit entwickelt

Während der Fahrt ist es dem Biker allerdings nicht möglich, aufs Smartphone zu schauen, weshalb zur besseren Integration der Software Continental ein digitales Kombiinstrument für Motorräder entwickelt hat. Das kann neben Fahrdaten auch sicherheitsrelevante Auskünfte zu Verkehr und Wetter sowie Benachrichtigungen über eingehende Anrufe anzeigen. Hierzu müsste der Biker das Smartphone per Bluetooth lediglich mit dem Motorrad verbinden. Per App kann er sich dann auch navigieren lassen. Die Streckeninformationen werden entsprechend ins Cockpit eingespielt.

Zudem könnte der Motorradfahrer über die eHorizon-Technik andere Verkehrsteilnehmer warnen. Hierzu hat Continental einen mit dem Kombiinstrument verbundenen Schalter am Lenker erdacht, über den der Fahrer seine derzeitige Position erfasst und nach der Fahrt mit spezifischen Informationen zum Streckenvorfall füttert. Die eingegebenen Daten werden in der Cloud gesammelt, auf einer Ereigniskarte markiert und mit anderen Motorradfahrern auf der Strecke geteilt.

Bike lokalisieren

Die Konnektivitätstechnik ermöglicht noch weitere Funktionen wie etwa einen Bikefinder, über den sich das Motorrad lokalisieren lässt. Außerdem böte sich die Möglichkeit, über die App eine integrierte Wegfahrsperre zu lösen. Eine Berechtigung für den Motorstart würde dann über einen bluetooth-basierten Smart Key erteilt. Erkennt die Sensorik des Motorrades einen Unfall, wäre über die Smartphone-Verbindung außerdem der automatische Versand einer Notfall-SMS an einen vorher definierten Kontakt möglich.

Die technischen Lösungen für all diese Funktionen sind bereits vorhanden, allerdings müssen Motorradhersteller noch entsprechende Integrationslösungen anbieten. Bisher ist das noch nicht der Fall. (AG/SP-X)



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