13. Juli 2017

Brandbrief Autobauer protestieren gegen Chinas Quote für E-Autos

Ein Elektro-Smart in China.
Ein Elektro-Smart in China. © Daimler

In einem Brandbrief haben die Autobauer gegen die geplante Quote für Elektroautos protestiert. Es wird ein Aufschub um ein bis drei Jahre gefordert.




Bei Autoherstellern wächst laut einem Medienbericht der Unmut über Chinas geplante Produktionsquote für E-Autos. Wie die «Wirtschaftswoche» berichtet, haben die weltweit vier größten Autoverbände in einem gemeinsamen «Brandbrief» an die chinesische Regierung Kritik an der obligatorischen Quote geäußert.


Acht Prozent E-Autos bauen

Die vier großen Industrieverbände aus den USA, Europa, Japan und Südkorea forderten demnach grundlegende Änderungen und den Aufschub des neuen Gesetzes um mindestens ein bis drei Jahre. Die Forderungen der Zwangsregelung ab 2018 zu erfüllen, sei unmöglich.

Mit der Quote müssten chinesische wie ausländische Autohersteller ab nächstem Jahr acht Prozent ihrer Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb bauen. In den kommenden Jahren solle die Quote weiter angehoben werden. Nach Beschwerden deutscher Hersteller und Verhandlungen mit der Bundesregierung sah es so aus, als ob China die Quote um ein Jahr verschieben würde. Doch der Gesetzentwurf ist noch unverändert. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr aus dem Ressort

Bundesverbraucherminister Heiko Maas
Hersteller sollen für Schäden aufkommenMaas wirbt für Klagemöglichkeiten geschädigter Kunden

Heiko Maas wirbt für neue Klagemöglichkeiten der Verbraucher bei Massenanfällen wie beim Diesel-Skandal. Auch beim Kraftfahrtbundesamt sollte ein Verbraucherbeirat isntalliert werden, sagte der Bundesverbraucherminister.


Automarken
Basis für den DieselskandalDeutsche Autohersteller unter Kartellverdacht

Das Unheil für deutsche Autobauer wird erweitert. VW und Co. sollen sich samt Zulieferern laut einem Medienbericht abgesprochen haben - auch der Dieselskandal könnte so begonnen haben.


Alexander Dobrindt neu Aufmacher dpa
Vor dem «Diesel-Gipfel» Dobrindt: Millionen-Fonds für umweltfreundliche Mobilität

Alexander Dobrindt will einen Fonds in dreistelliger Millionenhöhe für eine umweltfreundliche Mobilität in den Städten einrichten. Die Autohersteller sollen sich dabei an den Kosten beteiligen.